Der Handelsimmobilien Report Nr. 68

31.März 2010   

Der Handelsimmobilien Report Nr. 68

Editorial von Ruth Vierbuchen, Chefredakteurin Handelsimmobilien Report: Am 12. April entscheiden die Gläubiger über den Insolvenzplan von Karstadt. Das Gelingen der Sanierung wird aber davon abhängen, ob für den Warenhaus-Konzern ein kompetenter Käufer gefunden wird. Dabei werden schon viele unterschiedliche Szenarien durchgespielt. Auch die Deutsche Warenhaus AG wird wieder ins Spiel gebracht. Doch nicht jede Lösung dürfte für die Immobilien-Eigentümer von Vorteil sein. (Seite 1)

  • Konjunktur – Vorsichtiger Optimismus im Einzelhandel: Im vergangenen Jahr hat der private Konsum die deutsche Wirtschaft gestützt und der Einzelhandel kam mit einem relativ geringen Umsatzrückgang von nominal 1,6% durchs Tal der Weltwirtschaftskrise. Die Frage, wie stark die Arbeitslosigkeit – nach Auslaufen des Kurzarbeitergeldes – in diesem Jahr steigt, hat die Prognosen über die Entwicklung der Konsumkonjunktur bislang erschwert. Nun schätzt Aberdeen Research in seinem „Market Outlook Deutschland“, dass die Arbeitslosenquote nur von 8,2%  auf 8,7% steigen wird – und damit unter dem EU-27-Durchschnitt von 9,7% liegen dürfte. Das lässt auf Stabilität hoffen. (Vierbuchen, Seite 2)

 

  • Serdika Center trotzt den Widrigkeiten in Osteuropa: Mitte März eröffneten die Hamburger ECE und die Wiener Sparkassen Immobilien AG mit dem „Serdika“ ein Shopping-Center, das in Sofia, Bulgarien und Südosteuropa Zeichen setzen soll. Es soll aber auch einen wichtigen Impuls geben für die Belebung des Shopping-Center-Marktes in Osteuropa. Experten glauben, dass die Wirtschaft in der Region in diesem Jahr den Boden erreichen wird. (Vierbuchen, Seite 6)

 

  • Ein Center-Upgrade wirkt auf den ersten Blick sexy – aber…: Upgrades oder Neupositionierungen von Shopping-Centern glücken meist nicht. Zu diesem Ergebnis kommt GfK GeoMarketing in einer Auswertung von 18 Centern in 6 europäischen Ländern – in nur 4 Fällen war die Neupositionierung erfolgreich. Bei der vergleichenden Analyse wurden vor allem Einkaufszentren berücksichtigt, die aus Fachmarktlagen bzw. Hypermarkt-dominierten Center-Anlagen entwickelt wurden. (Radtke, Seite 10)

 

  • Multi Corporation verkauft Center-Portfolio an Corio: Die niederländische Multi Corporation will Kasse machen. Konkret verkauft das Unternehmen das Forum Duisburg und die im vergangenen Herbst eröffnete Centrum Galerie in Dresden sowie das Espacio Torrelodones in Spanien und das Espaco Guimaraes in Portugal für 662 Mio. Euro an den  niederländischen Spezialisten für Development, Redevelopment und Management, die börsennotierte Corio. Mit dem Geld will Multi das Fundament legen für neue Investments. (Vierbuchen, Seite 12)

 

  • Hahn-Gruppe will Ertragslage nachhaltig verbessern: Der neue Vorstandschef der Hahn-Gruppe in Bergisch-Gladbach, Michael Nave, will 2010 die nachhaltige Ertragswende schaffen und ein positives Konzernergebnis vorlegen. Seine Zuversicht gründet Nave auf die Einschätzung, dass „die Nachfrage nach professionell gemanagten Immobilienfonds für private und institutionelle Anleger mit höheren Einmalerträgen und Managementerlösen“ steigen wird. Um das Ziel zu erreichen, hat er einiges in der Pipeline. (Vierbuchen, Seite 13)

 

  • Hamborner Reit AG ist gut durch die Krise gekommen: Die Krise hat bei der Hamborner REIT AG im Jahr 2009 zwar auch Spuren hinterlassen, doch bewegt sich das Unternehmen noch deutlich im positiven Bereich. So lag der Jahresüberschuss mit 5,1 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 17,3 Mio. Euro und auch das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) hat sich mit 16,9 Mio. Euro gegenüber 2008 (31 Mio. Euro) fast halbiert. Doch das Fundament des Unternehmens ist stabil. (Vierbuchen, Seite 14)

 

  • § 24a LEPro NRW – Gescheiterte Landesplanung schafft Rechtsunsicherheit: Die Einführung des umstrittenen § 24a LEPro NRW (Landesentwicklungsprogramm) zur Steuerung des großflächigen Einzelhandels hat ein hohes Maß an Rechtsunsicherheit geschaffen. Dieser Zustand dauert nun schon seit mehreren Jahren an, was zu erheblichen Hindernissen für die Einzelhandelsentwicklung an Standorten außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche geführt hat. (RA Langguth, Seite 15)
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