Der Handelsimmobilien Report Nr. 288

22.Januar 2019   

Der Handelsimmobilien Report Nr 288

  • Editorial von Ruth Vierbuchen: Der Start ins Immobilienjahr 2019 ist ruhig verlaufen. Doch ist – anders als etwa 2018 oder 2017 – deutlicher spürbar, dass sich die Branche auf einen Wandel einstellt. Eine wichtige Zäsur bildete zweifellos die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), das Anleihe-Kaufprogramm nach dem 31. Dezember 2018 zu beenden, auch wenn die Notenbank fällig werdende Staatsanleihen immer wieder ersetzen wird. Hinzu kommen die Anhebung der Leitzinsen durch die US-Notenbank und die Korrekturen an den Aktienmärkten. (Seite 1)
  • Investmentmarkt Deutschland – Noch keine Anzeichen für Erosionsprozesse: Der deutsche Investmentmarkt für Retail Assets zeigt ein gegensätzliches Bild: Einerseits hat der Markt nach einer seit 2010 währenden Boom-Phase den Peak sicherlich überschritten. Andererseits ist das Potenzial in der Branche mit Blick auf die Themen Stadtentwicklung, Aufenthaltsqualität in City und Einzelhandelsläden als Offensive gegen die Online-Konkurrenz sehr groß. Zumal auch der Revitalisierungsbedarf mit den wachsenden Ansprüchen steigt. Dass der Druck in der Branche zuletzt etwas nachgelassen hat, könnte für die Spezialisten in diesem Segment von Vorteil sein. (Seite 2)
  • Investitionsklima – Investoren blicken verhalten auf das Jahr 2019: Die 150 für die jüngste Investitionsklima-Studie von Union Investment befragten Investoren aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien gehen mit eher „verhaltenen Erwartungen“ in das Immobilienjahr 2019. Immerhin 41% der Befragten rechnen mit einer Verschlechterung des Investitionsklimas in Europa. Die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung sind demnach gesunken. Mit einer Verbesserung des Klimas rechnen 22%. In diesem Umfeld erhält Deutschland als Investmentziel von 31% der Befragten in Europa den stärksten Zuspruch. (Seite 6)
  • Das Interview: „Wir wollen zur Destination Nummer eins im Ruhrgebiet werden“: Gespräch mit Christine Hager, Managing Director/Head of Shopping Center Asset Management bei Redos Real Estate über das Revitalisierungsprojekt „Rhein-Ruhr Zentrum“, Omnichannel-fähige Mieter, die Shopping-Center-Generation 4.0, die Strategie von Redos und die Perspektiven auf dem Handelsimmobilienmarkt. (Seite 8)
  • Erwartungen an das Jahr 2019 – Etwas getrübt, aber bisher keine Krise in Sicht: In den vergangenen Wochen zogen viele Molltöne durch die Wirtschaftsgazetten: Beide Komponenten des Ifo-Geschäftsklimaindex sind im Dezember zum vierten Mal in Folge gesunken; die US-Notenbank hat zum vierten Mal die Zinsen erhöht; die chinesische Wirtschaft expandierte im dritten Quartal 2018 mit „nur“ 6,5% und damit so langsam wie zuletzt Anfang 2009. (Prof. Just, Seite 12)
  • Mieten im Internet-Zeitalter – Entscheidend ist letztlich der Erfolg des Mieters: Mieterhöhungen stoßen bei deutschen Handelsimmobilien an ihre Grenzen und langfristige Mietvertragslaufzeiten sind nicht mehr die Regel. So sind in Branchen wie dem Modehandel, der nach der Finanzmarktkrise zum Teil stark expandiert hatte, kürzere Laufzeiten und Sonderkündigungsrechte ein Thema. Auch die bei Vermietern beliebte  Umsatzmiete steht mit dem wachsenden Multi-Channel-Handel auf dem Prüfstand. (Seite 15)
  • Ratisbona Handelsimmobilien – Nahversorger für funktionierende Wohngebiete: Der Regensburger Projektentwickler Ratisbona Handelsimmobilien kann für das vierte Quartal des alten Jahres eine positive Bilanz ziehen. Insgesamt kamen in dieser Zeit 18 Lebensmittelmärkte und Nahversorgungszentren mit 31 000 qm neu auf den Markt. Bei zwölf Objekten handelte es sich um Neubauten und bei sechs um Revitalisierungen. Zu den Mietern der 27 Mieteinheiten gehören Netto mit 13 Märkten sowie Edeka, Rewe, Rossmann, Lidl, Kik und DHL. (Seite 18)
  • Bundeskartellamt – Wettbewerbsbehörde nimmt Amazon ins Visier: Während vor allem die verschiedenen Branchen des Nonfood-Handels auf die wachsende Online-Konkurrenz in ihren Segmenten schauen, hat sich das Bundeskartellamt im Vorjahr auf der Grundlage seiner neuen Kompetenzen im Verbraucherschutz auch mit den Defiziten bei Online-Vergleichsportalen befasst. In diesem Kontext hat die Behörde im November 2018 ein Verfahren gegen den US-Internet-Giganten Amazon eingeleitet. Und auch die EU Kommission prüft. (Seite 19)
  • BBE Handelsberatung/IPH Handelsimmobilien – Verbund baut seine Geschäftsgrundlage aus: Für das Jahr 2018 kann der gemeinsame Firmenverbund aus BBE Handelsberatung, IPH-Handelsimmobilien und Elaboratum New Commerce Consulting mit Hauptsitz in München nach den Worten von Geschäftsführer Joachim Stumpf eine überaus positive Bilanz ziehen: Der Gesamtumsatz erhöhte sich im Jahresvergleich um 10% auf etwa 21 Mio. Euro, die Zahl der Mitarbeiter stieg von 156 auf 165 und die der deutschlandweiten Standorte von sechs auf acht. (Seite 20)
  • Die größten Online-Shops – Konzentration auf die großen Spieler nimmt zu: Der deutsche Online-Handel wächst weiter, allerdings mit geringeren Raten. Legte der Umsatz der 1 000 Online-Shops 2016 noch um 11,4% auf 39,6 Mrd. Euro zu, lag das Wachstum 2017 noch bei 8,1% auf 42,8 Mrd. Euro, wie das EHI Retail Institute in seiner Studie mit Statista über den „ECommerce-Markt Deutschland 2018“ berichtet. Der Blick auf die Top 1 000 Online-Shops zeigt aber auch, dass die Großen deutlich stärker wachsen als die kleineren Online-Anbieter. (Seite 22)

 

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