JLL VICTOR – Stagnation auf längere Sicht erwartet

24.Juli 2013   

Der VICTOR Prime Office Index von Jones Lang LaSalle, der die Wertentwicklung der 1a Bürolagen in den Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München analysiert, zeigt für das zweite Quartal eine stagnierende Entwicklung bei 122,8 Punkten. Für das laufende Jahr erwartet Jones Lang LaSalle keine weiteren Kurssprünge.

Auch wenn der Kurs des VICTOR im zweiten Quartal um 2,9% im Vergleich zum Vorjahrsvergleichsquartal stieg, zeigt der Vergleich mit dem jährlichen Anstieg des Vorquartals (+5,4%) allerdings die abgeschwächte Performance. Grund ist lt. Jones Lang LaSalle die verhaltenen Entwicklungen an den Vermietungsmärkten. Selbst die Wachstumsimpulse an den Vermietungsmärkten reichen lt. JLL nicht aus, die stagnierende Entwicklung der Spitzenrendite auszugleichen. Dennoch bewege sich der Indikator auf dem Niveau von Mitte 2007. Damals kamen die Impulse sowohl vom Investment- als auch vom Vermietungsmarkt.

Seit der Trendwende im zweiten Quartal 2009 ist der Indikator in Frankfurt mit 26% am stärksten angestiegen. Am schwächsten war die Performance seitdem in Düsseldorf mit 22%. Zur Zeit bewegen den Immobilienmarkt vor allem die schwache Performance in Europa, sinkende Risikoprämien sowie das knappe Angebot an Core-Immobilien. Investoren sehen zwar den deutschen Markt als aussichtsreichsten Markt für Immobilieninvestments in Europa, fokussieren ihn derzeit jedoch als Markt mit „sicherer Warteposition“. Gerade deshalb erwartet JLL keine Fantasie für eine weitere Aufwärtsbewegung.

Im zweiten Quartal können nur noch Frankfurt und Düsseldorf mit positiven Performanceentwicklungen von 0,4% (FFM) bzw. 0,9% (D) aufwarten. Spitzenreiter ist Hamburger Innenstadt mit einem Indexwert von 128,5 Punkten gefolgt vom München mit 127,4 Punkten. Im Jahresvergleich liegt Frankfurt mit 4,7% vor München mit 3,9% und Berlin mit 3,2%. In Hamburg hingegen ging die Entwicklung um 0,6% zurück. Allerdings kommt die Hansestadt auch von einem hohen Niveau. Insgesamt entwickeln sich Prime Office Objekte im Jahresquartalsvergleich noch mit 2,9%. Die beste Cash-flow-Rendite können Investoren in Berlin mit 5% erzielen. In München liegt der Wert nur bei 4,5%.

Fazit: Immobilien bleiben attraktives Investment. Auch wenn Investoren etwas verhaltener sind, bleiben sie eine der Hauptalternativen zu Staatspapieren. Vor allem für konservative Investoren wie Pensionskassen und Stiftungen sind Immobilien nach wie vor im Investmentfokus. Allerdings droht trüben ein abzeichnendes Ende der lockeren Zinspolitik in den USA die Stimmung etwas ein. Sollten die Zinsen nachhaltig Steigen, ist ein Ende des Investmentbooms in Sicht.

Immobilienwertsteigerungen oberhalb der Inflationsrate lassen sich zurückblickend mit Immobilien in Düsseldorf und Hamburg nicht mehr erzielen.

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