Internationale Investoren dominieren Investmentmarkt

28.Mai 2013   

Deutsche Hypo Studie sieht wieder Niveau von 2004

Der Immobilien-Investmentmarkt, der die gewerblichen Transaktionen institutioneller Anleger erfasst, wurde von allen Immobilienmärkten am stärksten von der Finanz- und Wirtschaftskrise getroffen, fasst die Deutsche Hypo, einer der wenigen noch aktiven Immobilienfinanzierer zusammen.

Das Investmentvolumen brach in der Krisen-Folge zunächst stark ein. Erst seit Ende 2009 ist ein stetiger Anstieg zu beobachten. Sowohl die Investmentvolumina weltweit als auch in Deutschland wiesen dabei lt. Research-Chef Professor Günter Vornholz das gleiche Verhaltensmuster auf. 2012 wurden insgesamt wieder rund 58,8 Mrd. Euro und davon für Gewerbeimmobilien knapp 26 Mrd. Euro Transaktionsvolumen erreicht. Das liegt damit ungefähr auf dem Niveau des Jahres 2004. Von den Boom-Jahren 2006 und 2007 direkt vor der internationalen Finanzkrise, in denen Transaktionsvolumina von rund 110 Mrd. Euro erzielt worden sind, ist der Investmentmarkt noch weit entfernt.

Der Anteil ausländischer Investoren am gesamten Transaktionsvolumen in Deutschland, der im Zuge der Finanzkrise auf 8% gefallen war, ist inzwischen schon wieder auf knapp 40% gestiegen. Internationale Investoren wie Private-Equity-Gesellschaften sind damit die mit Abstand bedeutendsten Akteure auf dem Immobilien-Investmentmarkt. Dahinter folgen Immobilien-Spezialfonds, Versicherungen und Pensionskassen, Immobilien-AGs und REITs, offene Immobilien-Fonds, Immobilien-Leasingfonds sowie geschlossene Fonds. ►

DH-Vorstand Andreas Pohl sieht Deutschland anhaltend als sehr attraktiven Investitionsstandort. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld stimme und es biete sich nach wie vor die Möglichkeit zu attraktiven Immobilien-Investments, weil der Rendite-Spread zwischen Immobilien und alternativen Anlageklassen derzeit historisch hoch sei. „Der Immobilienbrief“ differenziert hier stärker zwischen kürzerer Bankensicht, die schnell aus dem Risiko ist, und der Langfristsicht des Endinvestors. Letzterem hilft der Renditespread nur bedingt, wenn ein 4%er nach Kosten in Wertentwicklung und Vermietung die technische Abnutzung spiegelt. Mittelfristig sei eine Überhitzung des Marktes durch die sich abzeichnende Rückkehr risikoreicherer Anlagestrategien, das begrenzte Angebot an Core-Immobilien und die weiterhin vorhandene Überschussliquidität nicht auszuschließen, resümiert die Deutsche Hypo. (WR) ¨

 

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