Der Handelsimmobilien Report Nr 461
- Was hält 2026 für den Handel bereit? Die Innenstädte müssen gegen das Internet einen echten Mehrwert bieten: Im vergangenen Jahr ist der Einzelhandelsumsatz in Deutschland nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts real um 2,4% und nominal um 3,6% gewachsen – vor allem, weil der Internet- und Versandhandel zweistellig gewachsen ist. Derweil geht der Strukturwandel im stationären Einzelhandel und in den Innenstädten weiter – und damit auch die Suche nach dem richtigen Weg und der richtigen Strategie für die Zukunft. Alles bleibt im Fluss. (Seite 2)
- Einzelhandelskonjunktur – Kaufzurückhaltung bereitet Sorgen: Im Jahr 2025, das der Handelsverband Deutschland als verlorenes Jahr für den privaten Konsum einstuft, hat die Branche im Weihnachtsgeschäft aber immerhin die Prognose von 1,5% Umsatzwachstum auf 126,2 Mrd. Euro erreicht. Auch wenn damit real nur das Vorjahresniveau erreicht werden konnte. In einem herausfordernden Umfeld prognostiziert der Verband für 2026 ein Umsatzwachstum von nominal 2,0% – nach 3,0% im Jahr zuvor. Die Inflationsrate lag zuletzt bei 2,2%. (Seite 7)
- Eine neue Denkweise für den Handel – Die Innenstädte von Morgen sind multifunktionale Erlebnisräume: Die Innenstadt als Erlebnisraum: Multifunktionalität statt Monokultur: Innenstädte sind im Wandel – das ist keine neue Erkenntnis. Die entscheidende Frage lautet jedoch nicht, ob sich Innenstädte verändern, sondern wie dieser Wandel aktiv und nachhaltig gestaltet werden kann. Im Fokus dieser Überlegung muss vor allem die folgende Frage stehen: Wer kommt in die Innenstadt und warum? Denn nur dann, wenn Motive und Bedürfnisse der Besucherinnen und Besucher verstanden werden, können Strategien entstehen, die langfristig funktionieren. (Hudetz, Seite 8)
- Intersport Deutschland eG – Gruppe forciert Omnichannel-Strategie: Die Verbundgruppe Intersport Deutschland eG mit bundesweit 700 angeschlossenen Facheinzelhändlern hat mit einem Außenumsatz von 3,46 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2024/25 das Rekordniveau des Vorjahres wieder erreicht. Megatrends wie Sport und Gesundheit sowie die Forcierung der Omnichannel-Strategie haben zum Wachstum beigetragen. Hinzu kommt die 50%ige Beteiligung an der Unitex GmbH. 2026 feiert die Verbundgruppe ihr 70. Jubiläum. (Seite10)
- Münchener City-Befragung – Ein klarer Arbeitsauftrag für die Innenstadtakteure: In Deutschland gilt München als Einkaufsstadt Nummer eins, was schon daran abzulesen ist, dass hier bundesweit die höchsten Einzelhandelsmieten gezahlt werden. Verkaufsflächen sind gefragt und knapp. Doch dass es auch in der Bayernmetropole Luft nach oben gibt, zeigen die Ergebnisse der zweiten Münchener City Befragung von gut 1 000 Besuchern und 84 Handelsunternehmen. (Seite 11)
- Investmentmarkt Logistik – Es fehlten 2025 die großen „Tickets“: Die große Erholung auf dem Investmentmarkt für Logistikimmobilien, auf die viele nach dem lebhaften Schlussquartal 2024 gehofft hatten, ist 2025 ausgeblieben. Zwar zeigte sich der Markt im Jahresverlauf gemessen an der Zahl der Transaktionen immer lebhafter, doch große Einzel- und Portfoliotransaktionen waren seltener. Für 2026 wird erwartet, dass sich die Belebung stabilisiert und fortsetzt. (Seite 14)
- Kaufkraft Deutschland –Deutliches Wachstum in diesem Jahr: Nach einer moderaten Entwicklung in den vergangenen Jahren wird die Kaufkraft der Deutschen 2026 deutlich um 5% auf durchschnittlich 31 193 Euro pro Kopf steigen. Das sind 1 466 Euro pro Kopf und Jahr mehr als 2024, wie die aktuelle Kaufkraftstudie von NIQ, vormals GfK, zeigt. Wie viel von dem nominalen Kaufkraftzuwachs auf insgesamt 2,607 Bio. Euro am Ende real für die Ausgaben der Bürger übrigbleibt, wird von der Inflationsrate abhängen. Die lag 2025 – genauso wie 2024 – bei 2,2%. (Seite 16)
- Vermietungsmarkt Logistik – Hoffnung auf das Sondervermögen: Ein Wirtschaftswachstum von 0,2% im Jahr 2025 signalisieren für den deutschen Industrie- und Logistikimmobilienmarkt einen kleinen Hoffnungsschimmer aber noch nicht die erhoffte Trendwende, die den Vermietungsmarkt 2026 nachhaltig beleben könnte. Impulse kommen aber von chinesischen Online-Händlern. Zudem hofft die Branche auf die Rüstungsindustrie. (Seite 18)