Der Handelsimmobilien Report Nr 448

  • Investmentmarkt Retail – Viele Verkaufsprozesse ziehen sich hin: Der deutsche Immobilieninvestmentmarkt befindet sich immer noch in der Orientierungsphase. Ablesen lässt sich das daran, dass im ersten Halbjahr 2025 bei Retail Assets das drittschwächste Halbjahresergebnis seit 2005 verzeichnet wurde, trotzdem sind Handelsimmobilien im Gewerbeimmobilienmarkt die stärkste Anlage-Klasse. Ins Bild passt auch, dass von den großvolumigen Verkaufsverfahren im Shopping-Center-Segment und von der gut gefüllten Verkaufspipeline, von denen die Immobilienberater zu Jahresbeginn berichteten, noch wenig auf dem Markt zu sehen ist. (Seite 2)
  • Finanzierungsbereitschaft – Die Präferenzen der Finanzierer haben sich deutlich verändert: Im Zuge des Wandels auf den Immobilienmärkten haben sich auch die Präferenzen der Immobilienfinanzierer mit Blick auf die verschiedenen Nutzungsarten verändert, wie die Befragungen zum jüngsten BF. Quartalsbarometer zeigen. Ob die eher negative Einstellung zu Handelsimmobilien gerechtfertigt ist, bleibt die Frage. (Seite 6)
  • Consumer Barometer – Ernährung beeinflusst Kaufverhalten: Dass man vom Essverhalten auf einen Menschen schließen kann, weiß schon das alte Sprichwort: „Sage mir, was Du isst, und ich sage Dir, wer Du bist.“ Vor diesem Hintergrund befasste sich das jüngste Consumer Barometer von KPMG, das in Kooperation mit dem EHI Retail Institute erstellt wurde, mit dem Einkaufsverhalten unterschiedlicher Ernährungstypen. Denn Kaufentscheidungen im Lebensmittelhandel hängen wesentlich davon ab, was und wie die Menschen essen. (Seite 8)
  • Kommunale Wärmeplanung – Potenzial von Logistikimmobilien für die Kommunale Wärmeplanung ist hoch: Die Energiewende steht vor einer ihrer größten Aufgaben – der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. Mit Inkrafttreten des Wärmeplanungsgesetzes (WPG) am 1. Januar 2024 ist der Rahmen für eine klimafreundliche und zukunftsfähige Kommunale Wärmeplanung (KWP) gesetzt. Damit diese gelingt, ist nicht zuletzt der Immobilienbereich entscheidend, denn etwa ein Fünftel der bundesweiten CO₂-Emissionen geht auf das Heizen und Kühlen von Gebäuden zurück. Logistikimmobilien können zur KWP einen wesentlichen Beitrag leisten – das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie im Auftrag der Initiative Logistikimmobilien (Logix). (Seite 11)
  • FOC-Markt Europa – Stockende Standortexpansion, aber boomender Transaktionsmarkt: Die Zahlen für den Factory- respektive Designer-Outlet-Center-Markt in Europa geben ein widersprüchliches Bild ab. Zum einen haben sich gerade die Fabrikverkäufe von hochwertigen Marken gut gegen den Online-Handel behaupten können und zum andern waren Outlet Center besser durch die Krisen gekommen als andere stationäre Handelsformen – nicht zuletzt, weil die Besucherzahlen weiter steigen. Und trotzdem gibt es nur wenige Neuentwicklungen von Outlet-Standorten in Europa, wie das Wirtschaftsforschungsinstitut Ecostra aus Wiesbaden in seiner jüngsten Marktanalyse feststellt. (Seite 13)
  • Søstrene Grene – Erste Schritte nach Polen und Italien: Die dänische Einzelhandels-Kette Søstrene Grene will bis 2027 europaweit auf 500 Filialen wachsen und wagt deshalb den Markteintritt in Italien und Polen. Zudem will sie neue Geschäftsfelder erschließen. Gleichzeitig sieht sich das Unternehmen auf dem Weg zu einem weiteren Rekordjahr. (Seite 15)
  • Markt für Bauelemente – Schwäche im Bausektor wirkt sich aus: Die Berichte über die angespannte Lage im deutschen Wohnimmobilienmarkt sind Legion. Als Lösung des Problems wird immer wieder der Neubau von Wohnungen ins Spiel gebracht. Doch welche Probleme damit verknüpft sind, zeigt auch der Blick auf den Markt für Bauelemente und die Entwicklung der einzelnen Vertriebswege, den das IFH Köln in seinem neuen „Branchenbericht Bauelemente“ unter die Lupe genommen hat. (Seite 16)
  • Einzelhandelskonjunktur – Steigende Kosten dämpfen Kauflaune: In einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld erwartet der Handelsverband Deutschland (HDE) in diesem Jahr für den Handel bei einem geringen realen Wachstum eine „Seitwärtsbewegung“. Seit 2019 verzeichnet der Einzelhandel im Schnitt ein jährliches Umsatzplus von real 0,3%. Da auch 2025 keine größeren Wachstumsimpulse zu erwarten sind, bekräftigt der Spitzenverband bei seiner Halbjahrespressekonferenz seine konservative Umsatzprognose vom Jahresanfang. (Seite 18)