Der Handelsimmobilien Report Nr. 105

Der Handelsimmobilien Report Nr 105

–        Editorial von Ruth Vierbuchen: Die alljährliche Expo Real bietet einen guten Gradmesser dafür, wie  sich die Immobilienwirtschaft wieder aus der Finanzmarktkrise herausgearbeitet hat. Die Messehallen sind wieder dichter belegt und manche Stände werden wieder größer. Aus Ost und Südosteuropa kommen deutliche Lebenszeichen. Mit Blick auf die Schuldenkrise bleibt das Thema Finanzierung aktuell. (Seite 1)

–        Herausforderung – Fortschreitende Polarisierung der Konsummuster stellt neue Anforderungen an Handel und Center: Wenn immer mehr Konsumenten via Internet einkaufen, kann der stationäre Einzelhandel dann genug Geld verdienen, um die Miete im Shopping-Center zu zahlen? Und wie müssen die Shopping-Center auf die wachsende Zahl älterer Kunden reagieren? Mit diesen und anderen Trends beschäftigte sich der German Council Kongress in diesem Jahr in Berlin. (Vierbuchen, Seite 2)

–        Konsumkonjunktur – Einzelhandel auf Sechs-Jahres-Hoch: Das Jahr 2011 kann bereits heute als Krisenjahr bezeichnet werden mit der denkbar größten Reaktor-Katastrophe in Fukushima und der zum Dauerthema mutierten Schuldenkrise in Europa. Und dennoch kann Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands HDE, verkünden, dass der deutsche Einzelhandel das beste 1. Halbjahr seit 6 Jahren verzeichnet hat.(Vierbuchen, Seite 5)

–        Lohn der Treue: AVW-Aktionäre erhalten 20 Cent je Aktie: Die AVW Immobilien AG hat im Geschäftsjahr 2010/11 die Wende geschafft. Das Vorsteuerergebnis (Ebt) stieg von 0,5 Mio. auf  5,5 Mio. Euro. Das Konzernergebnis erhöhte sich von 1,3 Mio. auf 3,7 Mio. Euro. Nun sollen auch die Aktionäre von der Entwicklung profitieren und eine Dividende von 20 Cent je Aktie erhalten. Das entspricht laut AVW beim Kurs von etwa 3 Euro einer Dividendenrendite von 6,6%. (Vierbuchen, Seite 7)

–        Das Interview – Osteuropa wird generell als opportunistisch eingestuft: Gespräch mit Sebastian Müller und Manuel Jahn, Head of Real Estate Consulting bei GfK Geomarketing, über die Perspektiven in der Mittel-, Ost- und Südosteuropa-Region. Es gibt wieder Hoffnung. (Seite 8)

–        Finanzierung von Shopping-Centern – Der alleinige Blick auf das schnelle Geld könnte zum Bumerang werden: Die Finanzmarktkrise hat zu einer Renaissance wirtschaftlich nachhaltiger Shopping-Center-Entwicklungen geführt. Wurden in der Vorkrisenzeit mit Blick auf die allgemein optimistische Grundhaltung auch schwache Projektentwicklungen vom Markt abgenommen, so richtet sich der Blick der Investoren und Kreditgeber aktuell vor allem auf das knappe Angebot an Premium-Projekten in attraktiven innerstädtischen Einzelhandelslagen. (Hinrichs, Seite 12)

–        Handelsimmobilien – Die exakte Prüfung vor dem Kauf macht den Unterschied: Die Liste verschiedener Betriebsformen im Einzelhandel ist lang. Mindestens ebenso lang ist auch die Liste der Kriterien, die es vor Ankauf des jeweiligen Objekts zu prüfen gilt. Ganz gleich, ob es sich beim potenziellen Einzelhandelsinvestment um ein Fachmarktzentrum, einen einzelnen Verbrauchermarkt oder ein Shopping-Center handelt – die Kaufkriterien müssen überzeugen.(Kuhlmann, Seite 14)

–        Innerstädtische Shopping-Center – Agglomerationseffekte steigern die Zentralität: Die aktuelle Studie von Rainer P. Lademann zeigt: Innerstädtische Shopping-Center tragen dann am wirksamsten zu Umsatzentwicklung der Innenstadt und zur Steigerung der Zentralität bei, wenn sie einen möglichst hohen Anteil differenzierungsfähiger innenstadtrelevanter Sortimente aufweisen. Die bisherige Überzeugung der Stadtplaner lautete: Angebotsergänzung statt Duplizierung des Angebots. (Seidel, Seite 16)

–        Ten Brinke – Suche nach den weißen Flecken auf der Landkarte: Von Krisenstimmung kann auf dem Markt für Fachmärkte und Fachmarktzentren derzeit keine Rede sein. Im Gegenteil: „Die Finanzkrise und die andauernden Unsicherheiten an den Kapitalmärkten in Europa und in Amerika haben die Investoren darin bestärkt, in den sicheren Immobilienmarkt in Deutschland zu investieren“, konstatiert Albert ten Brinke, geschäftsführender Gesellschafter der Ten Brinke Gruppe, für die Deutschland der der Heimatmarkt ist. Hier entwickelt Ten Brinke 85% seiner Immobilien. (Vierbuchen, Seite 18)

–        Lebensmittelhandel – Die Rückkehr in die Innenstädte: Was haben die Bewohner auf dem „platten“ Land mit den Einwohnern in den großen Städten gemeinsam? Die Antwort ist verblüffend: Die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs ist in beiden Fällen unzureichend. Kommen im ländlichen Raum laut GfK Geomarketing auf jeden Einwohner zwischen 0,24 und 0,33 qm Verkaufsfläche für Waren des täglichen Bedarfs, liegt die Zahl in den Metropolen mit über 500 000 Einwohnern mit 0,3 qm und in den übrigen Großstädten mit 0,38 qm kaum darüber. Doch die Verdichtung des Lebensmittelnetzes in den Städten ist eine Herausforderung, weiß Rewe. (Vierbuchen, Seite 21)

–        Acrest Property Group – Den Gipfel fest im Blick: Für Matthias Schmitz, geschäftsführender Gesellschafter der Acrest Property Group GmbH, sind bei der Arbeit zwei Dinge wichtig: Es muss sich um Handelsimmobilien handeln und die neue Aufgabe muss eine echte Herausforderung sein. Bei dem 2006 von Schmitz‘ Mitgesellschafter Stefan Zimmermann gegründeten Immobilienunternehmen ist der Name bereits Programm: Acrest leitet sich vom Englischen „a crest“ ab und soll symbolisieren, wo die Unternehmer mit ihrem Unternehmen hin wollen: an die „Spitze“ oder auf den „Gipfel“. (Vierbuchen, Seite 23)

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