Der Handelsimmobilien Report Nr. 385

Der Handelsimmobilien Report Nr 385

  • Editorial von Ruth Vierbuchen: Kurz vor den Wintermonaten wurde die Nachricht, dass der Index des Ifo-Geschäftsklimas nach längerem Abwärtstrend im November um 1,8 Punkte gestiegen ist, schon mit Erleichterung aufgenommen. Seither verbreitet sich die Hoffnung, dass die Rezession nicht so tief ausfallen könnte, wie befürchtet. Doch schaut man sich die Teilindikatoren des Geschäftsklimas genauer an, deutet so manches hier auf Zweckoptimismus hin. Denn vor allem der Fakt, dass bei den Befragten aus 9 000 Unternehmen „der Pessimismus mit Blick auf die kommenden Monate (…) merklich“ nachließ, führte zu der Verbesserung. (Seite 1)
  • Fachmarktimmobilien-Kongress – Die Preise oder die Zinsen müssen runter: Die Corona-Pandemie, die 2021 noch die Regeln diktierte, hat der 13. Fachmarktimmobilien-Kongress in diesem Jahr hinter sich gelassen. Doch die Probleme und Herausforderungen für die Branche sind nicht weniger geworden, wie die Vorträge und Diskussionen zeigten. Seite 2)
  • Man muss als Kommune heute vom Rücksitz ans Steuer kommen: Leerstand in den Einkaufsstraßen wird für immer mehr deutsche Städte zum Problem. Bei ihrem jüngsten Gipfeltreffen hat die Initiative „Stadtlabore für Deutschland: Leerstand und Ansiedlung“, die mit IFH Köln und 14 Modellstädten unterschiedlicher Größe eine digitale Plattform für proaktives Ansiedlungsmanagement aufbaut, ihre Erfahrungen ausgetauscht und über Problemlösungen diskutiert. Das Leitmotiv: Gemeinsame Lösungen sind notwendig. (Seite 6)
  • 10. FMZ Report: Große Veränderungen und neue Chancen – ESG ist das Gebot der Stunde: Zum zehnten Mal präsentiert der Spezialist für Fachmärkte und Fachmarktzentren MEC zusammen mit den Partnern Nuveen, Savills, Dr. Lademann & Partner sowie der WISAG den Fachmarktzentren Report, der sich alljährlich mit den zentralen Themen dieser Asset-Klasse auseinandersetzt. Obwohl der Handel im Zuge der Digitalisierung schon seit geraumer Zeit einen Wandlungsprozess durchläuft, ist die Veränderungsdynamik im zehnte Jubiläumsjahr des Reports besonders umfassend. (Seite 9)
  • GRR Group – Mit grünen Nahversorgern in die Zukunft: Der Blick des GRR-Vorstands in das Jahr 2023 fällt zweigeteilt aus. Einerseits bewegt sich der Investment- und Asset-Manager aus Nürnberg mit seiner Fokussierung auf Fachmarktimmobilien mit Schwerpunkt Lebensmittel und Nahversorgung in einem Markt, der als krisenresistent gilt. Andererseits ist die nähere Zukunft mit Blick auf den Ukraine-Krieg, die Energieknappheit und die Zinswende von Unsicherheit geprägt, die exakte Prognosen derzeit schwierig machen. (Seite 12)
  • Galeria in der Mönckebergstraße – Karstadt verkleinert Stammhaus in der City: Die Hamburger, die der Innenstadt und ihren Warenhäusern als Einkaufsort noch treu geblieben sind, mussten einen weiteren Schlag verkraften. Mitten im Weihnachtsgeschäft haben im Karstadt-Stammhaus an der Mönckebergstraße einschneidende Bauarbeiten begonnen. Galeria räumt früher als geplant das Thalia-Haus, benannt nach dem Theater vis à vis, an der Kleinen Rosenstraße. Die sogenannte Karstadt-Brücke, die beide Gebäudeteile verbindet, wird im Januar abgerissen. (Richter, Seite 14)
  • City Dock Spandau – Immer näher an die Kunden in der Stadt: Der anhaltende Flächenmangel in den Ballungszentren stellt viele Unternehmen aus Einzelhandel und Gewerbe, aber auch Start-Ups und Filialbetreiber vor enorme Herausforderungen, geeignete Ansiedlungsmöglichkeiten zu finden. Gerade in den großen Städten haben sich die Distributionsbedingungen mit dem wachsenden Online-Handel stark verändert. Vor allem im Business-to-Consumer-Segment (B2C) ist die Nähe zum Kunden unabdingbar und sie ist ein maßgeblicher Eckpfeiler des Geschäftserfolgs. Gleichzeitig ist die Flächenkonkurrenz der Logistik-Branche mit den Bereichen Büro und vor allem Wohnen besonders hoch. (Seite 17)
  • Retourengeschäft – Der Handel sucht nach mehr Effizienz: Retouren sind für Pure Player des Internet-Handels genauso wie für Einzelhändler mit stationärer DNA ein Problem. Ihre Bearbeitung wie die Neuverpackung, Einlagerung und Neuversand sind arbeits- und damit kostenintensiv. In manchen Branchen ist die Retouren-Quote überdurchschnittlich hoch. Mit dem Thema Retouren im Handel und der Frage, wie diese vermieden werden können, befasst sich die EHI-Studie „Versand- und Retourenmanagement im E-Commerce 2022”. (Seite 19)
  • VAUND Stores – Aachener Grundvermögen beteiligt sich an der REALTALE GmbH: Die Zukunft des stationären Einzelhandels liegt in der Transformation zum Erlebnisanbieter. In kompletter Eigenregie ist dieser Wandel für Händler wirtschaftlich schwer zu stemmen. Weil die Aachener Grundvermögen in „Retail-as-a-Service“ einen idealen Weg für Händler sieht, ihre Attraktivität zu steigern, hat sie sich am VAUND-Betreiber REALTALE GmbH beteiligt. (Seite 21)
  • Weihnachtsgeschäft 2022 – Durchwachsener Start mit Lichtblicken: Das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel zeigt nach Einschätzung des Handelsverbands Deutschland (HDE) bislang einen eher schwachen Verlauf, allerdings gibt es auch Lichtblicke. Konkret verlief die Woche vor dem ersten Advent durchwachsen, wie eine aktuelle Trendumfrage des Verbands unter 400 Handelsunternehmen zeigt. Ein Lichtblick war jedoch die Geschäftsbelebung am ersten Adventswochenende. (Seite 22)