Consensus-Büromarktprognose: Rosige Aussichten für Top 5 Städte

 

 

Die gif sowie das Center for Real Estate Studies (CRES) führten zum 16. Mal ihre Umfrage unter Marktteilnehmern zu den Prognoseerwartungen bei Spitzenmiete, Spitzenrendite und Leerstand an den Top 5 Bürostandorten durch. Das Ergebnis ist dabei wenig überraschend: Alle Parameter werden sich an allen Standorten weiter positiv entwickeln – zumindest 2018. Erst Ende 2019 rechnen die Akteure mit einem Ende der Renditekompression.

Die Büro- und Investmentmärkte in Deutschland brummen. Das gilt mindestens für die untersuchten 5 Top-Standorte in Deutschland. Die Büro-Anfangsrenditen liegen zwischen 3 und 3,5%. 2018 sollen sie auch nicht weiter sinken, prophezeien die Befragten. Lediglich für Düsseldorf und Hamburg wird ein leichter Rückgang nicht gänzlich ausgeschlossen. 2019 stünde dann Stagnation an, wobei einzelne Umfrageteilnehmer sogar von einem leichten Renditeanstieg ausgehen. Dieser könne in Düsseldorf und Frankfurt bei maximal 5 Basispunkten liegen.

Die Leerstände gehen überall zurück. Besonders Frankfurt profitiert davon. Hier werde der Leerstand von 9% um einen Prozentpunkt nachgeben, so die Studie. Auch in Hamburg wird mit einem Rückgang von 0,4 Prozentpunkte ein signifikanter Abbau erwartet. In Berlin und München wird hingegen der Leerstand nicht nennenswert sinken.

Sinkende Leerstände, niedrige Rendite – da müssen auch die Spitzenmieten entsprechend reagieren. Berlin bleibt hier Standort mit dem stärksten Mietwachstum. Für die Jahre 2018 und 2019 wird insgesamt ein Anstieg von rund 10% prognostiziert. Mit dann 33 Euro pro qm rückt die Bundeshauptstadt immer näher an Spitzenreiter München heran. Dort liegt der Anstieg bei 7%. Hamburg kommt auf 5% und Düsseldorf und Frankfurt auf leicht unter 5% Mietanstieg.

Unser Fazit: Büromärkte sind sowohl auf dem Investment- als auch dem Mietermarkt gefragtes Asset. Da überrascht das Ergebnis der Umfrage eher wenig. Allerdings zeigen sich bei den Erwartungen leichte Wolken am blauen Büromarkt-Himmel. Das ist unserer Ansicht nach weniger echten Wendeindikatoren geschuldet, als viel mehr dem psychologischen Gefühl des „das kann doch nicht ewig so weiter gehen“ geschuldet. (AE)

 

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