Der Handelsimmobilien Report Nr. 472:

Der Handelsimmobilien Report Nr 472

  • Investmentmarkt – Erschwerte Rahmenbedingungen bremsen die Marktdynamik: Die Entwicklung auf den Investmentmärkten bleibt volatil. Nach einem soliden Start mit vielen vor allem kleinteiligen Transaktionen im ersten Quartal haben die steigende Inflationsrate als Folge des Iran-Konflikts und die Erhöhung der Leizinsen dazu geführt, dass die Prüfungsprozesse intensiviert wurden und sich die Entscheidungsprozesse verlängern. Das hat die Dynamik im zweiten Quartal gedämpft. Dennoch sind die Experten für das zweite Halbjahr zuversichtlich, da sich bei Retail Assets noch hochwertige Einzelobjekte und diverse Portfolios im Verkaufsprozess befinden. (Seite 2)
  • Immobilienfinanzierung 2026 – Der aufgestaute Refinanzierungsbedarf ist der „weiße Elefant im Raum“: Bereits 2025 zeichnete sich ab, dass das Jahr 2026 für den Bereich gewerbliche Immobilienfinanzierung besondere Herausforderungen bereithalten wird. Die Zahl der notleidenden Kredite und der Refinanzierungsbedarf bei Bestandsimmobilien erreichen ihren Höhepunkt, während die geopolitischen Unsicherheiten andauern, die Inflationsrate in der Euro-Zone auf 2,8% geklettert ist und die Finanzierungskosten zulegen. Ein Problem bleiben die Bestandsfinanzierungen. (Seite 6)
  • Lebensmittelkauf – Eine eher von Pragmatismus geprägte „Konsumrealität“: Die Verbraucherstimmung in Deutschland bleibt auch mit Blick auf die schwachen Wachstumsraten in der Wirtschaft gedämpft. In diesem Umfeld bewegt sich der tägliche Lebensmittelkauf im Spannungsfeld von gesunder Ernährung und Nachhaltigkeit sowie der Notwendigkeit, angesichts immer weiter steigender Preise auf das eigene Budget zu achten. Deshalb befasste sich die neueste KPMG-Studie „Consumer Barometer 2026“, die in Kooperation mit dem EHI entstanden ist, mit dem aktuellen „Einkaufsverhalten im Lebensmittelhandel“. (Seite 8)
  • Einzelhandelskaufkraft Europa – Deutschland unter dem Durchschnitt: In der Europäischen Union ist Deutschland die größte und finanzstärkste Volkswirtschaft. In der Euro-Zone entfällt auf Deutschland mit 26% die größte Haftungssumme vor Frankreich mit 21%. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie stark beispielsweise der Einzelhandel im europäischen Vergleich von der Finanzkraft der deutschen Volkswirtschaft profitiert. Das Ergebnis: nur unterdurchschnittlich. (Seite 10)
  • Hamburg-Bergedorf – Stadt kauft Karstadt-Standorte: Die Karstadt-Warenhäuser am Bergedorfer Markt und am Sachsentor waren über Jahrzehnte prägende Bestandteile der Innenstadt von Hamburg-Bergedorf. Als Frequenzbringer waren sie wichtige Anziehungspunkte für den lokalen Einzelhandel und trugen wesentlich zur Attraktivität des Stadtteilzentrums bei. Beide Häuser wurden kurz vor Weihnachten 2020 im Zuge der Corona-Verordnungen geschlossen und nie wieder geöffnet. (Richter, Seite 12)
  • Quincy Köln – „Wenn Sie jetzt DuMont-Carré sagen, dann lege ich auf“: Das DuMont-Carré in Köln hatte jahrelang Probleme mit der richtigen Positionierung im Markt. Da war es mit einem Eimer Farbe nicht getan. Um das Center auf Kurs zu bringen, war eine grundlegende Revitalisierung notwendig. Und die hat funktioniert. (Martin, Seite 14)
  • Nachnutzung von Warenhäusern – Erfolgreiche Transformation: Infolge mehrerer Galeria-Insolvenzen wurden in Innenstädten und an Handelsstandorten zahlreiche Warenhäuser geschlossen. Ihre Nachnutzung stellt Städte und Eigentümer vielerorts vor Herausforderungen – Shopping-Center zeigen, wie sich die Flächen effektiv transformieren lassen. (Köhler, Seite 16)
  • Factory-Outlet-Markt Europa – Ein Nischenmarkt mit Besonderheiten: Factory bzw. Designer Outlet Center sind nur eine kleine, aber erfolgreiche Gruppe im europäischen Einzelhandel. Für Markenhersteller sind sie ein wichtiger Vertriebskanal. Erfolg ist aber auch in diesem Markt kein Selbstläufer. (Seite 18)