Der Handelsimmobilien Report Nr. 459

Der Handelsimmobilien Report Nr 459

  • Handelsszenario 2030+ – Neue Umsatzquellen jenseits des klassischen Warenverkaufs gefragt: Mit wachsendem Wohlstand sind die Ansprüche der Bundesbürger an die Qualität der Produkte und den Einkauf gestiegen. Deshalb muss der Einkauf im stationären Einzelhandel mehr bieten als den reinen Warenverkauf wie im Online-Shop. Andererseits zwingen steigende Lebenshaltungskosten und die aktuellen Krisen zum Sparen. Vor diesem Hintergrund bewegt sich der Einzelhandel heute im Spannungsfeld zwischen „Preisorientierung“ der Kunden einerseits und „Mehrwertkonzepten“ andererseits. (Seite 2)
  • Vermietungsmarkt – Wo der Einzelhandel bleibt, und wo er verschwindet: Der deutsche Einzelhandelsimmobilienmarkt ist so stark gespalten wie nie zuvor. Während sich Top-Lagen über eine hohe Nachfrage, stabile bis steigende Mieten und wachsendes Interesse internationaler Marken freuen, kämpfen Klein- und Mittelstädte mit sinkender Nachfrage, strukturellem Leerstand und erheblichem Mietdruck. (Emmerich, Seite 7)
  • Sustainable Building Index – Europa verliert an Schwung: Angetrieben von Deutschland hatte auch Europa unter Ägide von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in puncto Klimaschutz und Energieeffizienz bei Gebäuden eine Vorreiterrolle inne. Doch Maßnahmen zum Klimaschutz sind teuer und mit den wirtschaftlichen Unsicherheiten und der Stagnation in Deutschland sinkt nach einer Umfrage des Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) inzwischen die Dynamik im Markt für nachhaltige Gebäude, gemessen im „Sustainable Building Index“. (Seite 9)
  • Nahversorgungs-Segment – Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den europäischen Märkten: Europas Einzelhandelsmarkt für Lebensmittel zeigt erhebliche regionale Unterschiede in Bezug auf Wachstumsprognosen, Marktstruktur und betriebliche Merkmale. Die meisten europäischen Länder erwarten ein moderates Wachstum bis 2030, was sich voraussichtlich unmittelbar auf die Anforderungen an Handelsimmobilien und die damit verbundenen Investitionsstrategien auswirken wird. (Ludwig, James, Seite 11)
  • Innenstadt im Umbruch – Das Angebot muss konsequent an die Nachfrage angepasst werden: Die deutschen Innenstädte stehen vor einer Jahrhundertaufgabe: Während sich die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Besucherinnen und Besucher rasant ändern, verharren viele Zentren in alten Mustern. Dadurch entsteht teilweise eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem, was die Innenstädte anbieten, und dem, was sich die Besucherinnen und Besucher wünschen. (Prof. Pfnür, Günther, Rau, Seite 14)
  • Ladeinfrastruktur für E-Lkw – Logistikzentren als Basis der E-Mobilität: Die Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs nimmt Fahrt auf. Erst im November 2025 wurde die Mautbefreiung für batterieelektrische Lkw in Deutschland bis Juni 2031 verlängert. Ein wichtiger Schritt, der der Logistikbranche Planungssicherheit verschafft und die Anschaffung von E-Lkw nicht nur attraktiver, sondern auch wirtschaftlicher macht. (Neumeier, Seite 16)
  • Second Hand zu Weihnachten – Ein Upgrade in Sachen Individualität: Der Second-Hand-Markt wandelt sich immer mehr vom reinen Gewissensthema für den Klimaschutz zum Lifestyle-Trend. Nach einer aktuellen Umfrage des Second-Hand-Anbieters Sellpy und des Handelsverbands Deutschland (HDE), durchgeführt von Appinio, kann sich mehr als die Hälfte der Befragten (53%) inzwischen vorstellen, zu Weihnachten Second-Hand-Ware zu verschenken. Für die Umfrage wurden bundesweit 1 000 Personen bei repräsentativer demografischer Verteilung befragt. (Seite 18)
  • Factory-Outlet-Center-Markt Europa – Interesse der Investoren wächst: Das Transaktionsvolumen auf dem europäischen Outlet-Center-Markt hat sich nach Feststellung des Immobilienberaters Savills im ersten Halbjahr 2025 auf 653 Mio. Euro erhöht. Das entspricht einem Anteil von 3,2% am gesamten europäischen Einzelhandelsinvestmentmarkt und liegt über dem Zehn-Jahres-Schnitt von 1,8%. Bis August 2025 erhöhte sich das Transaktionsvolumen sogar auf über eine Milliarde Euro. Savills erwartet deshalb eine dynamische zweite Jahreshälfte. (Seite 20)