Der Handelsimmobilien Report Nr 460
- Investmentmarkt Retail – Viel Schwung im Jahresschlussquartal: Die Hoffnung der Marktakteure auf eine spürbare Belebung im Investmentmarkt für Handelsimmobilien zum Jahresschluss haben sich erfüllt. Zahlreiche Transaktionen konnten im vierten Quartal noch zum Abschluss gebracht werden, sodass sich die Asset-Klasse gemessen am gesamten Gewerbeimmobilienmarkt 2025 überdurchschnittlich entwickelt hat und das vierte gleichzeitig das umsatzstärkste Quartal war. Insgesamt präsentierte sich das Transaktionsgeschehen vielschichtig, da alle Sub-Assetklassen von Verkäufen im dreistelligen Millionenbereich profitierten. (Seite 2)
- Berlin Hyp Marktbriefing – Nach dem langen Warten werden wieder mehr Marktakteure aktiv: Der Ratschlag „Survive till 25“ war gestern. Für das neue Jahr 2026 haben Marktakteure aus der Immobilienbranche den Reim aufgesetzt: „Ich mach nix till 26“ – eine Haltung, der Prof. Tobias Just in seinem Ausblick für das laufende Jahr mit der Empfehlung „Taten statt Warten“ heftig widerspricht. Gleichzeitig kann der CEO der Berlin Hyp, Sascha Klaus, berichten, dass die Marktakteure allmählich erkennen, dass sie sich mit den aktuellen Zinsen anfreunden müssen und dass dies so manchen zum Handeln bewegt. (Seite 6)
- Kreditvergabe und Nachhaltigkeit – Regulatorik belastet den Mittelstand: Mit den steigenden Lebenshaltungskosten, den zahlreichen Krisen und der Wirtschaftsschwäche in Deutschland ist das Thema Nachhaltigkeit etwas in den Hintergrund gerückt. Zudem wirkt sich die wachsende Nachhaltigkeitsregulierung negativ aus – beispielsweise auf die Kreditvergabe an mittelständische Unternehmen. Das dürfte die Wirtschaft hierzulande weiter belasten. (Seite 8)
- ESG im europäischen Kontext – Die Datenverfügbarkeit bleibt die größte Herausforderung: Nachhaltigkeit ist trotz gegenläufiger politischer Entwicklungen weiterhin ein zentraler Treiber im europäischen Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Die Branche setzt entschlossen auf innovative Konzepte, um ökologische Zielsetzungen und wirtschaftliche Anforderungen miteinander zu verbinden. Asset Manager wie GRR, die ein breites Portfolio von Handelsimmobilien verantworten, stehen vor der Aufgabe, die anspruchsvollen ESG-Vorgaben der europäischen und nationalen Regulatoren umzusetzen. Dabei wird deutlich: Die Suche nach belastbaren Nachhaltigkeitsdaten und der Umgang mit neuartigen Technologien erweisen sich als zentrale Weichensteller für die Zukunft der Branche. ( Hirsch, Seite 10)
- Hahn Gruppe/Sonae Sierra –Gemeinsamer Südeuropa-Fonds: Sonae Sierra und die Hahn Gruppe haben im Rahmen einer Kooperation den Immobilienfonds „Hahn Sierra Food Retail Fonds“ aufgelegt. Der offene Spezial-AIF nach KAGB investiert mit einem Zielvolumen von rund 600 Mio. Euro in südeuropäische Lebensmittelmärkte in Portugal, Spanien und Italien. Im ersten Closing zeichneten sechs institutionelle Investoren Eigenkapital in Höhe von rund 150 Mio. Euro. Das angestrebte Eigenkapitalvolumen liegt bei rund 300 Mio. Euro. (Seite 12)
- MLP Group – Deutliches Plus bei der Vermietung: Der Entwickler, Eigentümer und Manager von Logistik- und urbanen Gewerbe-Parks, MLP Group, ist mit seinem Vermietungsgeschäft 2025 zufrieden. Mit einer Vermietungsleistung von 363 200 qm in den vergangenen zwölf Monaten konnte das Ergebnis von 2024 um 20% übertroffen werden. Die MLP Group sieht darin auch eine Bestätigung für ihr langfristiges und antizyklisches Geschäftsmodell. Gleichzeitig sank die Leerstandsquote nach vorläufigen Zahlen auf 4,5%. (Seite 13)
- JenAcon GmbH feiert Jubiläum – Kurze Wege bei hoher Flexibilität: Die Unternehmensberatung JenAcon mit Sitz im thüringischen Jena hat im Januar Grund zum Feiern. Vor 20 Jahren war die Unternehmensberatung mit den Geschäftsfeldern Immobilien, Mergers & Akquisitions sowie Unternehmensberatung gegründet worden. Inzwischen ist das Team auf zwölf Personen gewachsen und es wurden über 100 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von etwa 3,5 Mrd. Euro abgeschlossen. (Seite 14)
- Modehandel vor Herausforderungen – Von dem vorsichtigen Optimismus für 2025 ist wenig übriggeblieben: Vor dem Hintergrund der schwachen deutschen Wirtschaft fehlte 2025 auch dem Einzelhandel der Schwung. Zwar erzielte die Branche insgesamt 2025 nach Schätzung des Statistischen Bundesamts ein Wachstum von real 2,4% und nominal 3,6%, doch erwies sich vor allem der Internet- und Versandhandel mit real +10,8% (nominal +10,9%) in den ersten elf Monaten als Treiber. Dem für die Innenstädte so wichtigen Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren ist es im Jahresverlauf zumindest gelungen, den Umsatzrückgang auf real nur noch -0,8% und nominal -0,1% zu drücken. (Seite 15)
- Online-Handel 2025 – Die Treiber des Trends sind vielfältig: Der Online-Handel hat die Wachstumsflaute nach dem Ende der Corona-Pandemie hinter sich gelassen. Nach den neuesten Zahlen des „Branchenreports Onlinehandel 2025“ des IFH Köln ist der B2C-eCommerce in Deutschland 2025 trotz Inflation, wirtschaftlicher Unsicherheit und gedämpfter Konsumlaune gewachsen. Gemäß den Prognosen wird für das vergangene Jahr ein Wachstum von bis zu 5,7% erwartet, nach 3,8% im Jahr 2024. Das entspricht einem Marktvolumen von bis zu 110 Mrd. Euro. (Seite 17)
- Insight München – Alles dreht sich um die Innenstadt: Die bayerische Landeshauptstadt München nimmt sowohl national als auch international eine herausragende Rolle in Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport ein. Sie ist zugleich die drittgrößte Stadt Deutschlands und gehört mit dem FC Bayern nicht nur im Fußball zur „Champions League“, sondern zählt mit ihrem gesamten Ballungsraum zu den wirtschaftlich dynamischsten Regionen Europas, wie es im Report „Insight München“ von Comfort in Kooperation mit der CIMA Beratung + Management heißt. Auch der Einzelhandel ist spitze. (Seite 18)