Der Handelsimmobilien Report“ Nr. 272

Der Handelsimmobilien Report Nr 272

 

·         Editorial von Ruth Vierbuchen: Reden wir einmal über das Thema „Mieten“. Schon seit geraumer Zeit beobachten die Immobiliendienstleister, dass in vielen bedeutenden deutschen Innenstädten die Mieten im besten Fall stagnieren und im schlechtesten Fall zurückgehen. Abgesehen davon, dass nach fast zehn Jahren Boom auf dem hiesigen Handelsimmobilienmarkt auch die Mieten nicht in den Himmel wachsen können, begrenzt die Notwendigkeit, im Zeitalter der Digitalisierung neben dem Geschäft auch noch in irgendeiner Form mit einer schlüssigen Strategie im Internet präsent sein zu müssen, die Mittel für die Flächenexpansion. (Seite 1)

·         Retailer Meeting – Der Handel muss sich einfach neu erfinden: Im Einzelhandel liegen Licht und Schatten heute sehr dicht beieinander. Dass es möglich ist, mit innovativen Ideen, Trading-up und höheren Preisen zu wachsen, zeigt der Lebensmittelhandel seit Jahren eindrücklich. Wer im Internet-Zeitalter bestehen will, muss dem Kunden einen Anreiz bieten, damit er angesichts seines knappen Zeit-Budgets auch heute noch in den Laden kommt. (Seite 2)

·         Real-Estate-Asset-Management-Studie 2018 – Nachgebende Mieten lassen Renditen steigen: Der Strukturwandel hat viele Einzelhandelsunternehmen veranlasst, ihre Expansionspläne und die Mietvertragslaufzeiten zu überdenken, was bei der Entwicklung der Mieten bereits sichtbar wird. In der zweiten Jahreshälfte 2017 gaben die Spitzenmieten in den deutschen Top 10 Städten laut JLL im Schnitt um 1% nach, in den 185 bedeutendsten Städten um 2,6%. Und auch bei Shopping-Centern ist das Vermietungsgeschäft schwieriger geworden. Die Kehrseite der Medaille: Ein Ende des Preisanstiegs auf breiter Front in einigen Segmenten und wieder steigende Renditen. (Seite 6)

·         Omnichannel Readiness Index ORIX – Was Kunden von „Omnichannel“ erwarten: Für das Gros der stationären Einzelhändler ist inzwischen klar, dass sie mit ihren Angeboten auch im Internet präsent sein müssen, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen. Dabei ist eine Antwort auf die Frage, was die Kunden von einer Omnichannel-Strategie – der nahtlosen Verknüpfung von Offline- und Online-Verkauf – erwarten, für die Strategie von elementarer Bedeutung. Die WISAG Facility Service Holding GmbH hat gemeinsam mit Statista im Rahmen einer repräsentativen Befragung von 2 000 Personen untersucht, was Kunden wünschen. (Seite 9)

·         Einzelhandel Europa – Stationäre Präsenz begünstigt Online-Umsatz: Während die Europäische Zentralbank mit ihrer lockeren Geldpolitik immer noch im Krisen-Modus operiert, zeigt der stationäre Handel europaweit eine positive Entwicklung. Nach der jüngsten Studie „Einzelhandel Europa“ aus dem Bereich Geomarketing der GfK konnten 2017 alle Länder vom Wirtschaftswachstum profitieren und auch für das laufende Jahr stehen die Zeichen im Einzelhandel auf Wachstum. (Seite 12)

·         Deutsches Shopping Center Forum – Der weite Weg zur Omnichannel-Strategie: Dynamisch steigende Online-Umsätze, sinkende Frequenz in den Einkaufsstraßen, Leerstand hier und da sowie ein wachsendes Aufkommen von Kurier-, Express- und Paket-Diensten (KEP) in den urbanen Lagen und Wohngebieten sind klare Zeichen: Letztlich ist die Einzelhandelswelt nicht mehr so, wie sie mal war, beschreibt Olaf Petersen, Geschäftsführer Comfort Hamburg beim 5. Deutschen Shopping Center Forum (DSCF) in Düsseldorf den Status quo. (Seite 15)

·         Standorte der Zukunft im Internet-Zeitalter – Der stationäre Handel hat viele Möglichkeiten: Der Einzelhandel war schon immer ein Spiegelbild des gesellschaftlichen Wandels. Als im vorletzten Jahrhundert die ersten filialisierten Supermärkte entstanden, galten sie als Totengräber der selbstständigen Lebensmittelhändler und klassischen Wochenmärkte. Fast zur gleichen Zeit setzten die neuen Warenhäuser – für damalige Verhältnisse regelrechte „Konsumtempel“ – kleinen Kaufleuten in den Einkaufsstraßen zu. Die Folgen dieser Disruption prägen die Einzelhandelsstrukturen unserer Städte bis heute – zumindest noch. (Wotruba, Seite 19)

·         Neuentwicklungen – ECE will in Budapest neue Maßstäbe setzen: Bei seinem neuen Shopping-Center-Projekt auf dem Gelände einer ehemaligen Textilfabrik im Nordwesten von Budapest, im Bezirk Óbuda, will der Hamburger Center-Spezialist keinesfalls kleckern. Vielmehr will der Entwickler seine jahrzehntelange Erfahrung in Europa einbringen und das moderne Projekt nach seinen aktuellsten Erkenntnissen entwickeln. (Seite 21)

·         Sonae Sierra – Pipeline gut gefüllt – Weiteres Projekt in Italien: Der Shopping-Center-Spezialist Sonae Sierra ist gut ins Jahr 2018 gestartet. Nach den Worten von CEO Fernando Guedes de Oliveira hat sich die Erholungstendenz in den ersten drei Monaten vor allem in Europa, wo das Unternehmen eine sehr positive Entwicklung verzeichnet hat, bestätigt: Zudem wurde die Entwicklungs-Pipeline durch ein Joint-Venture-Abkommen für ein Projekt in Parma in Italien erweitert und das Dienstleistungsgeschäft weiter ausgebaut. (Seite 22)

·         Metro AG – Russlandgeschäft wirft einen langen Schatten: Ein unerwartet schwaches Geschäft in Russland und negative Wechselkurseffekte haben den Optimismus des Metro-Vorstands für das Gesamtjahr 2017/18, das am 30. September endet, gedämpft. Das kräftig wachsende Belieferungsgeschäft bei Cash & Carry und das deutliche Umsatzwachstum bei Real im 2. Quartal, nachdem das Ostergeschäft in diesem Jahr in den März gefallen ist, konnten den Abwärtstrend im Osten und die Währungsschwäche in Russland, der Türkei und China nicht ausgleichen. (Seite 24)

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