Der Handelsimmobilien Report Nr 467
• Fashion-Handel 2025/2026 – Wachstum ist trotz Krise möglich: Der Start des Einzelhandels mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren ins Jahr 2026 hätte besser sein können: Nominal gingen nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes die Erlöse um 1,3% und real um 1,8% zurück. Die steigenden Lebenshaltungskosten führen zu einem „bewussteren Konsum“ und „kontrollierter Geldausgabe“. Doch mit der richtigen Positionierung ist Wachstum möglich, wie der ECC WEB Talk über die Fashionbranche 2025/2026 zeigte. (Seite 2)
• Gewerbliche Immobilienfinanzierung – Instabiles Zinsumfeld bereitet Sorgen: Schon im vierten Quartal 2025 hatte die stetige Stimmungsaufhellung bei den gewerblichen Immobilienfinanzierern ein Ende gefunden und war in eine Seitwärtsbewegung eingetreten. Im ersten Quartal 2026 zeigte der Index des BF Quartalsbarometers mit einem Minus von 9,74 Punkten eine „gedämpfte Stimmung“ und eine eingeschränkte Finanzierungsbereitschaft der Kreditinstitute – obwohl das Neugeschäft gewachsen ist und es weniger Non Performing Loans (NPL) gibt. Bei einem Indexwert von 0 gilt der Markt als ausgeglichen. (Seite 7)
• Luxuslagen in Europa – Die physischen Läden sind von strategischer Bedeutung: Während der innerstädtische Einzelhandel mit der krisenbedingten Kaufzurückhaltung zu kämpfen hat, stellt sich die Lage des europäischen Luxuseinzelhandels deutlich krisenresilienter dar. Die bekannten Marken setzen weiter auf Expansion und investieren in die Qualität ihrer Verkaufsflächen sowie in mehrstöckige Konzepte, um ihr „Markenuniversum erlebbar zu machen“. In Deutschland spielen vor allem die Königsallee in Düsseldorf und die Maximilianstraße in München ganz vorne mit. (Seite 9)
• Mey & Edlich eröffnet Laden in Köln – Eine Traditionsmarke kehrt zurück: Im angespannten deutschen Modemarkt gibt es manchmal auch kleine Lichtblicke und gute Nachrichten. Dazu gehörte am 17. April die Eröffnung des neuen Mey & Edlich-Marken-Stores für Männermode auf 240 qm in der Ehrenstraße 30-32 in Köln. Für die traditionsreiche Marke ist das die Rückkehr in den stationären Einzelhandel – unter dem Dach des Walbusch-Konzerns. (Seite 11)
• Neubau von Logistikimmobilien – Der Handel ist die tragende Säule: Der Blick auf den Vermietungsmarkt für Logistikimmobilien zeigt, dass zumindest in einigen Regionen die Nachfrage nach Flächen stark ansteigt und die vorübergehende Zurückhaltung beim spekulativen Neubau Folgen hat. In diesem Umfeld erweisen sich der Groß- und Einzelhandel sowie der E-Commerce als Treiber und Stabilisator des Neubaugeschäfts. (Seite 12)
• Investmentmarkt Logistik – Moderater Start ins Jahr 2026: Die kontinuierliche Erholung auf dem Investmentmarkt für Logistikimmobilien im vergangenen Jahr hat sich im ersten Quartal 2026 zunächst nicht fortgesetzt. Die erhofften positiven Impulse durch das Sondervermögen der Bundesregierung und einen robusten Nutzermarkt wurden seit März durch die Folgen des Iran-Konflikts kompensiert – auch wenn es mehr kleinteilige Transaktionen gab als im Vorjahr. (Seite 13)
• Vermietungsmarkt Logistik – Geringe Neubautätigkeit zeigt Wirkung: Nachdem sich das Vermietungsgeschäft bei Industrie- und Logistikimmobilien im Jahresverlauf 2025 kontinuierlich verbessert hat, konnte der Markt im ersten Quartal 2026 an diesen Aufwärtstrend anknüpfen. Von einem „soliden Jahresauftakt“ auf dem Niveau der Vorjahre bis zu einem „hervorragenden Start“ lautete die Beurteilung der Immobilienberater. (Seite 15)
• Kaufkraftverteilung in der DACH-Region – Die Schweiz liegt uneinholbar vorne: Deutschland gilt im europäischen Verbund als sehr wohlhabendes Land. Diesen Eindruck vermitteln auch gerne die deutschen Politiker, die daraus ihren Führungsanspruch ableiten. Deshalb entfällt auf Deutschland im Euro-Raum auch die höchste Haftungssumme. Der Frage, wo die Deutschen innerhalb der DACH-Region – Deutschland, Österreich, Schweiz – stehen, ist NIQ Geomarketing (vormals GfK Geomarketing) in seiner Kaufkraftstudie 2026 nachgegangen. (Seite 17)