Handelsimmobilien Report Nr 86

7.Januar 2011   

Der Handelsimmobilien Report Nr. 86

–        Editorial von Ruth Vierbuchen: In der hochtechnisierten Welt des 21. Jahrhunderts ist alles so auf Kante genäht, dass schon ein paar Schneeflocken zu viel ausreichen, die hoch getunte Maschinerie ins Stocken zu bringen. Mit forciertem Wirtschaftswachstum wird die Fragilität weiter zunehmen. Grund genug, zum Wechsel in einer neue Dekade darüber nachzudenken, wie das System nachhaltig stabilisiert werden kann. (Seite 1)

–        Blick auf 2011 – Handelsimmobilien festigen ihre Position: Beim Transaktionsvolumen für Handelsimmobilien hat Jones Lang LaSalle die Zielmarke für 2011 bereits vorgegeben: Eine Steigerung auf 8 bis 9 Mrd. Euro wäre angesichts der Stabilität dieses Segments in Deutschland für die Experten keine Überraschung. Anders ausgedrückt: Das Interesse der institutionellen Investoren bleibt auch in Zukunft beständig. (Vierbuchen, Seite 2)

–        Mieten – Internationale Newcomer sorgen für Dynamik: Die Mieten in Deutschlands 1A-Lagen kannten in den vergangenen 10 Jahren – im Durchschnitt betrachtet – nur eine Richtung: Sie sind nach einer Erhebung des Osnabrücker Immobilien-Dienstleisters Lührmann seit 2001 um durchschnittlich 8,7% gestiegen. Eine Atempause legten sie nach Ausbruch der Finanzkrise 2009 ein. Insgesamt blieb die Nachfrage nach guten Lagen, das hatte eine Umfrage des Handelsimmobilien Reports Anfang 2010 ergeben, jedoch relativ stabil. Nun zeichnen sich leichte Preiserhöhungen ab. (Vierbuchen, Seite 5)

–        Lohn der Mühe – Investition in kleinteilige Einzelhandelsimmobilien: Investitionen in Einzelhandelsimmobilien aller Formate sind „in“. Die aufwändigeren, weil kleinteiligen Akquisitionen von Discountern und Supermärkten schätzt aber nicht jeder. Dabei winken solide Cashflows und gute Möglichkeiten zur Risikostreuung. Beim Kauf sind jedoch feine Details wichtig, das ist eine unserer Erfahrungen aus dem selektiven Aufbau des GRR-Portfolios mit über 110 Einzelhandelsobjekten. Investoren sollten daher gewisse Eigenschaften mitbringen. (Langmann, Seite 8) 

–        Shopping-Center – In den Cities sind die Nebenkosten höher: Die Energiekosten werden mit der Verstetigung des Wiederaufschwungs nach der Krise weiter steigen. Der Rohölpreis hat in den vergangenen Monaten bereits auf über 90 US-Dollar je Barrel zugelegt. Deshalb wird den Energiekosten, die im Einzelhandel auf Grund der umfangreichen Beleuchtung, der Heizung und der Kühlung beachtlich sind, im Zuge des Aufschwungs große Bedeutung zukommen. Der Blick auf die Nebenkosten von Shopping-Centern zeigt jedoch, dass die Höhe des Betrags je nach Standort sehr unterschiedlich ist. (Vierbuchen, Seite 11)

–        Wertschöpfungspotenziale aus der Revitalisierung von Shopping-Centern: Das Bewusstsein für die Problematik ist noch gering, die Realität lässt jedoch keinen Zweifel: Zahlreiche deutsche Shopping-Center benötigen eine Revitalisierung. Dies belegt eine Studie von Sonae Sierra und GMA. Fast 50% aller Einkaufszentren in Deutschland bedürfen einer Modernisierung. Das entspricht einem theoretischen Investitionsbedarf von rund 5,2 bis 7,8 Mrd. Euro. Tatsächlich dürften in den nächsten 3 bis 5 Jahren nur circa 2,5 bis 3,5 Mrd. Euro in die deutschen Bestandsobjekte fließen. Viele Investoren haben den Bedarf beim Kauf oft nicht einkalkuliert. (Austrup, Seite 13)

–        Hahn-Gruppe und Unimo setzen Kooperation fort – Michael Hahn übernimmt Vorstandsvorsitz: Die Hahn-Immobilien-Beteiligungs AG und die Schweizer Unimo Real Estate Holding AG stellen ihre im Januar 2010 vereinbarte Kooperation auf ein neues Fundament. Wie die Hahn-Gruppe mitteilte, wird die Unimo AG bis zum 15. Juli dieses Jahres 1 Mio. Hahn-Aktien zu einem Ausgabepreis von 5,50 Euro je Aktie zeichnen. Zudem kehrt Unternehmensgründer Michael Hahn nach dem Ausscheiden von Michael Nave an die Vorstandsspitze zurück. (Vierbuchen, Seite 15)

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