Der Handelsimmobilien Report Nr. 421

 

Der Handelsimmobilien Report Nr 421

  • Shopping-Center-Markt Deutschland – Ähnlich verschieden wie die Menschen: Im Investmentmarkt für Handelsimmobilien spielen Shopping-Center derzeit nicht die große Rolle. Doch der Blick auf Neueröffnungen und Revitalisierungen zeigt, wie viel in der Branche in Bewegung ist, um den Kundenansprüchen gerecht zu werden. (Seite 2)
  • Commercial Property Sentiment Index: Verbessertes Kreditumfeld – Deutschland trägt die rote Laterne: Die Stimmung im globalen Immobilienmarkt, gemessen im Commercial Property Sentiment Index (CPSI), zeigte sich im ersten Quartal 2024 leicht verbessert und damit weniger negativ als in den Quartalen zuvor. Konkret verbesserte sich der globale Index von -15 auf -10, wie die weltweite Befragung von 3 000 bis 4 000 Immobilienexperten im ersten Quartal für den RICS Global Commercial Property Monitor (GCPM) ergab. In diesem Umfeld hat Deutschland die rote Laterne. (Seite 7)
  • Markteinschätzung – Das lange Warten auf sinkende Zinsen: Die Volksweisheit, dass Investoren und Kapitalmärkte regelrecht süchtig nach niedrigen Zinsen sind, wird nach der Zinswende 2022 immer wieder bestätigt. Denn seit große Notenbanken wie die Federal Reserve in den USA, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank of England zur Bekämpfung der exorbitant gestiegenen Inflationsraten die Leitzinsen stark erhöht haben, starren die Marktakteure unverwandt auf die Entwicklung der Teuerungsraten – augenscheinlich in der Hoffnung, dass bei Erreichen der Zielmarke von etwa 2% die Notenbanken die Leitzinsen wieder drastisch senken werden. (Seite 9)
  • Global Retail Attractivness Index (GRAI) – Der Einzelhandel hat die Trendumkehr nach der Pandemie geschafft: Zeigte der Global Retail Attractiveness Index (GRAI), der die Attraktivität der globalen Einzelhandelsmärkte misst, im ersten Halbjahr des Jahres 2023 mit einem Wert von 113 in Europa spürbar nach oben, so hat sich der Aufwärtstrend weiter verfestigt. Vor allem die Aufhellung der Verbraucherstimmung hat dazu beigetragen, dass sich der Indikator mit einem Wert von 114 Punkten auf hohem Niveau stabilisiert hat. (Seite 11)
  • Deutsche Euro Shop AG – Immer mehr Kunden kehren zurück: Der Shopping-Center-Investor Deutsche Euro Shop AG kommt bei der Erholung von den Folgen der Corona-Pandemie weiter voran. Nachdem die Zahl der Besucher im Vorjahr um 5,7% und die Erlöse der Mieter um 8,6% gestiegen waren, setzte sich der Aufwärtstrend bei den Besuchern mit 3,7% und den Erlösen der Mieter mit 4,1% im ersten Quartal 2024 fort. Das ist eine gute Ausgangsbasis, um die für das Gesamtjahr 2024 gesteckten Ergebnisziele zu erreichen. (Seite 13)
  • Personalmangel in der Logistik: Abhilfe durch bewirtschaftete Flächen: So wie die meisten anderen deutschen Wirtschaftszweige kämpft auch die Logistik mit einem eklatanten Fachkräfte- beziehungsweise Personalmangel. Nach einer Erhebung des Münchner Ifo Instituts im zweiten Quartal 2023 vermeldeten 48,3% der befragten Verkehrs- und Logistikunternehmen Probleme bei der Personalgewinnung. (Loeßer, Seite 14)
  • Ceconomy AG – Deutliche Steigerung des Ertrags: Die Ceconomy AG, Düsseldorf, erzielte mit ihren beiden Fachmarktschienen Media Markt und Saturn im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023/24 einen Umsatz von 12,3 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen einen „leichten Anstieg des währungs- und portfoliobereinigten Gesamtumsatzes“ gegenüber dem Vorjahreswert von 22,2 Mrd. Euro. Das bereinigte Ebit wird in der Bandbreite von 290 Mio. bis 310 Mio. Euro erwartet – nach 243 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. (Seite 16)
  • Schuhmarkt Deutschland: Online-Dynamik gebremst – Der stationäre Einzelhandel wächst: Nach den schwierigen Corona-Jahren ist der deutsche Schuhmarkt 2023 zwar wieder gewachsen, doch liegt das Marktvolumen nach dem Branchenbericht „Schuhe 2024“ vom IFH Köln in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung immer noch unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Ein Lichtblick ist, dass der stationäre Handel mit der Rückkehr zur Normalität wieder Marktanteile gewinnt, während der Online-Handel leicht verliert, aber noch auf hohem Umsatzniveau bleibt. (Seite 17)