Erfahren Sie alle Neuigkeiten und Hintergründe aus der Handelsszene. Der Report von Chefredakteurin Dr. Ruth Vierbuchen beschäftigt sich mit den Einzelhandelsimmobilien unter den verschiedenen Blick-winkeln von Immobilienwirtschaft, Einzelhandel sowie der kommunalen Stadtentwicklung. Interviews, aktuelle News, Informationen über Deals, Kooperationen, Personen und Veranstaltungen runden das Informationsangebot jeder Ausgabe ab.
Editorial von Ruth Vierbuchen: Als die Lage auf den Getreidemärkten besonders angespannt war, legten sich namhafte Investoren eine Selbstbeschränkung auf und verzichteten darauf, in Nahrungsmittel zu investieren, um die Not in den Entwicklungsländern nicht durch preissteigernde Spekulationen weiter zu verschärfen. Denn bei existenziellen Gütern führt Knappheit unweigerlich zu stetig weiter steigenden Preisen. Dieser Zusammenhang lässt sich auch auf dem deutschen Wohnungsmarkt beobachten, für den hierzulande sogar ein „Grundrecht auf Wohnen“ gilt – nicht nur als Rückzugsort, sondern auch, um sich als vollwertige Arbeitskraft entfalten zu können. Insofern gehört der eklatante Mangel an bezahlbarem Wohnraum in den deutschen Ballungszentren und Schwarmstädten zu den Standortnachteilen Deutschlands – wie die hohen Strompreise und steigende Lohnnebenkosten.
Editorial von Ruth Vierbuchen: Mit 2026 hat in der Immobilienwirtschaft das „Jahr vier“ nach der Zinswende im Sommer 2022 begonnen. Nachdem der Markt in den vergangenen vier Jahren seit dem Zinsschock mit all seinen Folgen mehr oder weniger seitwärts vor sich hindümpelt, besteht für 2026 die Hoffnung, dass sich immer mehr Akteure an die neue Finanzierungsrealität gewöhnen und ihre abwartende Haltung aufgeben. Die vielen geopolitischen Konflikte weltweit und der wachsende Protektionismus, der das wichtige Exportgeschäft in Deutschland spürbar dämpft, sollten dabei helfen, sich von den Marktillusionen der quasi zinslosen 2010er-Jahre zu lösen und zu erkennen, dass es Zeit wird, auf die Marktrealität zu reagieren und unter den neuen Bedingungen Wachstum zu generieren – Rückschläge eingeschlossen.
Editorial von Ruth Vierbuchen: Es ist jedes Jahr wieder erstaunlich, wie schnell und unerwartet die Weihnachtsfeiertage und das Jahresende vor der Tür stehen, obwohl die Daten schon zu Jahresbeginn feststehen. Doch der Monat Dezember endet im Grunde durch die vielen Feiertage, durch die Schulferien und die Urlaube schon am 24. Dezember. Gleichzeitig muss noch alles erledigt und vieles für das neue Jahr vorbereitet werden. Also viel Stress vor den geruhsamen Feiertagen, an denen sogar die geopolitischen Krisen Pause zu machen scheinen – bis auf die Angriffe Russlands auf die Ukraine. Es steht zu befürchten, dass es hier leider keine Pause geben wird.
Editorial von Ruth Vierbuchen: Das Hoffnungsjahr 2025 nähert sich seinem Ende und die Umfrageergebnisse des RICS Global Commercial Property Monitor im dritten Quartal zeigen statt der erhofften Aufhellung für Europa und für Deutschland eine deutliche Stimmungseintrübung. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass auch das Jahr 2026 aus Immobiliensicht eher dahindümpeln wird. Die Hoffnung, dass es sich in den Sommermonaten und im Frühherbst aber womöglich nur um ein kleines Zwischentief handelt, ist durchaus berechtigt – immerhin ging es zuvor in kleinen Trippelschritten bergauf.
Editorial von Ruth Vierbuchen: Der Vermietungsmarkt für innerstädtische Retail Assets hat sich bisher positiv und vor allem stabil entwickelt, sodass die Hoffnung auf ein lebhaftes Schlussquartal durchaus begründet ist. Damit gelingt es den innerstädtischen Einkaufslagen zunehmend, die Corona-Flaute hinter sich zu lassen – auch wenn die Zeiten, in denen riesige Summen an Schlüsselgeldern für besonders begehrte Lagen gezahlt wurden, vorbei sind und auch nicht wieder kommen. Dem steht der Online-Handel entgegen, der nach einer Konsolidierungsphase 2022 und 2023 wieder deutlicher zulegen kann und für den stationären Innenstadthandel eine Konkurrenz bleibt.
Der Handelsimmobilien Report Nr 454 Editorial von Ruth Vierbuchen: Auf der internationalen Messe für Gewerbeimmobilien stellte die Expo Real mit der Studie des Hannoveraner Pestel-Instituts…
Editorial von Ruth Vierbuchen: Der Sommer geht zu Ende und mit dem Herbst kommt die Expo Real, die nach den langjährigen Erfahrungen nochmals ein kleines sommerliches Zwischenhoch in München bringen könnte – mit launigen Mittagspausen in der Sonne. Die von der Messe München vorgelegten Umfrageergebnisse unter Ausstellern und Besuchern zeichnen denn auch ein „aufgehelltes“ Stimmungsbild. Mit 44% beurteilt die größte Gruppe die Lage am internationalen Immobilienmarkt „optimistisch“. Gut ein Drittel (35%) reist mit einer „neutralen“ Haltung nach München, aber gut jeder Fünfte (22%) ist auch „zurückhaltend“. Blickt man jedoch auf die „Herausforderungen“ für die Branche, so ergibt sich ein anderes Bild.
Editorial von Ruth Vierbuchen: Um das Motto der Expo Real 2023 in München „Survive till twenty five“ ist es mit Erreichen des „Sehnsuchtsjahres 2025“ still geworden. Getragen wurde die Hoffnung von der Überzeugung, dass der Immobilienmarkt – nach heftigen Irritationen als Folge der inflationsbedingten Zinswende – in diesem Jahr wieder das rettende Ufer erreichen wird, weil die EZB die Inflation eingefangen und die Zinsen schon wieder Richtung „null“ abgesenkt hat. Die Corona-Pandemie war nach der relativ kurzfristigen Entwicklung von Impfstoffen ja auch schnell wieder eingehegt worden.
Editorial von Ruth Vierbuchen: Beim Klimaschutz geht es in Deutschland in erster Linie um Maßnahmen gegen Autos mit Verbrenner-Motoren und Heizungen, die auf Basis fossiler Brennstoffe arbeiten. Das ist einfach, da der Zusammenhang zwischen den messbaren Abgasen aus den Autos und den Kaminen der Häuser leicht herzustellen ist. Schwieriger wird es schon bei den Elektroautos und den Wärmepumpen, die mit sauberem Strom aus der Steckdose arbeiten und selbst auch kein CO² ausstoßen, weshalb die Klimaschützer die Elektrifizierung der Automobilität und der Heizungen vorantreiben wollen. Dabei verlieren sie aus den Augen, dass der in großen Mengen zusätzlich benötigte Strom zum großen Teil nicht CO²-neutral erzeugt werden kann.
Editorial von Ruth Vierbuchen: Die neue Bundesregierung war mit dem Anspruch angetreten, wieder für Wachstum zu sorgen und das Chaos, das in den letzten Monaten der Ampel-Koalition herrschte, zu beseitigen. Alles sollte besser werden. Nun stellten die Bürgerinnen und Bürger der schwarz-roten Koalition nach den berühmten ersten 100 Tagen kein schmeichelhaftes Zeugnis aus. Spürbar zum Besseren verändert habe sich die Lage nicht. Insbesondere der erhoffte Wachstumsschub wurde noch nirgends gesichtet. Nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal gemessen am Vormonat um -0,1% gesunken, gegenüber dem zweiten Quartal 2024 aber gleichgeblieben – immerhin.
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