Der Handelsimmobilien Report Nr. 314

17.Februar 2020   

Der Handelsimmobilien Report Nr 314

  • Editorial von Ruth Vierbuchen: Im Juli 2017 feierte der Handelsimmobilien Report sein 10. Jubiläum und im Sommer 2019 die 300. Ausgabe. Da wir 2020 kein Jubiläum haben – allenfalls 13 Jahre Handelsimmobilien Report –, feiern wir uns mal selbst mit einem neuen Layout und einem neuen Marktauftritt. In den vergangenen 13 Jahren haben wir redaktionell so viele Veränderungen begleitet, dass wir uns gesagt haben, dass es an der Zeit ist, den Handelsimmobilien Report optisch auch zu verändern. (S.1)
  • Der Mieter im Fokus – Unsicherheit über die richtige Standortstrategie: Dass der stationäre Einzelhandel heute mit einem Bein im Internet stehen muss, ist den meisten aus der Branche inzwischen klar. Doch auch das stationäre Geschäft und die Einzelhandelsstandorte ändern sich und müssen im Zeitalter der Digitalisierung an die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Wie groß die Verunsicherung im stationären Einzelhandel ist, dokumentiert die jüngste Studie „Der Mieter im Fokus“ von ILG und HBB in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung und dem German Council of Shopping Places. (S. 2)
  • GRAI – Global Retail Attractiveness Index – Gute Investments bleiben eine Herausforderung: Der Global Retail Attractiveness Index (GRAI) von Union Investment in Zusammenarbeit mit der GfK, der die Attraktivität der Einzelhandelsmärkte von insgesamt 20 Ländern in Europa, Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum abbildet, hat in Europa zuletzt um fünf Punkte auf 108 Zähler nachgegeben. Die verhaltene konjunkturelle Entwicklung und der wachsende Online-Handel zeigen Wirkung im europäischen Einzelhandel. Doch liegt der Index damit immer noch über dem langjährigen Durchschnitt. (S. 6)
  • Vermietungsmarkt Innenstadt – Durchschnittsmieten könnten 2020 weiter sinken: Mit dem Wandel im Einzelhandel vollzieht auch der Vermietungsmarkt für innerstädtische Retail Assets einen kontinuierlichen Wandlungsprozess. Dazu gehörte im Jahr 2019 beispielsweise, dass nach Erkenntnis von JLL die große Nachfrage nach Verkaufsflächen in kleinen und mittleren Städten dem Vermietungsmarkt das zweitbeste Ergebnis der vergangenen fünf Jahre beschert hat. Dagegen hatten die Big 10 mit Herausforderungen zu kämpfen. Das könnte sich im Jahr 2020 aber wieder ändern. (S. 8)
  • Gerry Weber – Der Modeanbieter will sich völlig neu ausrichten: Der stark geschrumpfte Modekonzern Gerry Weber aus Halle in Westfalen will seine Neuausrichtung bis zum Jahresende 2020 abschließen und vom kommenden Jahr an wieder zulegen. Vorstandssprecher Johannes Ehling verfolgt eine „klare Wachstumsstrategie“. (Scharrenbroch, S. 11)
  • Hahn Gruppe – Rekordwert beim eingeworbenen Eigenkapital: Die Hahn-Gruppe aus Bergisch Gladbach hat 2019 mit 441 Mio. Euro Eigenkapital bei institutionellen und privaten Anlegern ein Rekordvolumen eingeworben. Der bisherige Rekordwert datiert mit 249 Mio. Euro aus dem Jahr 2016. Das belegt das große Interesse der Anleger an großflächigen Fachmarktimmobilien und Fachmarktzentren, auf die der Asset und Investment Manager aus Bergisch Gladbach spezialisiert ist. (S. 13)
  • Investitionsklima – Optimistische Franzosen, vorsichtige Deutsche: Nachdem die Immobilienkonjunktur in Deutschland und weiten Teilen Europas nun schon seit einigen Jahren läuft, rücken bei den europäischen Immobilieninvestoren auch B-Städte in den Fokus. Das gilt besonders stark für das dezentral organisierte Deutschland. Dagegen halten sich die Anleger aus den drei europäischen Kernmärkten Deutschland, Großbritannien und Frankreich bei der Investition in osteuropäischen B-Städten stark zurück. Und selbst bei der Investition in osteuropäischen Metropolen ist die Vorsicht spürbar. (S. 14)
  • 17. Deutscher Handelsimmobilien Kongress – Jede Mischnutzung muss zum Standort passen: Zu einem bunten Themenmix trafen sich am 29. und 30. Januar Marktteilnehmer und Experten aus Einzelhandel und Immobilienbranche zum 17. Mal auf dem Deutschen Handelsimmobilien-Kongress in Berlin. Im Fokus standen der Wandel bei stationären Traditionsformaten, vor allem aber der Trend zur gemischt genutzten Handelsimmobilie. (S. 16)
  • Einzelhandelskonjunktur – HDE erwartet 2020 Umsatzwachstum von 2,5%: Die Umsätze im Einzelhandel in Deutschland werden 2020 das elfte Jahr in Folge wachsen. Der Handelsverband Deutschland prognostiziert gegenüber 2019 ein Umsatzplus von 2,5% auf 557,2 Mrd. Euro. Im Vorjahr hatten sich die Nettoerlöse um 3,2% erhöht. Wachstumstreiber bleibt der Online-Handel. Dagegen gerät der innerstädtische Mittelstand zunehmend in Schieflage: 39 000 Handelsstandorte mussten in den vergangenen neun Jahren schließen. (S. 18)
  • Entwicklung Immobilienmärkte – Die Preise steigen, aber nicht mehr so stark. Die Immobilienpreise in Deutschland kennen seit zehn Jahren nur eine Richtung: nach oben. Bei diesem Statement sind sich der Verband deutscher Pfandbriefbanken und das Forschungsinstitut Bulwiengesa nach Auswertung ihrer Immobilienindizes sowie der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) in seinem Frühjahrsgutachten einig. Eine Ausnahme bilden Teile des Handelsimmobilienmarktes, nachdem insbesondere einige Nonfood-Branchen durch den Online-Handel unter Druck gesetzt werden und die Mieten in 1A-Lagen z.T. nachgeben. (S. 19)

 

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