Der Handelsimmobilien Report Nr 469
- Shopping-Center im Wandel – Gefragt sind Flexibilität und die Fähigkeit zur Transformation: Der Neubau-Boom am deutschen Shopping-Centermarkt ist längst abgeflaut. Die veränderten Ansprüche an heutige Einkaufslagen verlangen den Einkaufstempeln viel ab: Flexibilität, kreative Angebote und möglichst die perfekte Komposition für den jeweiligen Standort. Center müssen neu gedacht werden, wie es im Shopping-Center Report 2026 heißt. Das eröffnet aber auch noch viel Potenzial. (Seite 2)
- Hahn und Sonae Sierra investieren gut 70 Mio. Euro: Die Hahn Gruppe und Sonae Sierra haben die drei ersten Objekte für den Hahn Sierra Food Retail Fonds erworben. Dazu gehören ein Eroski-Hypermarkt in San Sebastián (Spanien) und zwei Continente-Verbrauchermärkte in Portugal. Für zwei Continente-Märkte in Portugal gibt es Kaufoptionen, die bis Ende 2026 vollzogen werden sollen. (Seite 5)
- RICS GCPM – Verschlechterung der Kreditkonditionen belastet die Stimmung zum Jahresstart: Auf globaler Ebene war beim Commercial Property Sentiment Index (CPSI), der die Stimmung auf den weltweiten Immobilienmärkten misst, im ersten Quartal 2026 wenig Veränderung festzustellen. Doch innerhalb der Weltregionen veränderte sich einiges, wie die jüngsten Zahlen des RICS Global Commercial Property Monitor (GCPM) zeigen. Das gilt für einen Großteil der europäischen Länder und hier insbesondere für Deutschland – auch wenn ein leichter Aufwärtstrend auf sehr niedrigem Niveau zu erkennen war. (Seite 7)
- Signa-Insolvenz – WKStA weitet Betrugsermittlungen aus und ermittelt gegen Aufsichtsratschef: Der Verfahrenskomplex um die Signa-Insolvenz zieht immer weitere Kreise. So hat die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft Wien (WKStA) neue Ermittlungen wegen Untreue, Betrug und betrügerische Krida (Konkurs) eingeleitet beziehungsweise ihre Ermittlungen ausgeweitet. In diesem Kontext ermittelt die österreichische Behörde auch gegen Alfred Gusenbauer in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender von zwei Signa-Gesellschaften wegen Untreue in Höhe von rund 10 Mio. Euro. (Seite 9)
- GDC Deutschland GmbH – Bei Depot steht alles auf dem Prüfstand: Den ersten Insolvenzantrag in Eigenverwaltung hatte die expansionsfreudige Handelskette für Wohnaccessoires, Depot, respektive ihre Muttergesellschaft, die Gries Deco Company GDC, am 15. Juli 2024 beim Amtsgericht Aschaffenburg gestellt. Nach einem Sanierungsverfahren, das am Ende sehr viel umfangreicher ausfiel als zunächst geplant, stellte die Handelskette knapp zwei Jahre später, Mitte Mai, erneut einen Insolvenzantrag. (Seite 11)
- Douglas Group – Der Markt pendelt sich neu ein: Traditionell sind hochpreisige Konsumgüter krisenresilienter als die Güter des Massenkonsums. Doch auch bei Europas führendem Einzelhändler für „Premium Beauty“, der Douglas Group mit Sitz in Düsseldorf, haben sich die geopolitischen Unsicherheiten, die wachsende Inflation – vor allem bei den Energiekosten – und die „schwächste Konsumentenstimmung im Euroraum seit Ende 2022“ auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt. Dem will die Geschäftsführung mit einer wachstumsfördernden Strategie entgegenwirken. (Seite 12)
- Deutsche Fachmarkt AG – Viele Mietverträge abgeschlossen: Die Deutsche Fachmarkt AG (Defama) hat langfristige Mietverträge mit Bestandsmietern geschlossen, die auch eine gemeinsame Weiterentwicklung und Modernisierung der Standorte vorsehen. Zugleich sichert das Unternehmen damit künftige Erträge und erreicht durch ESG-Maßnahmen eine Aufwertung des Portfolios. Auch der Leerstand wurde vermindern. (Seite 14)
- Recycling von Alttextilien – Vom Abfall zum Rohstoff: Der regulatorische Druck aus der EU, etwas gegen die riesigen Abfallberge aus Altkleidern zu tun, wächst. Das Kölner Start-up CRCL hat jetzt mit Apatura ein kreislauffähiges Granulat aus Alttextilien entwickelt, um daraus Materialien für andere Branchen zu erzeugen – vom Abfall zum Rohstoff. (Seite 15)
- Präferenzen der Generation Z – Wichtig ist der nachvollziehbare Nutzen: Die zwischen Ende der 1990er-Jahre und den frühen 2010er-Jahren geborene „Genration Z“ ist für den stationären Einzelhandel deshalb so wichtig, weil sie die erste Generation ist, die von Anfang an mit Internet, Smartphones und dauerhaft verfügbaren Informationen groß geworden ist. Eine echte Generation der „Digital Natives“ also. Doch nicht alles, was als „typisch Gen Z“ gilt, ist aus Sicht von Experten neu und/oder dauerhaft relevant für den Einzelhandel. Deshalb lohnt der genauere Blick. (Seite 16)