Der Handelsimmobilien Report Nr. 315

Der Handelsimmobilien Report Nr 315

  • Editorial von Ruth Vierbuchen: Zuletzt ging es mit dem Verkaufsprozess von Real, der im Herbst 2018 mit der Verkaufsankündigung begann, doch noch schneller als gedacht. Beschleunigt wurde der Abschluss zweifellos dadurch, dass der Metro-Vorstand unter Zeitdruck steht und der Investor SCP Group stärker ins Risiko geht als das Konsortium um die Redos Group, die bemüht war, das operative Real-Geschäft stärker abzusichern, indem sie die Metro verpflichten wollte, in den nächsten drei Jahren noch eine Beteiligung von 24,9% zu behalten. (Seite 1)
  • Vitale Innenstädte – Alle Macht geht vom Stadtbesucher aus: Besucher gehen bevorzugt in Innenstädte, die viel Ambiente und Flair etwa durch eine schöne Altstadt haben und die ein attraktives Einzelhandelsangebot bieten, wie die regelmäßige Studie „Vitale Innenstädte“ des IFH feststellt. Da die architektonische Aufwertung einer Innenstadt aber eine Frage von Jahrzehnten sein dürfte, stellt sich für viele Städte die Frage, was sie in Zeiten sinkender Frequenz dennoch tun können, um die Cities zu beleben. Dafür ist es laut IFH notwendig, den Standort genau zu analysieren und die Stadt aus der Perspektive des Besuchers zu sehen. (Seite 2)
  • Real-Verkauf: Vertrag geschlossen – Die Hängepartie ist noch nicht zu Ende: Etwa zwei Wochen später als ursprünglich geplant, haben die Metro AG und die SCP Group die Vereinbarung über den 100%igen Verkauf des SB-Warenhaus-Betreibers Real unterzeichnet. Der Verkauf umfasst neben dem operativen Real-Geschäft und dem Online-Vertrieb „real.de“ auch die Abgabe von 80 Immobilien, darunter 65 Real-SB-Warenhäuser. Der ursprünglich vereinbarte Mittelzufluss von 500 Mio. Euro nach Abschluss der Transaktion an die Metro wurde auf 300 Mio. Euro gesenkt. Hier hat SCP offenbar gut verhandelt. (Seite 6)
  • Der Lebensmittelhandel wächst weiter – Spiel – Satz – und Sieg für die Stationären: Soeben hat die GfK ihre neuesten Zahlen zur Entwicklung des Lebensmittelumsatzes 2019 veröffentlicht: wieder ein Realwachstum von über 2%. Trotz jahrelang hoher Wachstumsraten – in zehn Jahren fast 40% – erzielen die Filialketten des Lebensmitteleinzelhandels immer neue Umsatzrekorde mit der Deckung des täglichen Bedarfs. Die Konsumforscher konstatieren, dass die Verbraucher nicht unbedingt mehr essen, sondern vor allem besser. (Jahn, Seite 10)
  • Einkaufserlebnis der Zukunft – Kunden akzeptieren im Geschäft höhere Preise: Mit der Frage, wie die Kunden den Shop der Zukunft sehen, befasste sich die Studie der Axis Communications in Zusammenarbeit mit den Marktforschungsunternehmen GfK und Ipsos. Den Fokus der Umfrage auf die Märkte in Frankreich, den USA und dem chinesischen Raum ergänzte EHI-Geschäftsführer Marco Atzberger auf der Messe EuroShop in Düsseldorf durch Informationen über den deutschen Einzelhandelsmarkt mit seinen Besonderheiten. (Seite 13)
  • Malaga – Erstes Designer Outlet in Südspanien eröffnet: Mitte Februar wurde im spanischen Malaga das McArthurGlen Designer Outlet Center (DOC) eröffnet. Das Objekt wurde in Kooperation mit Sonae Sierra entwickelt. Wie beide Unternehmen mitteilen, ist dies die erste neue Outlet Mall ihrer Art in Südspanien. Im Zentrum des Angebots stehen Mode, Kultur und Unterhaltung im Ambiente der südspanischen Stadt sowie Preisnachlässe von 70%.
  • Ratisbona Handelsimmobilien – Entwickler baut seine Marktposition aus: Der Bedarf an neuen Lebensmittelmärkten ist in Deutschland und im europäischen Ausland offenbar ungebrochen, wobei es sich dabei auch um den Ersatz oder die Aufwertung von zu kleinen, in die Jahre gekommenen Märkten handelt. Vor diesem Hintergrund hat der inhabergeführte Investor und Entwickler Ratisbona Handelsimmobilien 2019 in Deutschland, Spanien und Portugal 49 Objekte mit zusammen etwa 47 000 qm Einzelhandels- und Gewerbefläche fertig gestellt. (Seite 16)
  • Zukunft des stationären Handels – Händler sollten strategische Akzente setzen: Die Herausforderungen im stationären Einzelhandel nehmen signifikant zu – digitale Transformation und der Strukturwandel des Point of Sale prägen die Schlagzeilen. (Zingel, Seite 17)
  • „Grüne“ Immobilien – Potenzial für Nachhaltigkeit in Planung und Bau: Es ist ein Thema, um das in der Immobilienbranche künftig kein Unternehmen mehr herumkommt: Begünstigt durch regulatorische Vorgaben auf nationaler und EU-Ebene, aber auch durch veränderte Erwartungen von Aktionären, Mietern und Konsumenten, wird das Thema Nachhaltigkeit bei Investitionsentscheidungen und der Entwicklung neuer Projekte in Zukunft eine entscheidende Rolle spielen. (Drasch, Seite 20)
  • Vermietungsmarkt – HDE plädiert für eine Mietpartnerschaft: Handelsimmobilien bleiben trotz des Strukturwandels bei Anlegern beliebt. Die stabile Binnenkonjunktur sorgt in Deutschland für weiterhin hohe Investitionen in Retail Assets. Doch vor allem für mittelständische Handelsunternehmen werden alte Verträge mit überhöhten Mieten zum Problem. (Seite 22)
  • Ladenbau und Store-Design – Viele Textilhändler rüsten ihre Flächen auf:  Die Modernisierung spielt im Einzelhandel heute eine wichtige Rolle, denn im Zeitalter der Digitalisierung muss der Handel in punkto Technik und Optik mit der Zeit gehen. So investieren deutsche Händler gemäß EHI-Laden-Monitor 2020, dessen Ergebnisse auf der Messe EuroShop in Düsseldorf präsentiert wurden, 7,9 Mrd. Euro in den Bau, die Technik und die Optik ihrer Geschäfte. (Seite 23)
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