Der Handelsimmobilien Report Nr 166

  • Der Handelsimmobilien Report Nr 166
  • ·         Editorial von Ruth Vierbuchen: Während in Großbritannien Städte und Entwickler bei Stadtquartieren oft von Anfang an zusammen arbeiten, ist das Verhältnis von Politik, Einzelhandel und Entwickler hierzulande von Misstrauen geprägt. Doch mit Blick auf den Strukturwandel durch den Online-Handel, der vor allem die Mittel- und Kleinstädte unter Druck setzt, muss die deutsche Politik ihr Planungsrecht und ihre Stadtentwicklungspolitik auf den Prüfstand stellen. Es ist höchste Zeit. (Seite 1)
  • ·         Handelsimmobilien-Gipfel –  Noch viel Potenzial jenseits des „Core“-Segments: In einem sind sich die Experten einig. Das Interesse der Investoren an deutschen Handelsimmobilien wird nicht erlahmen. Auch das Interesse nationaler wie internationaler Händler an der Expansion in Deutschland hält an. Zusammen mit den im europäischen Vergleich günstigen wirtschaftlichen Bedingungen für den Einzelhandel schafft das gute Voraussetzungen für Investments in Retail Assets. Die Fixierung auf Core-Immobilien in den Top-Lagen der Großstädte als Reaktion auf die  Übertreibungen in der Boomphase  begrenzt  jedoch das Angebot. Doch die Experten sehen Alternativen. (Seite 2)
  • ·         Lebensmittelhandel per Maus-Klick – Der Erfolg entscheidet sich an der Wirtschaftlichkeit: Mit dem Online-Handel hat Amazon den Büchermarkt weltweit aufgemischt und in der Branche einen gravierenden Strukturwandel angestoßen. Nun will der US-Konzern auch Milch, Butter und Eier „per Maus-Klick“ verkaufen. Doch wie stehen die Chancen in diesem Geschäft mit empfindlichen Lebensmitteln? (Weber, Seite 6)
  • ·         Stadtentwicklung und Warenhäuser – Zwischen Zukunftssicherung und Nachnutzung: „Aus jedem Ende kann auch wieder ein guter Anfang werden.“ Auf diese kurze Formel lässt sich die aktuelle Diskussion über das Thema „Warenhäuser“ aus immobilienwirtschaftlicher Sicht bringen. Die Liquidation von Hertie mit den gravierenden Folgen für die betroffenen Städte und die fortwährenden Diskussionen über die schwierige Lage bei Karstadt, lassen viele Entwickler und Investoren darüber nachdenken, welche Chancen die Vertriebsform Warenhaus noch hat und welche Nachnutzung sich anbietet? Denn mit ihren innerstädtischen Standorten haben die Großimmobilien einen beachtlichen Wert und immense städtebauliche Bedeutung. (Seite 9)
  • ·         Stadtreport Rüsselsheim – Im Einzelhandel ist noch viel Luft nach oben: Das Urteil der Experten über den Einzelhandelsstandort Rüsselsheim ist eindeutig: Für eine Stadt dieser Größenordnung – sie hat etwa 62 000 Einwohner – sei das Angebot viel zu dürftig. Die Fundamentaldaten belegen das: Die Zentralitätskennziffer liegt laut GfK Geomarketing bei einem mageren Wert von 66,3, woraus deutlich wird, dass die Rüsselsheimer einen wesentlichen Teil ihres verfügbaren Einkommens in anderen Städten ausgeben. Dabei zeigt die Einzelhandelskaufkraft von 102,7 oder 5 648 Euro pro Kopf, dass die Rüsselsheimer damit über dem Bundesdurchschnitt liegen. (Seite, 12)
  • ·         EuroShop Abschluss – Hohe Investitionsbereitschaft im Einzelhandel: Hans Werner Reinhard, Stellvertretender Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, kann für die EuroShop 2014 eine positive Bilanz ziehen: Die große Zahl von 109 000 Besuchern, zwei Drittel davon aus 110 Ländern, und das Gros (73%) Führungskräfte, sind ein Hinweis auf die Bereitschaft im Handel, sich den neuen Herausforderungen zu stellen. In diesem Jahr seien besonders viele Architekten aus dem In- und Ausland unter den Besuchern gewesen. Insgesamt registrierte die Messe Düsseldorf eine hohe Investitionsbereitschaft. (Seite 15)
  • ·         Stadt-Quartier im Online-Zeitalter – Ohne Stadtwende ist die Handelswende nicht möglich: Jammern hilft nichts: Die digitale Technologie wird einen Tsunami des Wandels im Einzelhandel auslösen. Nach der Herrschaft der Mechanisierung, die im 19. Jahrhundert Warenhaus und Filialsystem hervorgebracht hat und der Herrschaft der Motorisierung mit der Etablierung des Shopping-Centers, wird nun die „Herrschaft der Medialisierung“ die Handelskultur im 21. Jahrhundert radikal modernisieren. (Prof. Christ, Seite 16)
  • ·         Mipim Awards 2014 – Düsseldorf tritt gegen London und Paris an: Für die Landeshauptstadt Düsseldorf ist die Mipim 2014 ein besonderes Event, seit das innerstädtische Entwicklungsprojekt Kö-Bogen, das Einzelhandels- und Büroflächen bietet, für den Mipim Award 2014 nominiert ist. Legt man die Regeln über die Oscars in der Filmbranche zugrunde, dann zählt ja bereits die Nominierung, ungeachtet der Frage, ob das Projekt am Ende zu den Preisträgern gehört. Die Landeshauptstadt Düsseldorf hält sich zugute, dass das innerstädtische Geschäftshaus, das nach den Plänen von Daniel Liebeskind gebaut wurde, als einziges deutsches Objekt in der Kategorie „Best Urban Regeneration Project“ nominiert wurde. (Seite 19)
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