Der Handelsimmobilien Report Nr. 462

Der Handelsimmbilien Report Nr 462

  • Vermietungsmarkt – Internationale Konzepte stärken Deutschlands Innenstädte: Nach einem fulminanten Start im ersten Quartal 2025 mit einem Vermietungsvolumen von 152 200 qm (JLL), dem höchsten Quartalsergebnis seit 2020, hat sich das Vermietungsgeschäft im Markt für Handelsimmobilien 2025 stabilisiert – auch wenn sich mit 116 000 qm das Flächenvolumen im vierten Quartal etwas abgeschwächt hat. Insgesamt blieb das Volumen hoch. Derweil haben die Spitzenmieten insbesondere in Städten jenseits der zehn größten Städte leicht nachgegeben. (Seite 2)
  • RICS Global Commercial Property Monitor – Stimmung bleibt hierzulande gedrückt: Eigentlich vermittelt der Commercial Property Sentiment Index (CPSI), der die Stimmung in der globalen Immobilienwirtschaft misst, zum Jahresende 2025 ein ermutigendes Signal, da der Indikator das beste Ergebnis seit dem ersten Quartal 2022 erreicht hat. Doch beim Blick auf den Indexwert für Europa ist wenig von Aufbruchstimmung zu erkennen. Dazu trägt – neben der Lage in Frankreich – nicht zuletzt die gedrückte Stimmung in Deutschland bei, die sich zum Jahresende weiter verschlechterte. (Seite 6)
  • Galeria am Alexanderplatz – Commerz Real verlängert Nutzungsvereinbarung um ein Jahr: Im Ringen um den Fortbestand des Galeria-Warenhauses am Berliner Alexanderplatz hat die Eigentümerin Commerz Real der Betreiberin Galeria mehr Zeit gegeben und die Nutzungsvereinbarung vom 1. September 2026 bis zum 31. März 2027 verlängert. Normalerweise wäre der Mietvertrag Ende August ausgelaufen. Commerz Real hatte die Warenhausimmobilie im Sommer 2023 vom früheren Signa-Eigentümer René Benko erworben. (Seite 8)
  • Schuh- und Bekleidungshandel – Was wir brauchen, ist ein Konsumschub: Der deutsche Bekleidungshandel hat das Jahr 2025 insgesamt nur mit einem schwachen Umsatzwachstum abgeschlossen. Eine noch schlechtere Bilanz musste der Schuheinzelhandel für das abgelaufene Geschäftsjahr ziehen. Beim Blick auf 2026 hoffen Deutschlands Bekleidungs- und Schuheinzelhändler zumindest auf eine Stabilisierung. Dabei sehen die Branchen aber auch die Politik in der Pflicht. (Seite 9)
  • Lebensmittelhandel in Europa – Gute Grundlage für den Aufbau einer paneuropäischen Investitionsstrategie: Den EINEN Lebensmitteleinzelhandel in Europa gibt es nicht: Der Lebensmittelhandel in Europa unterscheidet sich deutlich von Land zu Land – je nach Marktstruktur, Konsumverhalten, Kultur, regulatorischem Umfeld und wirtschaftlicher Entwicklung. (Thein, Seite 11)
  • Mixed-Use-Objekte in der City – Ein wichtiger Anker für die Transformation der Innenstadt: Unsere Innenstädte stehen vor einem grundlegenden Wandel: Steigender Leerstand, monofunktionale Handelsstrukturen und der Verlust sozialer Bezugspunkte gefährden ihre Funktion als lebendige öffentliche Räume. Die Innenstadt, wie wir sie lange kannten, verliert an Relevanz – und damit an gesellschaftlicher Tragkraft. (Steindor, Seite 13)
  • Bundeskartellamt – Wettbewerbshüter untersagen Amazon Einsatz von Preismechanismen: Das Bundeskartellamt hat Anfang Februar die Praxis der Amazon.com Inc., Seattle, USA, und der Amazon EU S.à r.l., Luxemburg, untersagt, die Preise von Händlern auf dem deutschen Amazon Marketplace zu beeinflussen. Nach Vorgaben der Wettbewerbsbehörde darf Amazon „Mechanismen zur Kontrolle der Händlerpreise“ künftig nur noch ausnahmsweise, insbesondere für Fälle des Preiswuchers, einsetzen. (Seite 15)
  • Textil- und Modehandel – Die Lage der Branche bleibt volatil: Der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung und Lederwaren konnte 2025 nicht vom Weihnachtsgeschäft profitieren und verbuchte allein im Dezember einen Umsatzrückgang von nominal -1,3%. Im Gesamtjahr blieb unter dem Strich ein Umsatzrückgang von -0,3%. Geprägt wird die Geschäftsentwicklung jedoch nicht nur von der Kaufzurückhaltung der Deutschen, sondern auch von den Verschiebungen zwischen den Vertriebskanälen „Online“ und „Offline“ sowie den Folgen der Pandemie. (Seite 17)