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Erfahren Sie alle Neuigkeiten und Hintergründe aus der Handelsszene. Der Report von Chefredakteurin Dr. Ruth Vierbuchen beschäftigt sich mit den Einzelhandelsimmobilien unter den verschiedenen Blick-winkeln von Immobilienwirtschaft, Einzelhandel sowie der kommunalen Stadtentwicklung. Interviews, aktuelle News, Informationen über Deals, Kooperationen, Personen und Veranstaltungen runden das Informationsangebot jeder Ausgabe ab.

Der Handelsimmobilien Report Nr. 442

Editorial von Ruth Vierbuchen: Nachdem Wohngebiete, Gewerbegebiete und Stadtzentren mit Einzelhandel jahrzehntelang strikt getrennt waren, wird heute beim Thema Stadtentwicklung über die richtige und ausgewogene Durchmischung der Nutzungsarten diskutiert. Als ideal gelten Quartiere und die „15-Minuten-Stadt“ in der die Bewohner im 15-Minuten-Radius alles erledigen können – einschließlich ihrer täglichen Arbeit, Einkaufen und Behördengängen. Das wachsende Interesse an Wohnungen im Kontext der aktuellen Stadtentwicklungspolitik trifft derzeit den Nerv der Zeit, dass der Mangel an Wohnungen in deutschen Groß- und Schwarmstädten zum Problem Nummer eins wird – allerdings nur der Mangel an „bezahlbarem Wohnraum“ – einerseits für Sozialschwache, inzwischen aber auch für die gut betuchte Mittelschicht.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 441

Editorial von Ruth Vierbuchen: Seit dem Angriff des Internet-Handels auf den innerstädtischen Einzelhandel, der allen Unkenrufen zum Trotz aber immer noch der Hauptgrund für die Menschen ist, auch von weit her zum Einkaufen und geselligen Beisammensein in die Stadtzentren zu kommen, wird viel über die Zukunft der Innenstädte diskutiert. Und darüber, wie sie gegen den Frequenzverlust besser aufgestellt werden können. Vor allem seit die Zwangsschließungen in der Corona-Pandemie vor Augen geführt haben, wie öd und leer unsere Cities sind, wenn die Läden zu sind, hat die Diskussion Fahrt aufgenommen, dass die Monostruktur mit dem Handel als Hauptakteur aufgebrochen werden muss – etwa durch mehr Nutzungen wie Wohnen und Büros in ehemaligen Warenhäusern oder Shopping-Centern. (Seite 1)


Der Handelsimmobilien Report Nr. 440

Editorial von Ruth Vierbuchen: Mit zuletzt 2,5% hat der Einlagenzins in der Euro-Zone ein Niveau erreicht, bei dem die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik als deutlich „weniger restriktiv“ einstuft – sprich: die Kreditaufnahme ist wieder günstiger und das Kreditgeschäft dürfte anziehen. Ob es vor diesem Hintergrund in den nächsten Sitzungen noch zu weiteren Zinssenkungen kommen wird, halten Experten nicht unbedingt für ausgemacht. Bei einer Inflationsrate in der Euro-Zone von 2,4% im Februar kommt die Notenbank ihrem Zielwert von um die 2% immer näher, sodass allmählich der Punkt erreicht scheint, an dem weitere Zinssenkungen in puncto Inflationsbekämpfung das Gegenteil bewirken könnten.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 439

Editorial von Ruth Vierbuchen: Bereits vor etwa 30 Jahren wiesen namhafte Vertreter des Einzelhandels darauf hin, dass es in Deutschland zu viel Verkaufsfläche gibt. Dennoch wurde weiter gebaut. Zu den vielen typisch deutschen Einkaufsstraßen mit kleinteiligem Einzelhandel und den Einkaufsmeilen der Metropolen, die übrigens das Vorbild für offene US-Shopping-Center sind, kamen die Einkaufszentren und Fachmarktzentren auf der grünen Wiese und die innerstädtischen Passagen und Shopping-Center hinzu. Der Einzelhandel ging die Verkaufsflächenexpansion lange mit. Doch das Blatt hat sich gewendet, nachdem Leerstand und Ladensterben den Handlungsdruck erhöht.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 437

Editorial von Ruth Vierbuchen: Im deutschen Markt für Handelsimmobilien machte der smarte Österreicher René Benko erstmals Mitte der 2010er-Jahre von sich reden. Als junger Investor ohne langjährigen Track Record und größeres Vermögen im Rücken wollte er – ganz selbstbewusst – der Düsseldorfer Metro AG die Warenhaus-Tochter Galeria Kaufhof abkaufen. Der damalige Aufsichtsratsvorsitzende aus der Eigentümer-Familie Haniel ließ im kleinen Kreis wissen, dass er den Verkauf von Kaufhof samt Mitarbeiter an einen Investor ohne sichere Finanzierung nicht mit seinem Gewissen vereinbaren könne.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 436

Editorial von Ruth Vierbuchen: Die Berücksichtigung der ESG-Kriterien bildet bei Investitionen heute eine essenzielle Grundlage – nicht zuletzt auf Grund des EU-Taxonomie und des Green Deal der EU, wonach bis 2050 das Ziel der CO²-Neutralität erreicht werden soll. Dabei bieten vor allem Bestandsimmobilien viel Potenzial für die energetische Aufrüstung, um einerseits das „E“ im Anforderungskatalog zu erfüllen und andererseits Wert- und Mietsteigerungspotenzial zu heben. Doch während es bei den meisten Asset-Klassen schwieriger wird, den „sozialen Aspekt“ der ESG-Kriterien – also das „S“ – zu definieren, ist das bei Wohnimmobilien hierzulande schon durch das von der Politik hoch gehaltene „Grundrecht auf Wohnen“ abgedeckt. Denn jeder soll einen Anspruch auf Wohnraum haben, um sich vor Wind, Wetter und sonstigen Widrigkeiten zu schützen: Theoretisch! Praktisch sieht die Welt heute anders aus.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 435

Editorial von Ruth Vierbuchen: Als die Inflationsrate im vergangenen September in der Euro-Zone mit 1,7% die von der Europäischen Zentralbank angestrebte Zielmarke von gut 2% spürbar unterschritten hatte, war bei vielen Marktakteuren die Freude groß. Geschenkt, dass die Inflation in den Folgemonaten wieder auf 2,0 respektive 2,2% stieg und in den elf Monaten des Vorjahres zwischen 2,8% und 2,0% pendelte, sodass die Notenbank für 2024 eine Inflationsrate von 2,4% prognostiziert. Angesichts der – zugegeben – schwierigen Lage auf den Gewerbeimmobilienmärkten, die dem Immobilien-Boom in den 2010er-Jahren früher oder später durch eine Zinswende folgen musste, greift der Markt nach jedem Strohhalm in dem Glauben, die Inflation verschwindet genauso schnell wie sie gekommen ist und die guten Zeiten der Nullzins-Politik kehren zurück. Doch ob die Inflationsrate 2025 im Schnitt auf 2,1% sinken wird, ist nicht ausgemacht.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 434

Editorial von Ruth Vierbuchen: Blickt man zurück auf die Entwicklung des Handelsimmobilienmarkts im Jahr 2024, dann erhärtet sich der Eindruck, dass die Branche wieder Boden unter den Füßen hat. Sowohl in Deutschland als auch in Europa kann sich der Markt für Retail Assets im Vergleich der Anlage-Klassen gut behaupten. Hierzulande hat er nach den ersten neun Monaten den Spitzenplatz im Transaktionsmarkt für Gewerbeimmobilien erreicht – genauso wie in Irland – und auch auf europäischer Ebene geht es weiter aufwärts


Der Handelsimmobilien Report Nr. 433

Editorial von Ruth Vierbuchen: Nach dem abrupten Ende des Immobilien-Booms Mitte 2022 fällt der realistische Blick in die Zukunft immer noch sehr schwer. Denn der Abschwung in den Immobilienmärkten wird überlagert durch die unklare Entwicklung in der deutschen Gesamtwirtschaft.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 432

Editorial von Ruth Vierbuchen: Straßenverkehrsampeln arbeiten bekanntlich mit drei unterscheidbaren Farben. Diese klare Botschaft der Ampelfarben lässt sich auch an dem Kinderspruch ablesen. Bei Rot musst Du stehn‘, bei Grün darfst Du gehen‘. Und in Ergänzung dazu könnte man noch anfügen: Bei Gelb musst Du sehn, dass Du schnell über die Straße kommst. Aus dieser unterschiedlichen Bedeutung der Farben lässt sich aber auch ableiten, warum die „Ampel-Koalition“ am Ende scheitern musste. Zu unterschiedlich waren die Parteiprogramme, die politischen Schwerpunkte und die Ansprüche der Wählerschaft – zum Teil auch unüberbrückbar. Diese kontroversen Positionen in einer Bundesregierung sind aber nicht nur deshalb schlecht, weil die Haltbarkeitsdauer – wie jetzt bei der Ampel-Koalition – nicht mal vier Jahre beträgt, sondern auch, weil sie nicht vorteilhaft für die Bevölkerung sind.