Der Immobilienbrief Nr. 620
- VONOVIA IM GREIFER VON BÖRSE, ZINSEN, BEWERTUNG UND REGULIERUNG: Trotz guter Geschäftszahlen steht die Bewertung des Wohnungsbestands in der Kritik. Während Vonovia mit rund dem 23-fachen der Jahresmiete bewertet, sieht der Markt eher Faktoren um 16. Die Differenz zwischen Börsenwert (17,8 Mrd. Euro) und ausgewiesenem NAV (39,25 Mrd. Euro) verdeutlicht die Unsicherheit. (Seite 3)
- PTXRE IST INSOLVENT: Das erst 2021 gegründete Makler-Startup hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Ein tragfähiges Geschäftsmodell konnte nicht entwickelt werden, ein positiver Ergebnisbeitrag wurde zu keinem Zeitpunkt erreicht. (Seite 7)
- IMMOBILIENKLIMA STOPPT ERHOLUNG: Nach leichter Stabilisierung verschlechtert sich die Stimmung im 1. Quartal 2026 wieder. Erwartungen sinken deutlich, insbesondere Projektentwicklungen stehen unter Druck. Eine klare Trendwende bleibt aus. (Seite 8)
- IMMOBILIENDARLEHEN STEIGEN: Die vdp-Institute vergeben 2025 Darlehen in Höhe von 148,6 Mrd. Euro (+15,7%). Wohnimmobilien dominieren mit 92,6 Mrd. Euro, während Gewerbeimmobilien sich nur leicht vom niedrigen Niveau erholen. (Seite 9)
- WG-MIETEN EXPLODIEREN: Seit 2012 sind WG-Mieten um 83% gestiegen, deutlich stärker als die Inflation (+33%). München bleibt mit 775 Euro Spitzenreiter, während der Durchschnitt bei 524 Euro liegt. (Seite 10)
- BÜROMARKT MIT LEICHTER ERHOLUNG: Der pbbIX zeigt eine moderate Aufwärtsbewegung, bleibt aber im negativen Bereich. Flächenumsatz und Investments liegen weiterhin deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. (Seite 13)
- MIPIM 2026: Städte und Regionen dominieren das Messebild. Fokus liegt auf Projektideen und Kapitalakquise. Die Messe entwickelt sich stärker zum internationalen Marktplatz für Transformationsthemen wie Infrastruktur, Technologie und Datacenter. (Seite 14)
- MODERNES WOHNEN: Das Segment (u. a. Student Housing, Micro-Living, Serviced Apartments) zeigt wieder steigendes Investoreninteresse. Transaktionsvolumen 2025 bei rund 267 Mio. Euro, Spitzenrenditen stabil bei etwa 4,5–4,6%. (Seite 15)
- WOHNUNGSBAU OHNE TRENDWENDE: Trotz steigender Baugenehmigungen (+8,4% im Januar 2026) bleibt der Durchbruch aus. Hohe Baukosten (+60% seit 2015) und strukturelle Hemmnisse bremsen den Markt weiter. (Seite 16)