„Der Handelsimmobilien Report“ Nr. 152

Handelsimmobilien Report Nr 152

Editorial von Ruth Vierbuchen: Mit der Insolvenz von Max Bahr stellt sich jetzt die Frage, welches Lösungspaket die 3 Insolvenzverwalter schnüren könnten. Alles könnte möglich sein. Nur an einer Konsolidierung des Marktes wird wohl ein Weg vorbei führen. (Seite 1)

–       Investmentmarkt Europa – Regionale Diversifizierung erhöht die Marktdynamik: Die lebhafte Entwicklung auf dem europäischen Investmentmarkt für Handelsimmobilien hat einen guten Grund: Der unverändert hohen Nachfrage nach Retail Assets stand im 2. Quartal 2013 auch ein hinreichend großes Angebot gegenüber. Das Transaktionsvolumen erreichte im 1. Halbjahr nach Berechnung von CBRE ein Volumen von 14,77 Mrd. Euro und lag damit um etwa 17% über dem Vorjahresniveau. (Seite 2)

–       Ikea Hamburg-Altona – Das vergessene Viertel erwacht zu neuem Leben: Auf der Ikea-Baustelle in Hamburg-Altona geht es inzwischen gut voran. Die Bauarbeiter stehen bereits im 2. Obergeschoss. Im Sommer 2014 will das Möbelhaus hier erstmals eine Filiale in zentraler Innenstadtlage eröffnen. Ein ganzer Stadtteil hofft  auf neue Impulse durch das innerstädtische Möbelhaus. Für die Schweden ist das Projekt auch ein Strategietest. (Richter, Seite 5)

–       Vermietungsmarkt –  Der Druck auf die Spitzenlagen bleibt bestehen: Mit knapp 500 abgeschlossenen Mietverträgen und einer vermittelten Fläche von 263 000 qm war der deutsche Vermietungsmarkt für Handelsimmobilien in 1A-Lagen nach Feststellung von Jones Lang Lasalle im 1. Halbjahr 2013 stabil. Im Vorjahreszeitraum lag das Volumen mit 268 000 qm nur unwesentlich höher. Allerdings mussten für dieses Ergebnis 10% mehr Mietverträge abgeschlossen werden. (Seite 8)

–       Das Interview – Bei Multi-Channel-Anbietern ist die Umsatzmiete nur schwer einschätzbar: Gespräch mit Joachim Stumpf, Geschäftsführer BBE Handelsberatung und IPH Handelsimmobilien GmbH in München über die Bedeutung des Multi-Channel-Handels für die Umsatz-Mieten und die Entwicklung auf dem Markt für Fachmarktprodukte. (Seite 9)

–       Insolvenz Max Bahr – Insolvenzverwalter für konstruktive Lösungen offen: Obwohl das Konzept der Baumarkt-Kette Max Bahr in der Heimwerker-Szene als erfolgreich gilt, konnte sich das Unternehmen dem Sog der Praktiker-Insolvenz nicht entziehen. Mit ersten Lösungsansätzen ist frühestens Anfang September zu rechnen. (Seite 12)

–       Re-Urbanisierung (III) – Münchener City als Paradies der Nahversorgung: Im Zuge der Re-Urbanisierung passen die Lebensmittelfilialisten ihre Konzepte an und drängen mit kleineren Verkaufsflächen wieder sehr stark zurück  in die Stadtteillagen und Innenstädte. Am Beispiel von München lässt sich nachweisen, dass dadurch  die Versorgung der Stadtbewohner mit Lebensmitteln in der City stark verbessert wurde. Heute ist Altstadt-Lehel der Münchener Stadtbezirk, der am besten mit Lebensmitteln versorgt ist. (Wotruba, Seite 14)

–        Zensus 2011 – In den Metropolen fallen die Korrekturen größer aus: Lange Zeit waren die Verantwortlichen davon ausgegangen, dass in Deutschland fast 82 Mio. Menschen leben. Der Zensus 2011 ergab indessen, dass rund 1,5 Millionen oder 1,85% weniger Menschen in Deutschland leben. GfK GeoMarketing hat die Einwohnerzahlen nun einer Geoanalyse unterzogen und dabei festgestellt, dass die korrigierten Einwohnerzahlen in Metropolen stärker hinter den bisherigen Zahlen zurückbleiben als die Zahlen für das angrenzende Umfeld. (Seite 15)

–       Metro Group – Immobilienverkäufe sollen das Geschäft stabilisieren: Die Düsseldorfer Metro Group ist auf ihrem Weg der Konsolidierung ein Stück vorangekommen. So konnte das Unternehmen das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im 1. Halbjahr auf 364 Mio. Euro erhöhen – nach 63 Mio. Euro im 1.  Halbjahr 2012. In diesen Zahlen sind jedoch auch Sonderfaktoren wie der Verkauf von Real Osteuropa an die französische Auchan mit 74 Mio. Euro enthalten. Gleichzeitig musste Metro als Vermieter einiger Praktiker-Baumärkte mit Blick auf die Insolvenz der ehemaligen Tochter Rückstellungen bilden. (Seite 16)

–       Shopping-Tourismus Köln – Für Stadtbesucher steht Einkaufen ganz oben auf der Liste: Seit darüber spekuliert wird, wie viel Einzelhandelsumsatz künftig aus den realen Geschäften in die virtuelle Welt des Internets abwandern wird, lohnt es sich der Frage nachzugehen: Warum gehen Menschen heute eigentlich noch in die Innenstadt? Denn dass in den Einkaufsmeilen der großen Städte vor allem am Samstag viel Betrieb ist, kann jeder selbst beobachten. In einer Benchmark-Analyse hat die Cima in den 5 großen Shopping-Metropolen Hamburg, Düsseldorf, Berlin, München und Köln nachgefragt, warum die Passanten die City besuchen? Die Antworten fielen  eindeutig aus. (Seite 18)