Im Gespräch mit…Mark Warbanoff, Initiator des Projekt GEWA Tower in Fellbach

14.März 2014   

Kategorie: Der Immobilienbrief

„Der Immobilienbrief“: Der Gewa Tower ist ein seit Jahren in der Planung befindliches Projekt. Nach welchen Kriterien haben Sie den jetzigen Zeitpunkt für eine Anleihe-emission gewählt?

Mark Warbanoff: Im Jahr 2007 wurden wir vom Oberbürgermeister der Stadt Fellbach angesprochen, ein Konzept für das alte Fromm Areal zu entwickeln. Die Entwicklung und Ideenfindung hat dann einige Zeit in Anspruch genommen. Nachdem wir alle offenen Punkte wie z.B. einen Hotelpachtvertrag, die Baugenehmigung, etc. aus dem Weg geräumt hatten und einen signifikanten Teil der Wohnungen verkauft haben haben wir uns auf die Suche nach einer geeigneten Finanzierungsform für den verbleibenden Kapitalbedarf gemacht. Nach einigen Gesprächen, und Durchsicht von Finanzierungsalternativen, haben wir uns dann f ür eine Finanzierung über den Kapitalmarkt in Form einer Anleihe entschieden. Und diese Finanzierung muss jetzt auch umgesetzt werden.

DIB: Warum planen Sie das Projekt über eine Anleihe
zu finanzieren?

Mark Warbanoff: Aufgrund der neuen EK Vorschriften im Rahmen der BASEL III Verordnung, nehmen Banken aktuell von solchen einzigartigen Projektfinanzierungen Abstand. Hier fehlt ihnen leider der „Proof of concept“. Daher ist es für diese Art von Projekten derzeit quasi unmöglich eine Bankfinanzierung zu erhalten. Die kleinen Banken, die solche Projekte unterstützen würden, sind regulatorisch leider auch limitiert. Deshalb haben wir uns in unserem Fall für eine Finanzierung über den Kapitalmarkt entschieden.

DIB: Welche Käufergruppen sind bereit in Fellbach für den Quadratmeter bis zu 7.800 Euro zu bezahlen

Mark Warbanoff: Laut Wertgutachten, liegt der Quadratmeterpreis für den GEWA-Tower zwischen 3.300 – 7.700 Euro. Da wir bereits 28 Wohnungen verkauft haben, spüren wir sehr klar einen Trend, zum barrierefreien und urbanen Wohnen. Die Käufer unserer Wohnungen wollen kein Haus mit Garten, sie wollen eine angemessene Wohnung mit vielen Annehmlichkeiten wie einem guten Ausblick und zentraler Lage.

Deswegen lassen sich die bisherigen Käufer unserer Wohnungen auch nicht so einfach in eine bestimmte Kategorie einordnen – primär verkaufen wir aber an Eigennutzer.

DIB: Wie wollen Sie sicherstellen, dass die Finanzierungsbestätigung bis zum 31.3.2014 vorliegt?

Mark Warbanoff: Wichtige Säulen für die Finanzierung sind zunächst der bereits erfolgte Verkauf von rund 40% der Wohnungen sowie der Pachtvertrag für das Hotel. Den Rest decken wir über die Anleihe ab und sind derzeit auf Roadshow unterwegs, bei der wir auf sehr positives Feedback stoßen. Mit der erfolgreichen Platzierung der Anleihe können wir der Stadt dann die Finanzierung nachweisen. □

 

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