Landeseigene Wohnungsbaugesellschaften definieren Rahmenbedingen für den Neubau

 

 

60.000 Wohnungen wollen die städtischen Wohnungsbaugesellschaften des Landes Berlin bis zum Jahr 2026 neu bauen. Dann erhöht sich ihr Bestand auf zusammen rund 400.000 Wohnungen. Schon heute decken degewo, GESOBAU, Gewobag, HOWOGE, STADT UND LAND und WBM knapp 20% des Berliner Mietwohnungsmarktes ab. Gemeinsam betrachtet, sind die Unternehmen die Nummer 2 am deutschen Mietwohnungsmarkt und versorgen rund 600.000 Berlinerinnen und Berliner mit Wohnraum.

Doch um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, muss sich einiges ändern, Wirtschaftlichkeit und Standards für den Neubau überprüft und neue Kriterien für Projekte bei Nachverdichtungen oder Schaffung gänzlich neuer Wohnquartiere und Standortmerkmale  (oder auch Rahmenbedingen) neu oder anders definiert werden. Flächensparendes, kostengünstiges und dabei auch wirtschaftliches Bauen ist angesagt, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und dabei nicht die Effizienz der Immobilien zu vernachlässigen. Gebäudestandards vom Keller bis zum Dach, Wohnungsstandards (für jeden die richtige) und Nachhaltigkeit – über alle diese Aspekte haben sich die Landeseigenen Gedanken gemacht und diese in einer gemeinsamen Publikation zusammengefasst.

Das Handbuch „Wir bauen für Berlin“ dokumentiert den Kern der Neubautätigkeit der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften. Es zeigt, warum die Städtischen ein Garant für die Versorgung der Berlinerinnen und Berliner mit bezahlbarem Wohnraum und sozialverträglichen Mieten sein können. Nicht zuletzt belegt es, wie effizient die Gesellschaften planen und bauen. Bei der Vorstellung des Handbuches bezeichnete Berlins Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Geisel, die landeseigenen Unternehmen als „Vorreiter für effizienten und kostengünstigen Wohnungsneubau in Berlin“.

„Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften stellen sich den Herausforderungen der wachsenden Stadt. Wir verstehen es, kostengünstig zu bauen, damit bezahlbarer Wohnraum entsteht. Wir planen und bauen kompakt, sowohl die Gebäude als auch die Wohnungen“, sagte die Geschäftsführerin der HOWOGE, Stefanie Frensch stellvertretend für die städtischen Wohnungsbaugesellschaften.

Dass die Landeseigenen preisgünstigen Wohnraum zur Verfügung stellen können, belegt auch die Tatsache, dass die Mieter der im Jahr 2014 neu vermieteten rund 20.000 Wohnungen im Durchschnitt nur 6,11 Euro netto kalt pro Quadratmeter zahlen. Damit liegen die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften fast ein Drittel unter den Berliner Marktmieten. KK