Der Handelsimmobilien Report Nr. 81

Der Handelsimmobilien Report Nr. 81

–        Editorial von Ruth Vierbuchen, Chefredakteurin „Handelsimmobilien Report“: Der grenzenlose Leichtsinn aus der Boom-Phase ist vielfach hartnäckigem Sicherheitsdenken gewichen. Bei allem Optimismus bleibt also die Vorsicht Trumpf. Vor allem das Instrument der Verbriefung packt niemand mehr an. Um dieses – durchaus wichtige – Finanzierungsinstrument wieder in Gang zu bringen, sind viel Vertrauensarbeit und sichere Konzepte nötig. (Seite 1)

–        Expo Real Nachlese: Mehr Optimismus – aber noch nicht genügend Liquidität: Der Immobilienmarkt kommt wieder in Bewegung und zeigt Zeichen von Normalität. Das belegte die 13. Expo Real in München. Doch ungetrübt ist diese Normalität noch nicht. Die Marktteilnehmer suchen vor allem Stabilität in sicheren Anlagen und lassen noch einiges an Phantasie vermissen. Vor allem aber beklagen viele, dass die Finanzierung vorerst der Flaschenhals bleiben wird. (Vierbuchen, Seite 2)

–        Sicherheitsdenken behindert den Investmentmarkt: Wenn es weiter so gut läuft, dann könnte der deutsche Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien 2010 wieder an die Zeit vor der Krise anknüpfen und das „Tal der Tränen“ hinter sich lassen. Marktforscher wie Jones Lang LaSalle erwarten mit Blick auf die recht günstigen gesamtwirtschaftlichen Prognosen für das Gesamtjahr ein Transaktionsvolumen von 18 – 20 Mrd. Euro. Das wäre eine Verdoppelung des Vorjahreswertes. Handelsimmobilien haben dabei ihre dominierende Rolle behalten. (Vierbuchen, Seite 6)

–        Shopping-Center – Revitalisierungsbedarf ist ganz erheblich: Die Krise der Warenhäuser hat die Gemüter der Deutschen heftig erregt. Mehr als 40 Hertie-Häuser stehen immer noch leer, mit all ihren Folgen für den benachbarten Einzelhandel, für den die Frequenz wegbricht. Und die Rettung von Karstadt vor der Zerschlagung hat in den betroffenen Innenstädten für große Erleichterung gesorgt und einen Investitionsstau aufgelöst. Hertie und Karstadt sind Namen mit  emotionaler Bindungskraft. Doch dass vielen deutschen Innenstädten oder Statteillagen auch Ungemach von anderen Großimmobilien droht, den Shopping-Centern, ist der Öffentlichkeit bislang weitgehend verborgen geblieben. (Vierbuchen, Seite 8)

–        Edeka investiert jährlich 1 Mrd. Euro ins Filialnetz: Die Hamburger Edeka-Gruppe setzt ihren Expansionskurs gleich an mehreren Fronten fort: Die große Zielrichtung von Deutschlands größtem Lebensmitteleinzelhändler gab der Vorstandsvorsitzenden der Edeka AG, Markus Mosa, zur Expo Real in München vor: In jedem Jahr wird das Unternehmen demnach 1 Mrd. Euro in die Modernisierung und Erweiterung des Filialnetzes investieren und auch 2011 sollen erneut 200 neue Lebensmittel-Vollsortimenter entstehen. Im Discount-Segment Netto sind 300 Neueröffnungen geplant. Darüber hinaus setzen die regionalen Edeka Großhandlungen die Marksteine der Expansion. (Vierbuchen, Seite 10)

–        Stadtreport: Koblenz will als Einkaufsstadt wieder Boden gut machen: Mit dem Löhr-Center ist die Hamburger ECE schon lange in Koblenz präsent. Mit dem „Forum Mittelrhein“, in zentraler Lage an der Top-Einkaufsmeile Löhrstraße, auf einem teilweise leer stehenden Gelände, entwickeln die Hamburger ein Zentrum, das in der alten Römerstadt viel mehr als nur Shopping bieten soll: Eine Mischung aus Kultur, Bildung, Handel und urbaner Platzgestaltung. (Vierbuchen, Seite 12)

–        Die „Fifth Avenue“ ist die Marketing-Plattform schlechthin: Im Krisenjahr 2009 registrierte der Immobiliendienstleister Cushman & Wakefield  (C & W) im weltweiten Durchschnitt die größten Mietpreisrückgänge der vergangenen 25 Jahre. Doch im Verlaufe dieses Jahres hat das Gros der für die aktuelle Studie „Main Streets Across the World“ untersuchten Märkte die Talsohle verlassen: Für 41% der teuersten Einzelhandelslagen werden steigende Mietpreise gemeldet, für weitere 25% stabile Spitzenmieten. Für den jährlich erscheinenden internationalen Einzelhandelsreport hat C &W 269 Standorte in 59 Ländern analysiert. (Vierbuchen, Seite 14)

 

–        Douglas Holding – Positiver Blick aufs Weihnachtsgeschäft: Bei seiner Prognose hatte Henning Kreke, Vorstandschef der Douglas Holding AG, immer konservative Zurückhaltung geübt. Im Korridor von 0 bis 2% hatte er das Wachstum des Hagener Lifestyle-Konzerns im Geschäftsjahr 2009/10 (30.9.) gesehen. Die nun vorgelegten vorläufigen Zahlen sprechen dafür, dass der Wert überschritten werden konnte. Für die weitere Entwicklung des Einzelhandels und des Weihnachtsgeschäfts ist er zuversichtlich. (Vierbuchen, Seite 16)

–        Mapic 2010 – Blick auf die Märkte der Zukunft: Die diesjährige Handelsimmobilien-Messe Mapic in Cannes (vom 17. bis 19. November) will ihren Besuchern einen Überblick über die aktuellen Shopping-Center-Entwicklungen weltweit vermitteln. Darunter befinden sich viele Objekte in vielversprechenden Märkten wie Latein-Amerika, Nord-Afrika und der Türkei, die vor zwei Jahren Ehrengastland auf der Messe war. (Vierbuchen, Seite 17)

–        Urban Land Institute – Kampf um widerstandsfähige Städte auch in der Krise: „Es ist unerlässlich, dass öffentliche und private Institutionen effektiv miteinander arbeiten, um urbanen Herausforderungen wie Erdbeben, Hitzewellen und zerfallende Infrastruktur zu begegnen“, sagt Alexander Otto, Chef der ECE Geschäftsführung und Chairman von ULI Europe. In diesem Kontext bringe das ULI Urban Investment Network die wichtigen Entscheidungsträger beider Seiten zusammen und mache so einen dauerhaften Austausch erst möglich. (Seite 18)

 

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