Der Handelsimmobilien Report Nr 464
- Investmentmarkt Europa – Das Vertrauen in Retail Assets nimmt wieder spürbar zu: Handelsimmobilien gehörten auf dem europäischen Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien zu den Erfolgsgeschichten des Jahres 2025, wie BNP Paribas Real Estate in seiner Marktanalyse über den europäischen Retail Markt feststellt. Eine beachtliche Renaissance erlebte dabei der europäische Shopping-Center-Markt mit einigen großvolumigen Transaktionen. (Seite 2)
- Gewerbliche Immobilienfinanzierung – Auf Basis aktueller Marktwerte gibt es durchaus reichlich Kapital: Bereits seit längerem zeichnet sich ab, dass 2026 für den Gewerbeimmobilienmarkt zum Jahr der Entscheidung werden könnte. Die Zahl der Non-Performing Loans NPL (notleidende Kredite), die nicht refinanziert werden können, und das Volumen der auslaufenden Finanzierungen dürfte den Höhepunkt erreichen, sodass sich immer mehr Marktakteure im Zuge der Refinanzierungsverhandlungen mit Blick auf die gestiegenen Bauzinsen den neuen Realitäten stellen müssen. (Seite 6)
- Fachmarktimmobilien als Anlage – Lebensmittel zählen mehr als Steine: Die Anlage-Klasse Fachmärkte und Fachmarktimmobilien wurde in Deutschland lange unterschätzt, passten sie doch nicht in das geltende Raster von Core-Immobilien. Der Wert dieser Immobilien leitet sich aus ihrer Bedeutung für die Versorgung der Bevölkerung mit dem Lebensnotwendigsten ab – nicht aus Steinen. (Seite 8)
- Modehandel – Licht und Schatten einer Leitbranche: Der stationäre Einzelhandelsumsatz mit Bekleidung und Schuhen befindet sich in einem langfristigen Abwärtstrend. Die Gründe liegen nicht allein im gewachsenen Wettbewerb durch Online-Anbieter bzw. Onlinekanäle, sondern auch im Rückgang der bezahlten Preise pro Kleidungsstück. (Jahn, Seite 11)
- Expansion in Europa – Rein in den Markt, aber bitte mit Plan: Die europäische Expansion im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) ist für viele Unternehmen strategisch attraktiv – sei es durch klassische M&A-Transaktionen, neue Vertriebsmodelle oder digitale Store-Konzepte. Doch der Eintritt in neue Märkte erfordert weit mehr als eine wirtschaftliche Bewertung: Rechtsunsicherheiten, kulturelle Unterschiede und regulatorische Besonderheiten bergen erhebliche Risiken – und zugleich Gestaltungschancen. (Baumüller, Seite 13)
- Deutsche Fachmarkt AG – Die 500-Millionen-Euro-Marke im Blick: Der Vorstand der Deutschen Fachmarkt AG (DEFAMA) sieht auch 2026 weitere Wachstumschancen für den Bestandshalter von Fachmarktimmobilien aus dem Lebensmittel- und dem Nonfood-Einzelhandel in Klein- und Mittelstädten. So verzeichnete das Unternehmen seit Jahresbeginn weitere fünf Zukäufe, so dass sich das bundesweite Portfolio auf 99 Einzelhandelsimmobilien mit rund 330 000 qm Nutzfläche beläuft – nach 94 zum Jahresende 2025. Die Vermietungsquote liegt bei 93%, der Wert des Portfolios per Jahresende bei 352 Mio. Euro. (Seite 15)
- Haushaltsverteilung in Deutschland – Große Unterschiede zwischen (Uni)Stadt und ländlichem Raum im Osten: Die verschiedenen Generationen haben ganz unterschiedliche Konsumgewohnheiten und Ansprüche an den Einzelhandel, seine Geschäfte und die Art, wie Online und Offline miteinander verknüpft werden. Darauf müssen sich die Marktakteure einstellen. Wie sich die einzelnen Genrationen bundesweit verteilen und wo Alt und Jung bevorzugt leben, hat das Marktforschungsunternehmen Nielsen IQ (NIQ), das 2023 die GfK übernommen hat, in der neuen Studie „NIQ Bevölkerungsstrukturdaten 2025“ untersucht. (Seite 16)
- Einzelhandel in Österreich – Vor allem austauschbare Konzepte geraten unter Druck: Dass „Handel“ im Laufe der Jahre immer auch „Wandel“ bedeutet, zeigte die jüngste Expansionsanalyse von Regio Data Research für den österreichischen Einzelhandelsmarkt. Sie basiert auf der Untersuchung von 680 aktiven Vertriebslinien in der Alpenrepublik. (Seite 18)