Der Handelsimmobilien Report Nr 474
- Vermietungsmarkt Retail – Vielfalt an Marken und Konzepten aus dem Ausland beleben die Einkaufslagen: Nach einem überdurchschnittlichen Jahr 2025 mit zahlreichen großflächigen Vermietungen im Markt für Handelsimmobilien ist das Jahr 2026 etwas schwächer gestartet. In diesem Umfeld bewegten sich die Spitzenmieten beim Gros der untersuchten innerstädtischen Einkaufsstraßen seitwärts und zeigten sich relativ stabil. Besonders aktiv sind auch in diesem Jahr wieder internationale Handelsmarken und gefragt sind vor allem Flächen in den Top-Lagen der Top-Städte. (Seite 2)
- Immobilienpreisindex – Differenziertes Bild im zweiten Quartal: Obwohl die Renditen für Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit bedingt durch die Iran-Krise gestiegen sind und die Bauzinsen die 4-Prozent-Marke nach oben durchbrochen haben, sind die Immobilienpreise im zweiten Quartal 2026 nach den Zahlen des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VdP) gemessen am Vorjahresquartal über alle betrachteten Anlage-Klassen um 1,3% gestiegen. Gemessen am ersten Quartal gingen sie gemäß Immobilienpreisindex aber um 0,1% zurück. Der zweite Blick auf den Index zeigt ein gemischtes Bild. (Seite 6)
- Bundeskartellamt – Bedenken gegen Übernahme von 202 Tegut-Märkten durch Edeka: Gegen die angemeldete Übernahme von 202 Tegut-Märkten durch den Edeka-Verbund hat das Bundeskartellamt in seiner vorläufigen Bewertung erhebliche wettbewerbliche Bedenken geäußert und die Beteiligten darüber informiert. Die bislang in diesem Kontext vom Lebensmittelhändler Edeka angebotenen Zugeständnisse reichen der Wettbewerbsbehörde noch nicht aus, um ihre Bedenken vollständig auszuräumen. (Seite 8)
- Ökosystem Großfläche – Die Neuerfindung des Handelsplatzes: Vom Ankermieter zum aktiven Gestalter: Der klassische Handelsplatz steht an einem Wendepunkt. Kaufland hat diese Entwicklung frühzeitig erkannt und seine strategische Rolle grundlegend erweitert: Das Unternehmen agiert traditionell als wesentlicher Frequenzanker. (Gehle, Seite 11)
- Hahn Pluswertfonds 187 – Lebensmittelgeankerte Stabilität: Die Hahn Gruppe bleibt auch in schwierigen Zeiten am Ball. Der von der Kapitalverwaltungsgesellschaft DeWert Deutsche Wertinvestment GmbH aufgelegte geschlossene Publikums-AIF „Hahn Pluswertfonds 187 – Fachmarktzentrum Bensheim“ investiert rund 44 Mio. Euro in ein voll vermietetes Fachmarktzentrum im Zentrum der hessischen Stadt Bensheim. Mit dem neuen Pluswertfonds setzt die Hahn Gruppe gleichzeitig die Zusammenarbeit mit der Regionalgesellschaft Edeka Südwest fort, die sich auch mit mehr als 10% am Fonds-Kapital beteiligt. (Seite 13)
- Deutsche Euro Shop – Umwandlung in europäische Gesellschaft: Deutschlands einziger börsennotierter Shopping-Center-Investor, die Deutsche Euro Shop AG (DES), hat ihre Umwandlung in eine europäische Gesellschaft abgeschlossen. Mit der Eintragung als Deutsche Euro Shop SE (Societas Europaea, SE) am 31. Juli 2026 in das Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg wurde die Umwandlung wirksam. (Seite 14)
- MEC Metro ECE Centermanagement – Kontinuität und neue Impulse: Die MEC Metro-ECE Centermanagement hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 128 Neu- und Anschlussmietverträge über rund 72 000 qm abgeschlossen. Darin sind auch Neueröffnungen von namhaften Handelsunternehmen enthalten. Ziel ist es, die Standorte kontinuierlich an die Kundenbedürfnisse und die Marktveränderungen anzupassen. (Seite 15)
- Vermietungsmarkt Logistik – Aufnahmefähigkeit im Markt gestiegen: Ungeachtet des moderaten gesamtwirtschaftlichen Umfelds ist die Nachfrage nach Logistikflächen im ersten Halbjahr 2026 gestiegen, der Leerstand im Big-Box-Segment gesunken und die Spitzenmieten in den Top-Logistikregionen haben weiter zugelegt. Vor allem das zweite Quartal zeigte sich sehr dynamisch. Das lässt auch im zweiten Halbjahr auf eine positive Entwicklung im Vermietungsmarkt für Industrie- und Logistikimmobilien hoffen. (Seite 16)
- Gesundheitsmarkt – Es zählen Preis-Leistung und Nutzen: Mit wachsendem Wohlstand können sich die Menschen – über das unbedingt Notwendige hinaus – immer mehr leisten, sodass immer mehr Einflussfaktoren den Konsum bestimmen. Mit der Frage, wie die Gesundheit und das Wohlbefinden der Generationen sowie die Affinität zur Technik die Kaufentscheidungen der Deutschen beeinflussen, befasste sich die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in ihrer Studie „Voice of the Consumer“. (Seite 18)