Der Handelsimmobilien Report Nr 436
- Investmentmarkt Retail – Der Rückenwind wird deutlich stärker: Die Hoffnung der Marktakteure auf ein „lebhaftes“ Schlussquartal 2024 hat sich erfüllt. Gegenüber 2023 als im Investmentmarkt für Retail Assets der zweitniedrigste Wert seit 2005 verzeichnet werden musste, ist das Transaktionsvolumen wieder spürbar gestiegen. Mit mehr als 1,7 Mrd. Euro war das vierte Quartal laut JLL das stärkste Einzelquartal. Und auch für 2025 sind die Immobilienberater mehr oder weniger optimistisch – auch wenn die geopolitischen Risiken bleiben. (Seite 2)
- Globale Inflationserwartungen – Anhaltend hohe Werte bis 2028 erwartet: Als die Inflationsrate in der Euro-Zone im vergangenen September auf 1,7% sank, haben nicht wenige geglaubt, nachdem die Teuerungsrate unter die Zielmarke der Europäischen Zentralbank von um die 2% gesunken war, sei die Zeit für kontinuierliche Zinssenkungen gekommen. Seither ist die Inflationsrate in Deutschland wieder auf 2,6% und in der Euro-Zone auf 2,4% gestiegen. In diesem Umfeld haben das Ifo Institut und das Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik ihren Economic Experts Survey über die globalen Inflationserwartungen von Ökonomen veröffentlicht. (Seite 6)
- Berlin Hyp Trendbarometer – Weniger Bürokratie und bessere Rahmenbedingungen gefordert: Seit der endlose Aufschwung der 2010er-Jahre zunächst von der Corona-Pandemie 2020 unterbrochen und dann Mitte 2022 durch die Rückkehr der Inflation und die damit einhergehende Zinswende durch die Europäische Zentralbank (EZB) beendet wurde, stellt sich für die Akteure auf den Immobilienmärkten alljährlich die zentrale Frage: Geht es aufwärts, abwärts oder doch eher seitwärts? Das zeigt, wie gravierend die Veränderungen und die Verunsicherung zu Beginn des Jahres 2025, das ja eigentlich die Trendwende bringen sollte, noch ist. (Seite 8)
- GRR Garbe Retail – Erster Schritt nach Italien: Die GRR Garbe Retail (GRR) hat die erste internationale Akquisition in Italien abgeschlossen und damit den Eintritt in den europäischen Markt vollzogen. Mit dieser wichtigen Transaktion eröffnet das Unternehmen sein erstes Büro außerhalb von Deutschland. (Seite 11)
- Generation 60 plus – Der vergessene Wachstumsmarkt – Die neue Vielfalt im Einzelhandel: Der demografische Wandel verändert die Kundengruppen in Deutschland grundlegend. Während junge Menschen die Selfie-Spots im Einkaufszentrum nutzen und oft Influencer-freundliche Erlebniswelten im Fokus stehen, fühlen sich ältere Kunden schon mal übersehen. Doch genau diese Generation stellt inzwischen einen großen Teil der zahlungskräftigen Kundschaft dar – ein Potenzial, das der Handel und die Betreiber von Handelsstandorten nicht ignorieren dürfen. (Seite 12)
- ECE Marketplaces: Vermietungszahlen – Neue Konzepte und neue Nutzungen: Nach einem Vermietungsvolumen von 800 000 qm im Jahr 2023 konnte die ECE Marketplaces, Teil der Hamburger ECE Group, im vergangenen Jahr nochmals leicht nachlegen und in den von ihr gemanagten Einkaufszentren ein Vermietungsvolumen von 820 000 qm (+3%) erreichen. Und auch die Zahl der abgeschlossenen Mietverträge erhöhte sich um 6% von rund 2 600 auf etwa 2 800. (Seite 14)
- Investmentmarkt Logistik – Hoffnung auf dynamischen Jahresstart: Auch wenn sich der Industrie- und Logistikimmobilienmarkt den schwierigen Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft nicht entziehen kann, so hat der Investmentmarkt doch das Jahr 2024 mit einem schwungvollen Schluss-Quartal und dem höchsten Quartalsergebnis seit Anfang 2022 beendet. Aus Sicht von Experten zeichnet sich damit für 2025 auch ein dynamischer Jahresstart ab. (Seite 15)
- Passantenfrequenz 2024 – Der Aufwärtstrend setzt sich fort: Seit die Zwangsschließungen zur Corona-Bekämpfung Deutschlands Innenstädte leergefegt haben und der Online-Handel zum Höhenflug mit zweistelligen Wachstumsraten ansetzte, blicken Einzelhändler und Immobilieneigentümer gebannt auf die Frequenzmessungen. Die gute Nachricht: Nach Feststellung von Hystreet.com sind die Passantenfrequenzen wie schon im Vorjahr auch 2024 weiter gestiegen – trotz des volatilen Konsumklimas, der hohen Sparquote und der schrumpfenden deutschen Wirtschaft. (Seite 17)