Der Handelsimmobilien Report Nr. 309

3.Dezember 2019   

Der Handelsimmobilien Report Nr 309

  • Editorial von Ruth Vierbuchen: Der Stabwechsel an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) ist vollzogen, doch seit Christine Lagarde Anfang November gleichzeitig mit der Wiederaufnahme der Anleihe-Käufe die Leitung der Notenbank übernommen hat, ist offiziell noch nichts über den weiteren Kurs zu hören. Die jüngste Sitzung des EZB-Rats im November nutzten EZB-Präsidentin und Ratsmitglieder, wie in der Presse zu lesen war, zum Gedankenaustausch, auch mit Vorstandschefs großer Unternehmen, die sich über die Negativzinsen beklagten. (Seite 1)
  • 11. Deutscher Fachmarktimmobilien-Kongress – Es gibt einen großen Innovationsdruck im Markt: Deutsche Fachmarkt-Immobilien sind bei Investoren sehr beliebt, aber auch der Veränderungsdruck in der Branche wurde beim Fachmarktimmobilien-Kongress in Düsseldorf diskutiert. Hoffnung herrscht in der Branche, dass mit dem Visser/Appingedam-Urteil des Europäischen Gerichtshofs die verkrusteten Strukturen des deutschen Planungsrechts aufgebrochen werden können. (Seite 2)
  • 25. Mapic in Cannes – 08/15 funktioniert bei Retail Assets nicht mehr: Unter den 8 200 Teilnehmern aus 80 Ländern, die 2019 vom 13. bis 15. November den Weg zur 25. Mapic, dem International Retail Property Market in Cannes, gefunden haben, waren nach Angaben des Veranstalters Reed Midem etwa 2 000 Einzelhändler, 2 200 Entwickler und 1 300 Investoren. Das Wetter über dem Palais des Festivals an der Croisette zeigte sich unentschlossen, ab und zu gab es dunkle Wolken und am zweiten Tag sogar ein ordentliches Gewitter. (Seite 6)
  • Das Interview – Lange Laufzeiten bei Nahversorgern Normalität: Gespräch mit Manuel Jahn, Head of Business Development bei Habona Invest, über die Akquisition von Nahversorgungs-Portfolien, die Anlage von Kleinsparern in Supermärkte und Discounter, offene Publikumsfonds, die Rolle institutioneller Investoren und die erfolgreiche Akquisition in Zeiten steigender Kaufpreise. (Seite 10)
  • EuGH-Urteil Visser/Appingedam – Gibt es künftig nur noch ein Baurecht auf Zeit?: Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) aus dem Jahr 2018 im niederländischen Fall „Visser/Appingedam“ ist für die restriktive deutsche Planungspraxis und die planerische Steuerung des Einzelhandel zweifellos eine Zäsur. Deshalb befasste sich auch der After Work Talk mit dem Titel „Kommunale Steuerung des Einzelhandels unter der Europäischen Dienstleistungsrichtlinie“ von Lademann & Partner sowie der Kanzlei GSK Stockmann im Main Building in Frankfurt mit den Folgen der Entscheidung.
  • Sonae Sierra: Die Multifunktionalität der neuen Foodhalls: Die Zukunft des Einzelhandels lässt sich in einem Wort zusammenfassen: „Erlebnis“. Während die Umsätze des eCommerce weiter steigen, verlangen die Kunden zunehmend nach realen, einzigartigen Erlebnissen. 78% der Millennials würden laut Marktforschungsergebnissen lieber Geld für ein Erlebnis oder eine Veranstaltung ausgeben, als ein bestimmtes Produkt zu erwerben. (Horeis, Seite 16)
  • Deutsche Euro Shop AG – Der Vermietungsmarkt bleibt anspruchsvoll: Die Abstinenz der Deutschen Euro Shop in punkto Akquisitionen findet auch in den Zahlen für die ersten neun Monate des Jahres 2019 ihren Niederschlag, bei Umsatz, beim Nettobetriebsergebnis (NOI) und beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit). Die Zahlen zeigen gemessen am Vorjahr einen stabilen Trend und liegen nach Unternehmensangaben „im Rahmen der Planungen“. Gleichzeitig erwartet das Unternehmen für 2020 Erträge aus der Auflösung von Steuerrückstellungen. (Seite 18)
  • German Council of Shopping Center – Der Verband will seinen Radius erweitern: Seit September vergangenen Jahres steht Christine Hager, Managing Director und Head of Shopping Center Asset Management bei der Redos Invest Management GmbH, an der Vorstandsspitze des German Council of Shopping Centers (GCSC) – als Nachfolgerin von Klaus Striebich, der den Vorsitz turnusgemäß abgegeben hat. Das Umfeld, in dem sie die Aufgabe im Verband übernommen hat, beschrieb sie in einem frühere Interview mit dem Handelsimmobilien Report so: „Wir erleben gerade die größte Transformation, die es im Einzelhandel je gab.“
  • Four Parx – Trimodal gegen den Klimawandel: Auch im Logistiksektor ist der Klimawandel längst angekommen. Logistiklösungen werden immer öfter auf ihre ökologische Nachhaltigkeit hin überprüft, die Nachfrage nach „grünen Logistikprodukten“ nimmt zu. Die Binnenschifffahrt birgt als alternativer Transportweg ein enormes Potential zur Einsparung klimaschädlicher Treibhausgase. Mit der Entwicklung eines modernen Logistikzentrums im Mainzer Hafen mit Hafenbahn und eigener Schiffsentladestelle setzt der Projektentwickler Four Parx ein Zeichen in Richtung klimaschonender Logistik. (Seite 21)
  • Neue Urbanität – Bau einer funktionalen, lebendigen Innenstadt: In vielen Mittel- und Kleinstädten ist der Wandel im Handel und der Niedergang mancher innerstädtischer Einkaufslagen sichtbar. Oft gibt es noch nicht einmal eine(n) City-Manager(in) oder eine Wirtschaftsförderung mit Handels-Expertise, die eine Trendwende anstoßen könnten. Es gibt aber auch die Städte, die solche Probleme zur Chefsache machen und in den Fokus der Stadtentwicklung rücken, wie die Stadt Monheim am Rhein, deren Projekt auch Thema beim Fachmarktimmobilien-Kongress war. (Seite 23)
  • Einzelhandelskonjunktur – HDE hebt Jahresprognose auf 3,2 Prozent an: Nachdem der Handelsverband Deutschland (HDE) für 2019 bislang ein Umsatzwachstum von 2% auf insgesamt 537,4 Mrd. Euro – real +0,5% – erwartet hat, setzt der Spitzenverband seine Prognose zum Weihnachtsgeschäft nach oben. Die anhaltend stabile Verbraucherstimmung hat ihn veranlasst, die Jahresprognose auf 3,2% anzuheben. Im Weihnachtsgeschäft, das in die Monate November und Dezember fällt,  rechnet der HDE mit einem Zuwachs von 3%. (Seite 25)
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