Der Handelsimmobilien Report Nr 470
- Vermietungsmarkt Retail – Strategische Anmietungen und internationale Marken prägen den Markt: Mit einem Flächenvolumen in der Bandbreite von 470 000 bis 519 000 qm hatte der deutsche Vermietungsmarkt für Handelsimmobilien 2025 – beflügelt von großflächigen Vermietungen – wieder an die Vor-Corona-Zeiten anknüpfen können. Mit einem Flächenvolumen von rund 100 000 qm im ersten Quartal 2026 liegt das Ergebnis zwar unter dem Fünf-Jahres-Durchschnitt von 115 200 qm für erste Quartale, doch die hohe Zahl von Vertragsabschlüssen und das große Interesse internationaler Handelsmarken zeugen auf den zweiten Blick von guten Nachfrageimpulsen im deutschen Vermietungsmarkt für Retail Assets. (Seite 2)
- Das Interview – Lebensmittelgeankerte Objekte sind quasi „unsinkbare Schiffe“: Gespräch mit Dr. Joachim Arenth, geschäftsführender Gesellschafter und Oliver Heinrichs sowie Matthias Alff, beide Geschäftsführer des Unternehmensberaters JenAcon, über das aktuelle Transaktionsgeschäft, die Präferenzen der Investoren, die Verfügbarkeit von Kapital, die besondere Stellung von Nahversorgungsimmobilien und die Erwartungen für 2027. (Seite 6)
- Global Retail Attractiveness Index (GRAI) – Zeichen der Stabilisierung in Europa: Die Spuren des Iran-Konflikts in Deutschland und Europa sind unübersehbar. Vor diesem Hintergrund signalisiert der Global Retail Attractiveness Index (GRAI) für den europäischen Einzelhandel im weltweiten Vergleich – trotz leichter Abschwächung – eine beachtliche Widerstandsfähigkeit. Nach der lebhaften Entwicklung 2025 konnte der Indexwert von 115 Punkten aus dem Vorjahr gehalten werden. Auch wenn sich die beiden Teilindikatoren „Verbraucherstimmung“ und „Vertrauen der Einzelhändler“ leicht abgeschwächt haben. (Seite 8)
- Shopping-Center-Investmentmarkt – Es ist eine graduelle Erholung in Sicht: Attraktive Renditen und eine gut gefüllte Transaktionspipeline schüren Erwartungen an die Rolle von Shopping-Centern auf dem deutschen Einzelhandelsinvestmentmarkt. Auf Grund fundierter Prüfungen und zeitintensiver Verhandlungsprozesse lassen höhere Investitionsvolumina jedoch auf sich warten. (Schwarze, Seite 10)
- Tegut-Filialen – Tante Enso will über 30 Märkte: Mit Edeka und Rewe stehen die beiden größten Interessenten fest, die derzeit mit der Genossenschaft Migros Zürich (GMZ) über den Erwerb der großen Tegut-Filialen sowie eines Logistikzentrums, einer Bäckerei und den Betreiber der Teo Smart Stores verhandeln. Es gibt aber auch noch gut 30 der insgesamt 350 Tegut-Standorte im ländlichen Raum, die nicht ins Filialnetz der Großen passen, die für die Menschen in der Region aber sehr wichtig sind.(Seite 11)
- Sonae Sierra – Eines der besten Jahre in der Geschichte: Sonae Sierra zieht für das vergangene Jahr eine positive Bilanz. Bei einem verwalteten Vermögen von 6,9 Mrd. Euro erzielte der Entwickler, Bestandshalter und Dienstleister für Dritte ein bereinigtes Nettoergebnis (Gewinn) von 109,8 Mio. Euro, was gegenüber 2024 einem Plus von 12,9% entspricht. (Seite 12)
- Industrie- und Logistikimmobilien – Die industrielle Revolution funktioniert nicht ohne Menschen: Die nächste industrielle Revolution wird oft als reines Technologiethema beschrieben, bei dem es auf das Zusammenspiel von Künstlicher Intelligenz (KI), Robotik, Sensorik und Automatisierung ankommt. Tatsächlich verändern sich aber nicht nur die Maschinen und Produktionsprozesse, sondern komplette Wertschöpfungssysteme. (Gigl, Seite 14)
- Mieter in Einkaufszentren – Mode-Handel hat leicht verloren, bleibt aber wichtigster Nutzer: Genauso wie die Einkaufsstraßen in Deutschlands Metropolen wird auch das Angebot in den deutschen Shopping-Centern durch die Filialisten geprägt. Gemäß der Mieter-Liste im jüngsten Shopping-Center Report 2026 von EHI und German Council of Shopping Places führte auch 2025 der Schuhanbieter Deichmann die Liste der häufigsten Mieter an. Der Filialisierungsgrad in Centern lag bei 75%. Insgesamt gab es in den 506 deutschen Einkaufszentren im Vorjahr 26 489 Mitverhältnisse (-0,1%). (Seite 16)