„Der Handelsimmobilien Report Nr. 135

Der Handelsimmobilien Report Nr 135

Editorial von Ruth Vierbuchen: Das Interesse am deutschen Markt ist allenthalben groß. Markenhersteller suchen nach Flächen in Fabrikverkaufsstellen, internationale Filialisten nach Flächen in den Top-Einkaufsstraßen. Investoren nach Anlagemöglichkeiten. Hinzu kommt der Druck durch den stark wachsenden Online-Wandel. Dadurch entsteht hierzulande im Einzelhandel und bei Handelsimmobilien ein Überdruck, der auch zu ungesunden Strukturen führen kann. Die regionalen Ungleichgewichte in Euroland werden immer mehr zum Problem. (Seite 1)

  • ·Expansion in Europa – Die Bereitschaft, Risiken einzugehen, ist begrenzt: Die andauernde Euro- und Schuldenkrise rückt Deutschland in den Fokus des globalisierten Einzelhandels. Mit einem Anteil von 54% ist Deutschland europaweit der mit Abstand begehrteste Zielmarkt im Jahr 2013. (Vierbuchen, Seite 2)
  • ·E-Commerce – Modebranche recht widerstandsfähig gegen den Online-Handel: Seit 2006 hat die Dynamik des Internethandels deutlich zugenommen. Da die Frage, ob die Bestellung per Internet den stationären Handel vor Ort bedrängen wird, Einzelhandel und Immobilienbranche derzeit besonders umtreibt, ist der Immobiliendienstleister Savills der Frage nachgegangen, welche Branchen besonders von der Internet-Konkurrenz betroffen ist und welche nicht? (Vierbuchen, Seite 6)
  • ·Konsumkonjunktur – Mehr Ausgaben für Energie als für Nahrungsmittel: Der Präsident des Handelsverband HDE, Josef Sanktjohanser, spricht sich für mehr Gleichheit aus: Vor allem bei der Energiewende, die der Einzelhandel zwar begrüßt, doch sollten die Kosten fair verteilt werden. Deshalb lautet die Forderung, die Ausnahmen von der EEG-Umlage „auf den Stand von 2008 zurückzufahren und die Offshore-Umlage zu verhindern“. Die steigenden Energiekosten belasten die deutsche Wirtschaft zunehmend. (Vierbuchen, Seite 10)
  • ·Hohe Liquidität sucht hohe Renditen – Family Offices bevorzugen Fachmärkte: Im Ergebnis des Platow Forum Family Offices war auf die Crux der aktuellen Zinsentwicklung und die Konsequenzen für die Anlagestrategien von Family Offices hingewiesen worden. Das Zinsniveau ist am Boden. Damit bleibt für Neuinvestments und Re-Investitionen auslaufender Wertpapiere nur die Möglichkeit, in niedrig verzinsliche Bonds zu investieren und gleichzeitig das Risiko von Kurseinbußen bei steigenden Zinsen hinnehmen zu müssen. Family Offices suchen zunehmend aber auch andere Lösungen. (Rohmert, Seite 12)
  • ·Factory Outlet Center – Jede gute Marke arbeitet an einer Outlet-Strategie: Der Stab für das erfolgreichste Factory Outlet Center in Europa ist 2012 an die französische „La Vallée Village“ weiter gereicht worden. Im Vorjahr stand noch das Center in Roermond an der Spitze. Das britische Beicester Outlet Shopping steht in diesem Jahr auf Rang 2. Bei den erfolgreichen Outlet Malls stimmt nicht nur der Mietermix, auch das Management der Marken-Agglomerationen wird immer wichtiger. (Vierbuchen, Seite 13)
  • ·Standortanalysen – Das Risiko steckt nicht im Markt, sondern in den
    falschen Kalkulationen:
    Die Handelsimmobilie als Assetklasse hat sich seit dem Boom 2006/07 mit dem verstärkten Auftritt internationaler Spieler auf dem deutschen Markt und nach der Lehman-Pleite in der Wahrnehmung der Immobilieninvestoren stark verändert: Während der Fokus zuvor auf Büroimmobilien gerichtet war, verlagerte sich das Interesse zunehmend auf Einzelhandelsobjekte. Doch die Marktsituation von Handelsimmobilien unterscheidet sich erheblich von der der Büroobjekte. (Doplbauer, Seite 15)
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