Der Handelsimmobilien Report Nr. 418

Der Handelsimmobilien Report Nr 418

  • Investmentmarkt Retail – Allmählich löst sich die Schockstarre: Einzelhandelsimmobilien sind im ersten Quartal 2024 am besten aus den Startlöchern gekommen, so dass von einem verheißungsvollen Auftakt gesprochen werden kann. Getragen wird der Investmentmarkt bislang vor allem von einigen wenigen Großdeals. Der Markt hofft nun, dass sich der gute Auftakt im Jahresverlauf verstetigt. (Seite 2)
  • Galeria-Verkauf – Pokern um die Mietverträge geht weiter: Das Geheimnis um die potenziellen Eigentümer von Galeria Karstadt Kaufhof wurde vergangene Woche gelüftet. Für die vielen Abgesänge auf die neuen Investoren im Vorfeld der endgültigen Übernahme gibt es aber keinen Anlass. (Seite 6)
  • Galeria-Strategie – Aufbruch zu neuen Ufern: Wie es in Zukunft unter Ägide des neuen Eigentümerkonsortiums NRDC Equity Partners von Richard Baker, der auch an der kanadischen Hudsons’s Bay Company (HBC) und der US-Luxus-Warenhaus-Kette Sak’s Fifth Avenue beteiligt ist, und der BB Kapital SA, das Family Office von Bernd Beetz und der Geschäftsführung von Galeria weiter gehen soll, darüber hatte sich CEO Olivier Van den Bossche jüngst gegenüber einer überregionalen Zeitung geäußert. (Seite 9)
  • The KaDeWe Group – Central Group kauft KaDeWe-Gebäude: Die Central Group, mit 50,1% Mehrheitsgesellschafterin der KaDeWe Group in Berlin, ist im laufenden Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung einen wichtigen Schritt vorangekommen. Denn es ist ihr gelungen, mit der Eigentümerin des KaDeWe-Warenhauses, der insolventen Signa Prime Selection AG, eine Vereinbarung über den vollständigen Erwerb der KaDeWe-Immobilie in Berlin zu schließen. Signa ist mit 49,9% der zweite Eigentümer der KaDeWe Group. (Seite 11)
  • Wohnen in der City – HDE fordert Anpassung der TA Lärm: Die sinkende Frequenz in Deutschlands Innenstädten hat die Diskussionen darüber angeheizt, mit welchen Mitteln mehr Leben in die Cities geholt werden kann. Ein wichtiger Ansatz ist die Auflösung der auf den Einzelhandel ausgerichteten Monostruktur, etwa durch „innerstädtisches Wohnen“. Doch hier gibt es einiges an Konfliktpotenzial, worauf der Handelsverband Deutschland hinweist. (Seite 12)
  • NIQ Retail Spend Barometer – Inflation begünstigt die Discounter: Auf den ersten Blick haben die Deutschen im vergangenen Jahr – gegenüber 2022 – 5,5% mehr für Produkte des täglichen Bedarfs (FMCG) und technische Gebrauchsgüter (Tech & Durables) wie technische Konsumgüter, Haushaltsgeräte und Heimwerkerbedarf ausgegeben. Insgesamt waren das 394,5 Mrd. Euro. Auf den zweiten Blick waren vor allem Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Drogerieprodukten verantwortlich für den Zuwachs, während die Bundesbürger bei technischen Gebrauchsgütern eher gespart haben. (Seite 13
  • ESG-Bewertung – Neue Leitlinien für Europa: Das Thema Nachhaltigkeit, die Einhaltung von ESG-Kriterien und die Notwendigkeit, insbesondere die Bestandsimmobilien in punkto Energieeffizienz aufzurüsten, beherrscht derzeit die Diskussionen. Die Unklarheiten bei den Marktakteuren sind erheblich. Um die Implementierung der ESG-Kriterien in die Bewertung von Immobilien zu unterstützen, hat die RICS (Royal Institution of Chartered Surveyors) eine Checkliste mit zwölf Kernindikatoren veröffentlicht, die von einer Expertenkommission erarbeitet wurde. (Seite 15)
  • Online-Umsatz –Sprung über die 100 Mrd. Euro-Marke: Die multiplen Krisen in den vergangenen Jahren von Zwangsschließungen in der Pandemie über Lieferengpässe, Kriege und ein spürbar gestiegenes Preisniveau bei den Lebenshaltungskosten haben das Kaufverhalten der Konsumenten spürbar verändert. Interessant ist das vor allem mit Blick auf die Frage, ob der Online-Handel seine Marktanteilsgewinne aus den Corona-Jahren 2020/2021 zu Lasten des stationären Handels halten kann? (Seite 17)