ImmobilienScout24 legt neuen Index auf

26.März 2010   

Kategorie: Der Immobilienbrief

Am Montag erscheint der neue Angebotsindex von ImmobilienScout24. Wir stellen Ihnen den Index jetzt schon einmal vor. Der neue Index (IMX) basiert auf über 8 Mio. Immobilienangeboten, die seit 2004 auf ImmobilienScout24 inseriert wurden. Monatlich kommen bei IS24 rund 150 000 Objekte neu hinzu.

Der IMX bildet die Entwicklung von Wohnhäusern und Wohnungen von Februar 2009 bis Februar 2010 ab, wobei der Januar 2007 als Indexwert (=100) herangezogen wird. Im Neubaubereich haben sich demnach die Preise seit Oktober 2009 wieder leicht beruhigt, während im Bestand seit September 2009 die Preise wieder langsam steigen. Derzeit liegt der IMX bei Wohnhäusern im Neubau bei 105,7 Punkten und für Bestandsobjekte bei 98,2 Punkten. In beiden Bereichen geht, lt. IS24, das Angebot zurück. Im Neubaubereich ist dies der Saison geschuldet, bei den Bestandsimmobilien lässt sich dieser Trend bereits seit 2 Monaten feststellen. IS24 geht davon aus, dass die weiter rückgängigen Angebotszahlen zum Frühjahr hin einen leichten Anstieg der Preise bei den Neubauten erwarten lassen. Weitgehend stabil bleiben auch die Preise für Wohnhäuser im Bestand. Durch die zu erwartende anhaltende hohe Nachfrage können lt. IS24 auch moderate Preissteigerungen zu beobachten sein.

Bei Wohnungen hingegen steigen die Preise vor allem bei Neubauten. Im gesamten Zeitraum steigt der Index für Wohnungen stetig an und liegt im Februar 2010 bei 109,9 Punkten. Die Preise für Bestandsobjekte verlaufen hingegen weitgehend konstant. Lediglich seit September 2009 ist ein leichter Aufwärtstrend bei den Preisen für Wohnungen zu beobachten. Der Index für Bestandsobjekte liegt derzeit bei 99,1 Punkten.

IS24 geht davon aus, dass bei weiter rückgängigen Angebotszahlen im Neubaubereich zum Frühjahr hin mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen sein wird. Weitgehend unverändert werden sich auch die Preise von Bestandswohnungen entwickeln, da sich das Angebot stabil zeigt.

Seit 2007 entwickeln sich vor allem die Preise für Neubauten stetig nach oben, während Bestandsobjekte ebenso stetig günstiger geworden sind. Erst seit Ende 2009 zeigt die Kurve auch bei Bestandsobjekte wieder leicht nach oben, auch wenn der Indexwert von Januar 2007 noch nicht wieder erreicht werden konnte.

Die Preisentwicklung weist jedoch deutliche regionale Unterschiede auf. Während in Frankfurt die Preise für Neubauwohnungen im letzten Jahr um 11,8% gestiegen sind, zeigt die Kurve in Köln leicht nach unten: Im gleichen Segment wird das Vorjahresniveau nicht erreicht. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich bei Bestandswohnungen in den beiden Städten. Während in Köln die Preise im Bestand um 0,8% im Vergleich zum Vorjahr gefallen sind, steigen die Preise in Frankfurt spürbar an (7,7%). Noch deutlicher sind die Unterschiede bei Neubau-Wohnhäusern ausgeprägt (Frankfurt 15,3%, Köln -0,8%).

Über den IMX:

Die Datenbasis des IMX umfasst sämtliche Immobilientypen – von der ETW bis zum Hotel. Über eine Geocodierung sind alle Immobilien vollständig verortet und können ihrer Lage entsprechend exakt zugeordnet werden. Für die Erstellung des Indexwertes werden sämtliche Rohdaten nach der hedonisch statistischen Wertermittlungsmethode normiert. Die entsprechenden Umrechnungsfaktoren werden dabei laufend unmittelbar aus dem Marktgeschehen statistisch abgeleitet und stellen somit lt. IS24 den tatsächlichen Einfluss einzelner Zustandskriterien auf den Preis dar. Dies gilt sowohl für sich verändernde Lageeigenschaften als auch für objektbezogene Eigenschaften wie etwa das Baujahr. Hierdurch werden Verzerrungen, die durch eine bloße Mittelung der Daten entstehen können, vermieden. Bei der Glättung der Daten arbeitet IS24 mit dem Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsinstitut (RWI) in Essen zusammen.

 

Eine vergleichbar positive Preisentwicklung wie in der Mainmetropole lässt sich an Alster und Isar beobachten. Sowohl in München als auch in Hamburg können die Preise in allen Segmenten zulegen. Anders sieht es dagegen in der Hauptstadt aus. Während die Preise für Wohnungen an der Spree spürbar steigen (Neubau 9,3%, Bestand 4,5%), können die Hauspreise das Vorjahresniveau nicht erreichen (Neubau -1,7%, Bestand -3,6%).   

Alle Daten, sowie Analysen können Sie ab Montag unter www.immobilienscout24.de abrufen.

Das könnte Sie auch interessieren
WP Twitter Auto Publish Powered By : XYZScripts.com