Der Immobilienbrief Nr. 586

Der Immobilienbrief Nr 586

 

  • EINZELHANDEL MIT DYNAMIK BEI VERMIETUNG UND INVESTMENT – Signa verzerrt Vorjahresvergleich: „Der Immobilienbrief“ hatte Sie bereits im Zuge der Anpassungserfordernisse der Zinswende darauf hingewiesen, dass Einzelhandel bereits viele Digitalisierungskonsequenzen hinter sich hat, die Büro noch vor sich hat. Die großen Researchhäuser berichten deshalb aktuell auch von regem Marktgeschehen bei Vermietung und Investment. (Rohmert, Seite 3)
  • SHOPPING CENTER-KÄUFE PRÄGEN MARKT FÜR EINZELHANDEL – Warenhäuser dominieren aber weiter: Nach 43 Mio. Euro Transaktionsvolumen im gesamten 1 HJ 2024 kamen im Q3 rund 680 Mio. Euro hinzu. Der Markt kommt so im bisherigen Jahresverlauf auf insgesamt 3,8 Mrd. Euro. Das liegt zwar 3% unter dem Vorjahresvergleichswert, doch zugleich steuert der Einzelhandel damit insgesamt 16% zum gesamten deutschen Immobilieninvestmentmarkt bei – so viel wie seit acht Jahren nicht mehr. (Rohmert, Seite 4)
  • ANGST DRÜCKT WACHSTUM – INFLATIONSGEFAHR GEBANNT? Energie-Normalisierung macht Inflation zu Fake News: Zahlen/Charts „Lieblingsstatistiker“, Textbearbeitung Rohmert. (Rohmert, Seite 6)
  • WANN LOHNT SICH EINE WARENHAUS-UMNUTZUNG? PwC-Studie zum Umbau ehemaliger Kaufhäuser in Mixed-Use-Gebäude: Die Umnutzung von Warenhäusern wurde letztes Jahr von Banken in jeder Konferenz dargestellt, um Fragen nach den Signa-Konsequenzen im eigenen haus abzubügeln. Der Autor machte regelmäßig deutlich, dass bei den meisten Nachnutzungsüberlegungen i.d.R. die Immobilien-Mathematik nicht mitspielen würde. Zwischenzeitliche Studien schätzten die Möglichkeiten auch eher gering ein. Jetzt hat PwC eine neue Studie nachgelegt. (Rohmert, Seite 8)
  • IMMOBILIENKLIMA: HOHES VERTRAUEN IN HANDELSIMMOBILIEN – Aufsichtsrechtlich geforderte Bewertung von Immobilien und Folgen herausfordernd: Volumen und Transaktionen steigen nur verhalten. Das führe dazu, dass die aufsichtsrechtlich geforderte Bewertung von Immobilien und der anschließende Umgang damit eine herausfordernde Aufgabe sei, beschreibt Harald Nolterieke, Leiter Real Estate Deutsche Hypo München. Das Problem. Immerhin zeichne sich eine Bodenbildung. Auf dem Vermietungsmarkt seien positive Tendenzen zu beobachten. Bei Büroimmobilien gäbe es in den CBD-Lagen sehr dynamische Mietentwicklungen. Für Stadtteillagen gelte dies bislang nur vereinzelt. Sinkende Zinsen gäben Hoffnung auf eine langsame Trendwende. (Rohmert, Seite 9)
  • DIE IRISCHE WOHNUNGSNOT: Irland ist nicht nur das Land der gemütlichen Pubs, sondern auch der überhitzten Wohnungsmärkte. Erschwinglicher Wohnraum ist vor allem in den Städten, allen voran in der Metropole Dublin, für viele Bewohner kaum noch zu finden. Einer der Gründe ist das starke Bevölkerungswachstum, das Irland erlebt: Seit der Jahrtausendwende stieg die Bevölkerung der Republik Irland von 3,9 Mio. auf 5,3 Mio. im Jahr 2023 – ein Anstieg, der in der EU abgesehen von Luxemburg seinesgleichen sucht. (Kramer, Seite 10)
  • ERHOLUNG AUF DEM EUROPÄISCHEN IMMOBILIENINVESTMENTMARKT SETZT SICH FORT – Süd,- Mittel- und Osteuropa besonders widerstandfähig: Das europäische Immobilieninvestitionsvolumen für Gewerbe- und Wohnimmobilien liegt lt. Savills in den ersten drei Quartalen mit 113,3 Mrd. Euro um 5% über Vorjahr.  Das Q3 schlug mit 37,1 Mrd. Euro bzw. +15% zu Buche. Insgesamt liegen die Transaktionsvolumina in Summe aber weiterhin unter dem Fünfjahresdurchschnitt. (Rohmert, Seite 14)
  • ZERTIFIZIERTE GREEN BUILDINGS LEGEN BEIM BÜROFLÄCHENUMSATZ ZU – Frankfurt liegt weit vorne: Mit 421.500 qm sind rund 30% des Büroflächenumsatzes in den 7 Bürohochburgen zertifizierte Flächen. Im Vorjahreszeitraum lag der Anteil der „Green Buildings“ mit DGNB, LEED oder BREEAM Zertifizierung noch bei 22%. Das berichtet der „Cesar 2024“, das Certification and Sustainability Radar von JLL. Mit einem Green-Building-Anteil am Büroflächenumsatz von 65% liegt Frankfurt weit vorne. München folgt mit 37%, Stuttgart mit 34% und Hamburg mit 32%. Die rote Laterne trägt Berlin mit nur 18% zertifizierter Flächen am Umsatz. (Rohmert, Seite 15)
  • GESUNDHEITSIMMOBILIEN-INVESTITIONEN AUF 440 MIO. EURO HALBIERT – Investoren zögern: Das Transaktionsvolumen von Gesundheitsimmobilien schrumpfte lt. JLL mit 130 Mio. Euro im Q3 im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte. Für die gesamten 9 Monate 2024 ergeben sich 440 Mio. Euro, die gleichfalls fast einer Halbierung des Vorjahreswertes von 820 Mio. Euro entsprechen. (Rohmert, Seite 16)
  • MIETNEBENKOSTEN SEIT 2022 DRAMATISCH GESTIEGEN – Metropolen plus 20%, Deutschland plus 17%: Mietnebenkosten für Bestandswohnungen sind in Metropolen seit 2022 um 20% gestiegen – deutschlandweit um rund 17%. Eine aktuelle ImmoScout24-Analyse zeigt die Entwicklung der durchschnittlichen Nebenkosten für Bestands- und Neubaumietwohnungen in Deutschland seit der Energiekrise 2022. Neubaunebenkosten paradoxerweise über Bestandsnebenkosten (red. Seite 18)
  • TOP-VILLEN UND PREMIUM-HÄUSER IN 1A-LAGEN VERKAUFEN SICH WEITERHIN ZU HOHEN PREISEN – Preisrückgänge bei Altbauten in guten Lagen bei rund 20 Prozent: Nach Angaben der deutschen Partner von Sotheby´s International Realty (SIR) verkaufen sich auf dem Markt für Premium- und Luxusimmobilien Top-Villen und Premium-Häuser in 1A-Lagen weiterhin zu hohen Preisen. (Götza, Seite 19)
  • LOGISTIK TROTZT WIRTSCHAFTLICHER UNSICHERHEIT – Käufer verschieben aber: Die schwächelnde Konjunktur sorgt lt. bulwiengesa dafür, dass viele Logistikunternehmen größere Anmietungen oder Käufe verschieben. In einigen regionalen Märkten mit hoher Bauaktivität seien inzwischen Überkapazitäten zu verzeichnen. (Rohmert, Seite 19)
  • „VÖL(C)KER HÖRT DIE SIGNALE.“ – Prognosen über Prognosen – statt einfach nur zu machen: Dem US-Amerikaner Thomas John Watson Sen. wird folgende Prognose zugeschrieben: „Ich glaube, daß es in den Vereinigten Staaten einen Bedarf von vielleicht fünf Computern geben wird. (1946) Jeder weiß ja immer, wie alles kommt oder prognostiziert, am liebsten wissenschaftlich untermauert, die Zukunft, die da kommen wird.  Ich hörte von meinem Vater: „Weniger gackern, mal ein Ei legen und brüten. Völ(c)ker hört die Signale… (Völcker, Seite 20)
  • BÜROMARKT ESSEN – SCHWÄCHER ALS ERHOFFT: Noch hat die immer wieder beschworene wachsende Marktdynamik nicht die erhofften Folgen gehabt. Großvermietungen blieben auch im dritten Quartal die absolute Ausnahme. (Escher, Seite 21)
  • MAN NEHME … REZEPT FÜR DIE CO2-BEWERTUNG VON IMMOBILIEN: Wüest Partner AG haben auf der Expo Real ihr neues Modell zur gebäudegenauen Berechnung von CO2-Emissionen in Deutschland vorgelegt. (Escher, Seite 21)
  • DIE „WEISSE DAME“ LÄDT EIN – SENIORENWOHNEN NEU GEDACHT: In Gronau und demnächst auch in Duisburg will Lively frischen Wind in das Betreiben von Wohnungen für Senioren bringen. (Escher, Seite 23)
  • STABILE ENTWICKLUNG, ABER NICHT ÜBERALL: Mit dem aktuellen Immobilienmarktbericht für die Metropole Ruhr im Gepäck präsentierte sich die Region auf der Messe Expo Real in München gemeinsam mit 106 Kommunalvertretern und Standpartnern. Der nach der Messe publizierte Gewerbeflächensaldo bestätigt die Relevanz für wirtschaftliches Wachstum. (Escher, Seite 25)