Der Handelsimmobilien Report Nr 318

Der Handelsimmobilien Report Nr 318

  • Editorial von Ruth Vierbuchen: Mit der dramatischen Formel „Leben oder wirtschaftliche Belange“ versuchen die Bundes- und Länderregierungen den massiven Eingriff in das gesellschaftliche Leben und die deutsche Wirtschaft zu begründen. Bei einer solchen Alternative werden viele spontan sagen: Natürlich kommt die Erhaltung des Lebens zuerst. Doch diese aufgezeigte Alternative ist nichts anderes als „Populismus“ in schwierigen Zeiten, um einen schwerwiegenden Eingriff mit einer simplen Formel zu rechtfertigen. Tatsächlich sind wirtschaftliche Belange und Gesundheit keine Gegensätze, sondern eng miteinander verknüpft. (Seite 1)
  • Projektentwicklung 2020 – Im Immobilienmarkt wird sich einiges ändern: Die Frage, wie es auf dem Immobilienmarkt in Zeiten des Shutdowns und der Corona-Epidemie in Deutschland weitergeht, beschäftigt derzeit viele Marktteilnehmer. Aber schon vor Ausbruch der Pandemie gab es auf dem Markt Anzeichen für eine Stagnation. (Seite 2)
  • Das Interview „Unsere Strategie geht auf“: Gespräch mit Fred-Markus Bohne, Managing Partner Panattoni, über die Bedeutung des eCommerce für die Logistik-Branche, die Nähe zum Kunden, die Ansprüche der verschiedenen Versender, die Vorteile der neuen City Docks für die stadtnahe Belieferung, die Projektpipeline von Panattoni für das Jahr 2020 und die weitere konjunkturelle Entwicklung in der Branche. (Seite 8)
  • Hahn Gruppe – Vertrauen in das eigene Geschäftsmodell: Die HAHN-Immobilien-Beteiligungs AG konnte das Geschäftsjahr 2019 mit guten Zahlen abschließen. Voraussagen für das Jahr 2020 sind seit der Kontaktsperre, die seit dem 23. März gilt, und mit Blick auf den dadurch in Teilen der Wirtschaft verursachten Shutdown derzeit eher schwierig. Die Fokussierung auf das Fachmarkt-Segment mit Nahversorgungsfunktion und mit namhaften deutschen Lebensmittelkonzernen bildet für die weitere Entwicklung der Hahn Gruppe jedoch ein gutes Fundament. (Seite 12)
  • Galeria Karstadt Kaufhof – Warenhausbetreiber geht unter Rettungsschirm: Der bundesweit verordnete Shutdown im Zuge der Corona-Krise hat das Geschäft des typischen innerstädtischen Nonfood-Handels quasi über Nacht auf null gesetzt. Handelsverbände warnen vor Tausenden von Insolvenzen etwa in der Modebranche, wenn diese Phase zu lange andauert. Dass dieses Szenario nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt nun die Entscheidung der Geschäftsführung von Galeria Karstadt Kaufhof, beim Amtsgericht Essen einen Antrag auf Einleitung eines Schutzschirmverfahrens zu stellen, der auch die Tochter Karstadt Sports umfasst. Das Gericht hat den Antrag angenommen. (Seite 13)
  • Gastronomie in Corona-Zeiten – Vapiano SE und Maredo melden Insolvenz an – Die Gastronomie ist von der Coronavirus-Krise besonders hart getroffen. Infolge der Pandemie mussten im März bundesweit alle Restaurants schließen. Erlaubt bleiben nur der Außer-Haus-Verzehr und Essenslieferungen. (Seite 15)
  • SCP Retail Investments: Real-Verkauf – Kaufland und Edeka wollen 141 Real-Märkte: Die SCP Retail Investments, die Mitte Februar mit der Metro AG vereinbart hatte, den Warenhausbetreiber Real nebst 80 Immobilien – darunter 65 Real-Märkte – komplett übernehmen zu wollen, konnte sich nun mit Kaufland und Edeka auf die Weitergabe von zusammen 141 Märkten einigen. Das Bundeskartellamt muss den Plänen noch zustimmen. Sowohl Edeka als auch Kaufland haben im deutschen Lebensmittelhandel bereits eine starke Marktposition. (Seite 17)
  • Wisag-Nachhaltigkeitsradar -Es geht nicht in erster Linie um mehr Geld: Im Zuge des langen Immobilien-Booms sind auch in der Facility-Management-Branche (FM) die Mitarbeiter knapp geworden, was zu Engpässen führt und auch Konsequenzen haben kann. Mit der Frage, womit Unternehmen ihre Attraktivität als Arbeitgeber – kurz: die Arbeitgebermarke – bei Arbeitnehmern stärken können und was heute bereits dafür getan wird, befasste sich das Nachhaltigkeitsradar 2019 von der WISAG Facility Service Holding GmbH. Die Ergebnisse der Online-Befragung von 601 Experten aus der Immobilienbranche wurden jüngst vorgelegt. (Seite 19)
  • Investmentmarkt – Retail Assets starten 2020 mit Rekordwert: Während in den Zeiten der Corona-Krise alle gebannt auf die Folgen des Shutdowns insbesondere für den Nonfood-Einzelhandel schauen, wurde auf dem Investmentmarkt für Retail Assets im ersten Quartal ein Rekordvolumen erzielt. Die Zahlen der Immobiliendienstleister reichen von 4,2 Mrd. bis 4,9 Mrd. Euro, womit für ein erstes Quartal ein beachtlicher Wert erreicht wurde. Das Ergebnis ist laut Colliers International fast doppelt so hoch wie der fünfjährige Durchschnitt von 2,3 Mrd. Euro.
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