Der Handelsimmobilien Report Nr. 279

Der Handelsimmobilien Report Nr 279

  • Editorial von Ruth Vierbuchen: Im Oktober 2019 endet die Amtszeit von EZB-Präsident Mario Draghi und es dürfte in Deutschland nicht wenige geben, die diesen Tag herbeisehnen. Die ultralockere Geldpolitik mit massiven Anleihe-Käufen hat hierzulande breite Bevölkerungsschichten getroffen, vom Sparer über den Rentner bis hin zum Mieter, der darunter leidet, dass die Überhitzung in den Wohnimmobilienmärkten der großen Städte zu stetig steigenden Mieten führt. Von den Verwerfungen im Finanzsektor ganz zu schweigen. Lange vor dem Tag, an dem der Posten des Präsidenten im EZB-Tower neu besetzt wird, gewinnt die Diskussion über diese Personalie an Fahrt, weil kolportiert wird, Bundeskanzlerin Angela Merkel strebe eher danach, 2019 den frei werdenden Posten des Präsidenten der EU-Kommission mit einem/einer deutschen Politiker/in zu besetzen und dafür auf den Posten des EZB-Präsidenten zu verzichten. (Seite 1)
  • Investmentmarkt Europa – Die Anleger nehmen den Fuß vom Gas: Ein Transaktionsvolumen von 9,9 Mrd. Euro im zweiten Quartal 2018 auf dem europäischen Markt für Handelsimmobilien bedeutete gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres nach Feststellung des Immobiliendienstleister JLL ein Minus von 19%. Nach dem etwas höheren Volumen im ersten Quartal summiert sich das Transaktionsvolumen im ersten Halbjahr damit auf etwa 21 Mrd. Euro. Im Jahresvergleich vermindert sich der Rückgang damit auf 7% . (Seite 2)
  • Das Interview – Mischobjekte könnten neue Asset-Klasse werden: Gespräch mit Thilo Wagner, Managing Director Investment Germany, und Stephan Austrup, Head of Retail Germany, bei TH Real Estate über die künftige Unternehmensstrategie, die Entwicklung des Handelsimmobilienmarkts, die Qualität von Retail Assets, das Thema Revitalisierung und die Bedeutung von Stadtentwicklungsprojekten. (Seite 6)
  • Textileinzelhandel: Wege aus dem Stillstand – Selbst der Online-Handel bietet Anregungen: Geht man durch die Fußgängerzonen deutscher Städte, dann sieht man in den Mode-Läden seit 30 Jahren die gleichen Warenträger: Runde oder lange Kleiderständer mit Ware, teils sortiert, teils unsortiert. Zwar hat sich die Einrichtung verändert, die Warenpräsentation dagegen kaum. (Klaußner, Seite 10)
  • GRR Group – Historischer Groß-Deal begründet Fonds No 3: Die Nürnberger GRR Group startet ihren dritten Fonds mit einem Paukenschlag respektive mit der größten Transaktion ihrer Unternehmensgeschichte. 150 Mio. Euro investiert das Unternehmen in ein Portfolio aus 42 Lebensmittelmärkten und Discountern mit Wertsteigerungspotenzial in neun deutschen Bundesländern. Verkäufer ist ein institutioneller Spezial-AIF von Universal-Investment (Seite 12)
  • Ratisbona Handelsimmobilien – Die Projekt-Pipeline ist gut gefüllt: In kurzer Taktung hat der Regensburger Investor und Projektentwickler Ratisbona Handelsimmobilien in diesem Jahr bereits eine ganze Reihe neuer Lebensmittel-Märkte eröffnet, zuletzt einen Netto-Markt in Rothenburg ob der Tauber, der am selben Standort einen unmodernen Markt ersetzt. Wie das Unternehmen nun mit Blick auf seine Projektpipeline mitteilte, befinden sich deutschlandweit derzeit über 30 neue Lebensmittelmärkte, Nahversorgungs- und Fachmarktzentren im Bau oder werden gerade revitalisiert.
  • Einzelhandelsstandort München – Die geballte Konzentration auf die City macht’s: Wenn es um die höchste Miete für kleinteilige innerstädtische Verkaufsflächen in Deutschland geht oder die niedrigste Verfügbarkeitsquote – also den geringsten Leerstand – dann findet sich München hierzulande immer auf Platz eins. Selbst wenn Berlin in punkto Spitzenmiete aufschließen konnte und mehr Touristen begrüßt, bleibt München zweifellos immer noch Deutschlands führender Einzelhandelsstandort. (Seite 16)
  • Frequenzzählung – Auch kleinere Städte können ganz gut mithalten: Während JLL – etwas früher im Jahr – 14 390 Besucher erfasste, die in der fraglichen Stunde an den Zählern auf der Frankfurter Zeil, zwischen Hauptwache und Konstablerwache, vorbeikamen, zählte BNP Paribas Real Estate – am 9. Juni 2018 – 12 900 Passanten in der Kaufingerstraße in München, was bei dieser Zählung Platz eins war. JLL hatte die Kaufinger Straße mit damals allerdings 14 155 gezählten Passanten nur auf dem zweiten Platz hinter der Zeil geführt. (Seite 19)
  • Bau- und Heimwerkermärkte – Die Online-Konkurrenz wächst spürbar: Bücher, Tonträger, Elektroartikel, Bekleidung und Schuhe: Der Anteil der online verkauften Ware steigt in den Branchen immer weiter. Wie groß der Online-Markt in den jeweiligen Branchen am Ende ist, wird sich noch zeigen müssen. Langsam aber stetig fasst der Online-Handel auch in der Do-it-yourself-Branche Fuß, wie der neue „Branchenreport Onlinehandel im DIY-Markt“ von IFH Köln und Klaus Peter Teipel Research & Consulting nun aufzeigt. (Seite 21)

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