„Der Handelsimmobilien Report“ Nr. 266

Der Handelsimmobilien Report Nr 266

  • Editorial von Ruth Vierbuchen: In gewisser Weise hat die Digitalisierung auch ihre guten Seiten, fördert sie durch den Wettbewerbsdruck doch Probleme zutage, vor denen so mancher zu lange die Augen verschlossen hat. Den Abschmelzungsprozess im Facheinzelhandel gibt es schon lange, doch erst seit viele Filialisten ihre Strategie mit Blick auf eine Multichannel-Strategie überdenken müssen und die Expansion jenseits der A-Städte reduzieren, fällt den Verantwortlichen in Städten und Gemeinden auf, dass weniger Händler kommen und bestehende schließen. Eine gute Stadtentwicklung als Gegenmaßnahme muss aber mehr sein, als nur Verbote für den Grüne-Wiese-Handel. (Seite 1)

 

  • Nahversorger im Fokus – Echte Profiteure der Digitalisierung: Im Nonfood-Handel gelingt es den Pure Playern des Internets immer mehr, Fuß zu fassen. Die Hürden im Lebensmittelhandel sind dagegen offenbar deutlich höher, als selbst der Internet-Gigant Amazon erwartet hatte. Bislang ist es den stationären Lebensmittelhändlern gut gelungen, ihren Markt zu verteidigen und weiter zu wachsen. Das erkennen auch immer mehr Investoren. (Seite 2)

 

  • Stadtentwicklung und Versorgungskauf – Auf das gesamtstädtische Konzept kommt es an: Seit mit der Leipzig Charta vor elf Jahren die Grundlage für eine neue Stadtpolitik in Europa geschaffen wurde, wird darüber diskutiert, wie die ideale europäische Stadt mit Zukunft aussieht. Sie soll die Menschen glücklich machen, wieder eine lebendige Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Kunst sowie Kultur bieten und ein Ort der Begegnung sein. Experten schildern städtebaulich gut umrahmte Plätze mit attraktiven Geschäften und Cafés im Erdgeschoss – so, wie man sie in gut erhaltenen Ortskernen alter Städte findet. Doch dieses Konzept offenbart auch Lücken. (Seite 6)

 

  • Redevco Services Deutschland GmbH – Mischquartiere als Beitrag zur Stadtentwicklung: Die Redevco Services Deutschland GmbH hat mit dem Erwerb eines prominenten Geschäftshauses in der Berliner Tauentzienstraße / Ecke Marburger Straße im vergangenen Jahr Zeichen gesetzt. Mit Blick auf das Thema Stadtentwicklung will das Unternehmen Quartiere mit lebendigem Branchenmix aus Handel, Gastronomie für die Aufenthaltsqualität und innovativen Newcomern für die Abwechslung und sogar Wohnen entwickeln. (Seite 10)

 

  • Galeria Kaufhof bleibt in kanadischer Hand – Marktanpassung durch personelle Einschnitte: Die oft beschworene Deutsche Warenhaus AG aus Kaufhof und Karstadt kommt nicht zustande – wieder einmal. Die Signa-Holding des österreichischen Immobilieninvestors und Karstadt-Eigentümers René Benko ist zum wiederholten Mal mit dem Versuch gescheitert, die Kölner Warenhauskette Kaufhof zu übernehmen. (Scharrenbroch, Seite 14)

 

  • Frühjahrsgutachten der Immobilienweisen – Wende bei Wohnen – Mehr Erlebnis im Handel: Für die deutschen Immobilienmärkte zieht Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses ZIA, eine positive Bilanz. Trotz der großen Herausforderungen wie der starke Bevölkerungszuwachs in den Groß- und Universitätsstädten, das anhaltend niedrige Zinsniveau und die politische Instabilität in Deutschland seien die Märkte stabil. Gleichzeitig sind in einigen angespannten Wohnimmobilienmärkten Zeichen der Entspannung zu erkennen. (Seite 16)

 

  • Bevölkerungsstruktur – Haushalte mit Kindern bevorzugen das Land: Stadtplaner wollen heute wieder die durchmischte Stadt. Erklärtes Ziel ist es, alle Bevölkerungsgruppen in einem Stadtgebiet zu vereinen: Alt und Jung, Familien mit und ohne Kinder sowie Single-Haushalte. Das ist die Idealvorstellung, doch der Blick auf die Verteilung der Bevölkerung auf Stadt und Land sowie auf die einzelnen Städte zeigt hierzulande ein anderes Muster. (Seite 18)

 

  • Teure Retouren – Vor allem bei Bekleidung ist die Quote hoch: Die dynamischen Wachstumsraten im Online-Handel haben den stationären Einzelhandel zweifellos tief beeindruckt und manchen Konkurrenten auch, zumindest phasenweise, in die Verlustzone rutschen lassen. Doch auch die virtuellen Einzelhändler haben ihre Achillesferse: Die teuren Retouren, die am Ende auch darüber entscheiden können, ob einem „Pure Player“ nachhaltig der Sprung in die Gewinnzone gelingt. Laut EHI Retail Institute in Köln liegen die Durchschnittskosten für die Bearbeitung einer Rücksendung bei 10 Euro.

 

  • Vermietungsmarkt Lebensmittel – Neuanmietungen in zehn Jahren versechsfacht: Der Online-Handel mit Lebensmitteln ist laut Handelsverband Deutschland (HDE) seit 2015 mit jährlichen Raten von 21% gewachsen. Allerdings lag der Online-Anteil am gesamten Umsatz mit Lebensmitteln danach immer noch bei nur 1,2%. Gleichzeitig zeigt der Blick auf den Vermietungsmarkt, dass Deutschlands Lebensmittelhändler ihr Gewicht im stationären Bereich ausgeweitet haben. (Seite 21)

 

  • WISAG Facility Service Holding GmbH – Mehr Aufklärung beim nachhaltigen Gebäudebetrieb: Ob Logistik, Büro oder Shopping-Center: In jeder Asset-Klasse bewegen unterschiedliche Motive die Verantwortlichen zum nachhaltigen Gebäudebetrieb. Das größte Hindernis, diesen auch auszuschreiben, sehen die Vertreter aller Immobilienarten darin begründet, dass es allgemein anerkannten Standards an konkreten Umsetzungsvorschlägen mangelt. Schreiben Unternehmen grüne Facility Services aus, orientieren sie sich am liebsten am eigenen Unternehmensstandard und folgen dabei selten einem nachhaltigen Gesamtkonzept. Dies sind wesentliche Erkenntnisse des Nachhaltigkeitsradars 2017, den die WISAG Facility Service Holding GmbH jüngst vorgelegt hat. (Seite 23)
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