London erholt sich am schnellsten

17.Februar 2010   

Kategorie: Der Immobilienbrief

 

 

Dem Immobilienberatungsunternehmen CB Richard Ellis (CBRE) zufolge, führt London bei der Erholung der Immobilienmärkte der internationalen Finanzzentren. In dem Bericht, der unter dem Titel „How did they fare? A Comperative Analysis of Offices Markets in International Financial Centres“ erschienen ist, wird der Einfluss der Finanzkrise auf die Immobilienmärkte der weltweit vier führenden Finanzzentren London, New York City, Hongkong und Tokio untersucht.

 

Jan Linsin, Head of Research bei CB Richard Ellis in Deutschland: „Die Immobilienmärkte der Finanzzentren zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr volatil auf die Zustände auf den Finanzmärkten reagieren. Dennoch lassen sich in unserem Bericht zentrale Unterschiede zwischen den Immobilienmärkten der einzelnen Städten, deren Reaktion auf die Finanzkrise und die Trends, die sich aus dieser Situation ergeben haben, erkennen.“

So war die Nachfrage nach Büroflächen in London und New York nach Ausbruch der weltweiten Finanzkrise stärker zurückgegangen, als dies bei den beiden vorangegangenen Asienkrisen der Fall gewesen war. In Hongkong und Tokio hatte die globale Wirtschaftskrise mit zurückgehender Produktion und geringeren Handelsumsätzen den größeren Einfluss auf die Nachfrage nach Büroflächen. So verzeichnete Tokio nur einen moderaten Anstieg der Nachfrage nach Flächen, während in London und New York diese in der zweiten Jahreshälfte 2009 bereits wieder zunahm.

Der Investmentmarkt Londons war als erster von der Finanzkrise betroffen. Hier begannen bereits ab dem Jahresende 2007 die Transaktionsumsätze und Immobilienwerte zum Teil erheblich zu sinken. In der zweiten Jahreshälfte 2009 wurde aber bereits wieder eine starke Nachfrage – vor allem von Investoren aus Übersee – verzeichnet. In Hongkong haben sich die Preise bereits fast wieder auf das Niveau vor der Finanzkrise erholt. In New York hingegen – ein Markt der stärker als die anderen von verbrieften Finanzierungen bestimmt ist – dauert die Erholung länger. Hier kam es 2009 nicht zu einer nennenswerten Belebung des Investmentmarktes.

Fabian Klein, Head of Investment bei CB Richard Ellis in Deutschland: „Noch mehr als die immobilienwirtschaftlichen Fundamentaldaten oder der Immobilienmarktzyklus sind die globalen Zahlungsströme die wesentliche Einflussgröße der Immobilienpreisentwicklung in den internationalen Finanzzentren. Die Verwerfungen infolge der Finanzmarktkrise zeigen, dass eine genauere Bewertung der Risiken und des Pricings in den Immobilienmärkten, insbesondere in den per se volatileren Finanzzentren, für Investoren mehr als geboten ist.“

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