Der Handelsimmobilien Report Nr. 420

Der Handelsimmobilien Report Nr 420

 

  • Vermietungsmarkt Einzelhandel – Es geht wieder aufwärts: Nach einem lebhaften Vermietungsjahr 2023 – vor allem in der zweiten Jahreshälfte – zeigt die Einzelhandelsvermietung nach Feststellung von JLL auch zum Jahresstart 2024 eine „außergewöhnliche Konstanz“. Abzulesen ist das im ersten Quartal an einem Flächenumsatz, der mit 109 000 qm auf dem Quartals-Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre liegt – also einschließlich des Vor-Corona-Jahres 2019. Dabei haben auch die Mieten, die zwischen 2014 und 2017 gestiegen waren – zuletzt spürbar nachgegeben. Im Fokus der Mieter steht vor allem die Qualität der Fläche. (Seite 2)
  • Galeria Karstadt Kaufhof – Beachtliche Mietersparnis ab August: Bei seinem Weg aus dem dritten Insolvenzverfahren kommt der Warenhausbetreiber Galeria Karstadt Kaufhof offenbar voran. Eine günstige Voraussetzung dafür dürfte das Statement der Geschäftsführung sein, wonach das Unternehmen bereits jetzt profitabel arbeitet. Nach Abschluss des Verkaufsverfahrens soll die Warenhaus-Kette nur noch „Galeria“ heißen. (Seite 6)
  • Berlin Hyp Trendbarometer – Die Durststrecke ist noch nicht vorbei: Knapp zwei Jahre nach der abrupten Zinswende im Sommer 2022, an die nach der langen Niedrigzinsphase bis zuletzt viele nicht glauben wollten, ist die weitere Entwicklung in der deutschen Immobilienwirtschaft noch immer mit vielen Fragezeichen versehen. Das schleppende Transaktionsgeschehen zeigt, dass sich die Preisfindungsphase hinzieht. Vor diesem Hintergrund hat die Berlin Hyp für ihr „Trendbarometer April 2024“ über 200 Immobilienprofis zu den aktuellen „Chancen und Risiken“ befragt. (Seite 7)
  • Das Interview – Der Charme von Einkaufszentren ist die Vielfalt unter einem Dach: Anna-Maria Losos, Head of Co Working Business des 2016 gegründeten Coworking-Space-Anbieters Beehive mit Sitz in Hamburg, äußert sich im Gespräch mit dem Handelsimmobilien Report über die Bedeutung, die Shopping-Center für die Expansion der Branche haben und warum gerade die Konsumtempel, die sich teilweise als Mischobjekte neu aufstellen, so geeignet sind. Es gibt dabei aber auch Herausforderungen. (Seite 9)
  • Aldi Süd Real Estate – „Gutes für alle“ auch im Wohnungsbau: Mit der Eröffnung der 3 000 qm Einzelhandelsflächen im Nahversorgungszentrum in Waldbronn hat der Lebensmitteldiscounter Aldi Süd in diesem Jahr in punkto Mischquartier den Startschuss gegeben. In den oberen Etagen erhalten die 115 Neubauwohnungen ihren letzten Schliff. Bis zum Ende dieses Jahres wird das Unternehmen über einigen seiner Filialen insgesamt 550 Wohnungen gebaut haben, seit Aldi Süd vor zehn Jahren mit dem Bau von Mischobjekten begann. (Seite 11)
  • Vermietungsmarkt Logistik – Die konjunkturelle Flaute zeigt Wirkung: Nach einem schwachen vierten Quartal 2023 im Vermietungsmarkt für Logistikimmobilien waren sich die Immobilienberater auch beim Blick auf den Start ins Jahr 2024 einig, dass es sich um das niedrigste Quartalsergebnis seit langem handelt. Nur bei den Vergleichszahlen bezog sich JLL auf das Jahr 2012, BNP Paribas Real Estate auf das Krisenjahr 2010 und CBRE registrierte das schwächste Auftaktquartal seit 2015. Klar ist jedoch, dass die konjunkturelle Flaute in Deutschland beginnt, beim Flächenumsatz im Logistikimmobilienmarkt Spuren zu hinterlassen. (Seite 13)
  • SES Spar European Shopping Centers – Center teilweise über 2019er Niveau: Österreichs führender Center-Betreiber SES Spar European Shopping Centers kann für das herausfordernde Jahr 2023 eine gute Bilanz ziehen. Die Umsätze der Mieter sind spürbar gestiegen und die Frequenz hat wieder deutlich zugelegt. Das ist eine gute Basis für die Erweiterung des Portfolios und die Investitionen in den energieoptimierten Betrieb und die Aufenthaltsqualität der SES Malls. (Seite 15)
  • Online-Handel – Vor allem Marktplätze liegen im Trend: Nach dem starken Wachstum während der Corona-Pandemie mit Raten von 23,1% auf 72,8 Mrd. Euro 2020 und dann nochmals von 19,1% auf 86,7 Mrd. Euro hatte der Online-Handel 2022 mit einem Umsatzrückgang von 2,5% auf 84,5 Mrd. Euro eine Verschnaufpause eingelegt. Entgegen den ursprünglichen Schätzungen des Handelsverbands Deutschlands ging es 2023 mit einem Umsatzwachstum von 1,0% wieder leicht nach oben auf 85,4 Mrd. Euro, statt wie zunächst erwartet, um 0,4% nach unten. Besonders im Trend liegen Marktplätze. (Seite 17)