Der Handelsimmobilien Report Nr. 458

Der Handelsimmobilien Report Nr 458

  • Entwicklung der Innenstädte: Abwärtstrend gebremst – Bereit für das nächste Kapitel? Dass sich in den innerstädtischen Einkaufslagen deutscher Städte in den vergangenen fünf Jahren – seit Ausbruch der Pandemie – viel verändert hat, ist fast schon eine Binsenweisheit. Dass sich die Lage entlang der Highstreets 2025 allmählich wieder entspannt, wie der Investor Columbia Threadneedle Real Estate in seiner Studie „Ready for the next course, Highstreet?“ (Bereit für das nächste Kapitel?), herausfand, lässt aufhorchen und gibt Anlass zur Hoffnung. (Seite2)
  • Gewerbliche Immobilienfinanzierer – Keine Aufhellung bei der Stimmung: Nachdem sich die Stimmung unter den gewerblichen Immobilienfinanzierern im Jahresverlauf 2025 kontinuierlich verbessert hat, ist der Aufwärtstrend im vierten Quartal zum Erliegen gekommen und der Stimmungsindex in eine Seitwärtsbewegung getreten. So erreicht das BF. Quartalsbarometer einen Wert von -7,08, nach -7,04 im Vorquartal. Zuvor hatte sich der Indikator seit seinem Tiefpunkt im Jahr 2023 in acht Schritten stetig verbessert. (Seite 6)
  • Weihnachtsmärkte und Stadtfeste – Höhere Sicherheitsanforderungen bringen Weihnachtsmärkte in Gefahr: Einkaufen geht auch im Internet, wie der stationäre Einzelhandel aus schmerzlicher Erfahrung weiß. Ein Großteil der Kunden findet das auch angenehm. Deshalb ist es wichtig, dass die Innenstädte und der Einzelhandel etwas bieten, das der Internet-Handel niemals bieten kann: Das sind Veranstaltungen wie Stadtfeste, Open-Air-Konzerte und vor allem Weihnachtsmärkte mit echten Menschen. Doch über diese gesellschaftlichen Treffen legt sich ein langer Schatten, wie die Umfrage der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland zeigt. (Seite 8)
  • Black Friday/Cyber Monday – Das Interesse ist ungebrochen hoch: In wirtschaftlich schwierigen Zeiten gewinnt der Preis beim Einkaufen immer mehr an Bedeutung – und Rabatt-Aktionen wie am „Black Friday“, der traditionell am Freitag nach dem US-amerikanischen Thanksgiving-Fest stattfindet, sind in diesem Kontext wichtig. Mit dem „schwarzen Freitag“ und dem folgenden „Cyber Monday“ beginnt die „Black Week“, in der viele Einzelhändler mit besonderen Rabatten und Angeboten locken. Nach einer Umfrage von PwC kann sich hierzulande auch in diesem Jahr die überwiegende Mehrheit (84%) dem Zauber der Preisaktionen nicht entziehen. (Seite 12)
  • Die teuersten Einkaufsstraßen der Welt – Eine Bühne für Markeninszenierungen: Unbeeindruckt von den geopolitischen Veränderungen haben sich die erstklassigen Einkaufslagen weltweit überdurchschnittlich gut entwickelt, wobei sich europäische Luxuslagen immer besser positionieren. Nachdem 2024 mit der Via Montenapoleone in Mailand erstmals eine europäische Straße den ersten Platz in der Rangliste der teuersten Einkaufsstraßen der Welt belegte, wurde sie in diesem Jahr von der New Bond Street in London abgelöst. Die frühere Nummer eins, die Upper Fifth Avenue in New York, belegt inzwischen den dritten Platz. (Seite 14)
  • Einzelhandelszentralität – Deutsche Mittelstädte können sich in puncto Einzelhandel gut behaupten: Die Quartalsberichte über den deutschen Vermietungsmarkt zeigen regelmäßig eine große Affinität namhafter Nonfood-Filialisten für die Großstädte. Das Thema Re-Urbanisierung spielt auch hier eine große Rolle. Regelmäßig zeigen die Untersuchungen von GfK/NIQ Geomarketing aber, dass Mittelstädte deutlich mehr Potenzial bieten als auf den ersten Blick zu erwarten ist: in puncto Einzelhandelszentralität, Einzelhandelsumsatz sowie Einzelhandelskaufkraft je Einwohner. (Seite 17)
  • Deutsche Fachmarkt AG – Weiter auf Wachstumskurs: Der Bestandshalter von Nahversorgungsimmobilien Deutsche Fachmarkt AG (DEFAMA) ist weiter auf Expansionskurs. So hat das Unternehmen in den ersten neun Monaten 2025 insgesamt 14 neue Fachmarktobjekte erworben. Nachdem eine Fachmarktimmobilie in Templin verkauft wurde, umfasste das Portfolio Ende September 79 Objekte. Zwei weitere Objekte wurden im Oktober beurkundet und der im Juni gemeldete Portfolio-Kauf wird im vierten Quartal ergebniswirksam. Bis zum Jahresende erwartet der Vorstand noch weitere Akquisitionen. (Seite 19)
  • Weihnachtsgeschäft Es fehlt noch der richtige Schwung: Die heiße Phase des Weihnachtsgeschäfts, das schwerpunktmäßig auf die Monate November und vor allem Dezember entfällt, ist nach Feststellung des Handelsverbands Deutschland (HDE) bislang verhalten verlaufen. Das gilt sowohl für die Woche vor dem ersten als auch für die Woche vor dem zweiten Adventssonntag. (Seite 20)