Der Handelsimmobilien Report Nr. 442
Editorial von Ruth Vierbuchen: Nachdem Wohngebiete, Gewerbegebiete und Stadtzentren mit Einzelhandel jahrzehntelang strikt getrennt waren, wird heute beim Thema Stadtentwicklung über die richtige und ausgewogene Durchmischung der Nutzungsarten diskutiert. Als ideal gelten Quartiere und die „15-Minuten-Stadt“ in der die Bewohner im 15-Minuten-Radius alles erledigen können – einschließlich ihrer täglichen Arbeit, Einkaufen und Behördengängen. Das wachsende Interesse an Wohnungen im Kontext der aktuellen Stadtentwicklungspolitik trifft derzeit den Nerv der Zeit, dass der Mangel an Wohnungen in deutschen Groß- und Schwarmstädten zum Problem Nummer eins wird – allerdings nur der Mangel an „bezahlbarem Wohnraum“ – einerseits für Sozialschwache, inzwischen aber auch für die gut betuchte Mittelschicht.
