Der Handelsimmobilien Report Nr. 408

Der Handelsimmobilien Report Nr 408

  • Transformation der Innenstädte – Ein festgefahrenes Rahmenwerk begrenzt die Flexibilität beim Umbau: Die Verödung der Stadtzentren während der Zwangsschließungen zur Pandemie-Bekämpfung hat das Bewusstsein der Akteure für die Defizite der Einkaufslagen endgültig geschärft. Vorausgegangen waren die Klagen des innerstädtischen Einzelhandels über stetig sinkende Besucherzahlen in den Einkaufslagen – nicht zuletzt, weil mehr online gekauft wird. Vor diesem Hintergrund befasste sich auch der Highstreet Report 2023 von Columbia Threadneedle Real Estate Partners in Zusammenarbeit mit Bulwiengesa mit der Transformation der Innenstädte. (Seite 2)
  • Emerging Trends 2024 – Deutschland verliert seinen Nimbus als sicherer Hafen: Auch mehr als ein Jahr nach der abrupten Zinswende im Juli 2022 ist die Unsicherheit in den europäischen Immobilienmärkten groß. Das zeigt auch der Blick auf die Ergebnisse der Studie Emerging Trends in Real Estate Europe von PwC und Urban Land Institute (ULI), wonach 75% der 1 089 befragten europäischen Führungskräfte glauben, dass die aktuellen Immobilienbewertungen immer noch nicht alle Herausforderungen und Chancen im Markt widerspiegeln. Der Abstand zwischen den Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern ist groß. (Seite 6)
  • MHIT 2023 – So konkret kann ein Blick in die Zukunft sein: Der diesjährige Münchner Handelsimmobilientag (MHIT) fand in einer neuen und größeren Location, dem Bayrischen Haus für Wirtschaft – und dennoch in wohlbekannter Art und Weise statt: Nach dem ersten Kaffee und Wiedersehen erfolgte die Begrüßung durch die Gastgeber Prof. Dr. Dieter Rebitzer von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) und Joachim Stumpf, Geschäftsführer der BBE Holding. (Seite 8)
  • Black Friday & Cyber Monday – Hoffnung auf die Schnäppchenjäger: Mit dem Black Friday am 24. November und dem Cyber Monday am 27. November wird in diesem Jahr das Weihnachtsgeschäft in die heiße Phase starten. Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet für den deutschen Einzelhandel an diesen beiden Schnäppchentagen einen Umsatz von 5,8 Mrd. Euro, was gemessen am Vorjahr einem Umsatzwachstum von 3% entsprechen würde. (Seite 11)
  • Deutsche Euro Shop AG – Center-Investor hält an Prognosen fest: Mit der vermehrten Rückkehr der Kunden in die Einkaufszentren der Shopping-Center-Investorin Deutsche Euro Shop AG festigt sich auch das Fundament für das Wachstum im operativen Geschäft und im Investmentportfolio, das durch die Aufstockung der Beteiligungen um sechs Center erweitert wurde. Die Umsatzerlöse stiegen um 2,9% von 197,5 Mio. auf 203,2 Mio. Euro. (Seite 12)
  • Mehrstöckige Logistikzentren – Eine Frage der Drittverwertbarkeit: Strategisch günstig gelegene Grundstücke für Logistikimmobilien werden rarer – und immer häufiger müssen neue Projektentwicklungen auf kleineren Arealen realisiert werden. Noch dazu streben die Kommunen sukzessive eine Flächenkreislaufwirtschaft an und wollen weniger Bauland versiegeln. Daher ist der Gedanke, möglichst viel Nutzfläche auf der begrenzten Grundstücksfläche zu realisieren, nur allzu naheliegend. (Neumeier, Seite 13)
  • Handelsimmobilienmarkt Berlin – Belebung am Vermietungsmarkt und die bundesweit größte Transaktion: Mit 3,7 Mio. Einwohnern ist Berlin ohnehin die größte Stadt Deutschlands. Zusammen mit den Bewohnern im nahen brandenburgischen Umland bietet sich dem Einzelhandel ein Einzugsgebiet mit 5,5 Mio. Menschen. Hinzu kommt die bundesweit höchste Zahl an Touristen, die auch viel Geld im Einzelhandel lassen. So wurde 2022 auf den 4,9 Mio. qm Verkaufsfläche in der Bundeshauptstadt ein Einzelhandelsumsatz von 23,2 Mrd. Euro erzielt. (Seite 15)
  • Signa Gruppe: Benko zieht sich zurück – Die Krise zieht immer weitere Kreise: Wie bei einem Stein, der ins Wasser fällt, zieht die Krise um die österreichische Signa Gruppe immer weitere Kreise. Stillstand auf Baustellen wie beim Carsch Haus im Zentrum von Düsseldorf, die Kündigung des Entwicklungsauftrags für das Büroprojekt Mynd am Alexanderplatz in Berlin durch Commerz Real und die Herabstufung des Ratings der Signa Development AG durch die US-Ratingagentur Fitch auf die Bonitätsnote „CCC“ sprechen eine deutliche Sprache. Vergangene Woche gab Gründer René Benko den Beirats-Vorsitz der Signa Holding ab. Den Stab hat der Sanierungsexperte Arndt Geiwitz übernommen. (Seite 17)
  • Weihnachtsgeschäft 2023 – Gemischte Stimmung vor den Festtagen: Das Weihnachtsgeschäft 2023 ist im Einzelhandel vor allem vom Prinzip Hoffnung geprägt, denn die Rahmenbedingungen mit leichter Rezession, hoher Inflation bei Lebensmitteln und Energie sowie den Kriegen in der Ukraine und in Fernost dämpfen die Konsumstimmung. Anlass zur Hoffnung gibt jedoch die Befragung im Auftrag des Handelsverbands Deutschland (HDE), wonach die Bundesbürger im Schnitt 295 Euro für Geschenke ausgeben wollen. Über ein Viertel (26%) will sogar noch mehr ausgeben. (Seite 19)