Handelsimmobilien Report Nr. 65

18.Februar 2010   

Editorial von Ruth Vierbuchen, Chefredakteurin „Handelsimmobilien Report“: In der Boom-Phase betrieben viele Banken und institutionelle Investoren eine zu blauäugige Investitionspolitik. In der Finanzkrise verfallen viele nun in einen blinden Pessimismus. Mit sachlichen Analysen im Vorfeld ihrer Investments hätten sie sich manche Fehlinvestition ersparen können. Und mit gründlichen Marktanalysen könnten sie auch in der wirtschaftlich schwierigen Zeit interessante Anlagen identifizieren. (Seite 1)

–         Investmentmarkt: Die Investmentmarkt Europa zeigt deutlichen Trend nach oben: Jeremy Eddy, Head of European Retail Capital Markets bei Jones Lang LaSalle (JLL) blickt mit einem gewissen Optimismus in die nächsten Monate: „Wir erwarten auf den europäischen Transaktionsmärkten einen guten Start in das erste Halbjahr 2010“, lautet seine Einschätzung. Grundlage der Zuversicht ist der Ausklang des Krisen-Jahres 2009: Mit einem Transaktionsvolumen von 4,5 Mrd. Euro in Gesamteuropa lag das 4. Quartal 2009 immerhin um 60% über dem 3. Quartal. Das schafft Zuversicht. (Vierbuchen, Seite 2)

–         Modeanbieter Sinn-Leffers steuert auf einem guten Kurs:  Immer wieder machen Gerüchte die Runde, dass der Mode-Anbieter Sinn-Leffers aus Hagen, der im April 2009 sein Insolvenzplanverfahren erfolgreich abgeschlossen hatte, wieder in Schwierigkeiten stecke. Davon könne keine Rede sein, erfuhr der „Handelsimmobilien Report“ auf Nachfrage im Unternehmen. (Vierbuchen, Seite 6)

–         Hamborner AG beginnt eine neue Ära als REIT: Mit Einführung des G-REITs wollte der Gesetzgeber dem deutschen Immobilienmarkt 2007 neue Impulse geben, durch den steuerbegünstigten Verkauf von Immobilien. Und dem Markt endlich die  internationale Note verpassen, wonach die Branche lautstark gerufen hatte. Kurz: Der Finanzplatz Deutschland sollte gestärkt werden. Mit Aufkommen der Subprime-Krise kurz nach Einführung der REIT-Gesetzgebung im Juli 2007 und dem Ausbruch der Finanzkrise ein Jahr später ist es still geworden um das Thema. Der Effekt ist verpufft. Umso mehr überraschte die Ankündigung der Hamborner AG aus Duisburg, dass sie 2010 die Umwandlung in einen REIT vollziehen wird. (Vierbuchen, Seite 8)

–         Im Schatten großer Cities – Hip-Cities zeigen Stärke: Was haben Städte wie Fürth, Leverkusen, Offenbach, Mülheim an der Ruhr und Neuss gemeinsam? Sie liegen in direkter Nachbarschaft – bzw. im Schatten – namhafter Großstädte bzw. Metropolen wie Nürnberg, Köln, Frankfurt/M, Essen und Düsseldorf. Bislang wurde diese Nachbarschaft für die Kleinen eher als Nachteil gesehen. Aber stimmt das auch? (Vierbuchen, Seite 10)

–         Mfi-Preis Kunst am Bau – Schatten des Fortschritts: Das Wort „Gier“ ist so unausweichlich mit der Finanzmarktkrise verbunden wie die Begriffe „Kreditklemme“, „Schockstarre“ und „Boni“. Der finanzielle Anreiz, mit immer phantasiereicheren Produkten die Renditen im Investmentbanking in immer größere Höhen zu schrauben, hat das nach dem simplen Schneeball-Effekt funktionierende System schließlich fast zum kollabieren lassen. Mit den Schattenseiten der Wohlstandsgesellschaft und des Wachstums hat sich denn auch der diesjährige Gewinner des mfi-Preises Timm Ulrichs aus Hannover auseinandergesetzt. (Vierbuchen, Seite  11)

–         Vergabe-Rechtsprechung behindert Projektentwickler: Stadtplaner haben es derzeit nicht leicht. Die nach wie vor schwierige konjunkturelle Lage lässt den Markt für Projektentwicklungen weiter schrumpfen, zusätzlich belasten die Konsequenzen aus Gerichtsurteilen der Vergangenheit das Geschäft. Insbesondere die sogenannte „Ahlhorn-Entscheidung“, in der das Oberlandesgericht Düsseldorf 2007ein städtebauliches Grundstücksgeschäft der öffentlichen Hand für ausschreibungspflichtig erklärte, sorgt für heftige Diskussionen in Literatur und Praxis. (Lückmann, Seite 12)

–         Hamburger ECE setzt mit ihrer neuen Europa-Zentrale Zeichen: Im Bereich Shopping-Center beansprucht die Hamburger ECE für sich den Titel der Marktführerin. Nun hat das Unternehmen in Hamburg-Poppenbüttel mit einem neuen, modernen Bürohaus ihrer Europa-Zentrale den notwendigen Glanz verliehen. 40 Mio. Euro wurden in den Neubau investiert. (Seite 14)

Der Handelsimmobilienreport Nr. 65

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