BSI – Privatanleger und Instis fast auf Augenhöhe

18.Februar 2014   

Publikumsanleger investierten 2013 mit 2,3 Mrd. Euro 26% weniger Kapital in geschlossene Fonds als noch 2012. Deutlich angestiegen ist hingegen das Platzierungsvolumen von professionellen Anlegern. Sie investierten 0,5 Mrd. Euro mehr (1,9 Mrd. Euro) in geschlossene Investment KGs.

Der diesjährige BSI Summit zeigt die Konsolidierung des Marktes. Deutlich weniger Stände bei gleichzeitig, lt. BSI nahezu konstanten Besucherzahlen, verdeutlichen, dass die Branche auf die Spartube drückt. 900 Teilnehmer nahmen am Branchentreffen der geschlossenen Investment KGs in der Messe Frankfurt in diesem Jahr teil. Trotz trauriger Zahlen im Publikumsbereich, war die Stimmung gut. In diversen Background Gesprächen wurde deutlich, dass Initiatoren vermehrt auf institutionelles Geschäft setzen werden, wenn die Anstrengungen der eigenen KVG nicht in Angriff genommen werden. Hauptknackpunkt ist dabei die BaFin, die den Genehmigungsprozesse für AIFs und KVGs verlangsamt. „Wir rechnen mit Genehmigungszeiten von bis zu 6 Monaten“, so ein Teilnehmer des BSI Summit. Da nur wenige Initiatoren die KVG oder AIF Genehmigung derzeit bei der BaFin eingereicht haben, wird deutlich, dass in diesem Jahr kaum noch mit Geschäft zu rechnen ist. Damit geraten viele Vertriebe in ernsthafte Existenzprobleme.

Das Zahlenwerk des BSI können wir Ihnen nahezu ersparen, denn der BSI selbst sieht sich als Verband der Asset Manager und gibt echte Platzierungszahlen der einzelnen Initiatoren oder gar ein Ranking nicht mehr bekannt. Gerankt wird stattdessen nach Asset under Management. Damit tauchen prominente Namen wie MPC und HCI wieder ganz vorne in der Statistik auf. Vielleicht sollte sich der BSI lieber überlegen, ob es die richtige Taktik beim „Großreinemachen“ ist, die „Alte Welt“ wieder in die „Neue Welt“ zu übertragen?! Vielleicht liegt aber auch der Grund für die Nichtbekanntgabe einzelner Platzierungszahlen darin, dass unter den Top 10 doch einige Nicht-BSI-Mitglieder sein könnten?

„Die Branche hat es nicht leicht. 2013 war ein Jahr der Veränderung und der Übergänge. Das Geschäft mit dem Publikum hat deutlich gelitten unter der immer noch anhaltenden Vertrau-enskrise der Privatanleger, die Unsicherheit durch die neue Regulierung sowie dem Umstand, dass die Anbieter mit Inkrafttreten des KAGB mehr mit der Erfüllung gesetzlicher Anforderungen und ihrem Zulassungsantrag beschäftigt waren, als Produkte zu machen und zu vertreiben. Ein Beleg ist sicherlich, dass erst sieben Monate nach Inkrafttreten des KAGB in diesen Tagen der erste Publikums-AIF in den Markt kommt.“, so Oliver Porr, Vorstandsvorsitzender des bsi e.V.

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