RGM – Ergebniswachstum vor Umsatzwachstum

12.Mai 2015   

Kategorie: Der Immobilienbrief

Die RGM, einer der führenden konzernunabhängigen Facility Manager in Deutschland, hat im Jahr 2014 mit 1.468 Vollzeitkräften eine Gesamtleistung von 155,3 Mio. Euro erzielt. Zwar ist der Umsatz damit leicht zurückgegangen (VJ: 171 Mio. Euro), RGM-Chef Fritz-Klaus Lange sieht sein Unternehmen dennoch gut gerüstet für die Zukunft.

Der Umsatz bei der RGM ist als Folge einer Rückgabe eines Großauftrags, der nicht mehr profitabel hätte abgewickelt werden können, nach acht Jahren erstmals zurückgegangen. Auch habe sich der Wettbewerbsdruck innerhalb der FM Szene in Deutschland unterdessen weiter verschärft, berichtet Lange. Der Wachstumsmarkt habe sich zum Verdrängungswettbewerb entwickelt, der den Druck auf die Margen noch stärker werden lässt, so Lange. Weiteres Wachstumspotenzial sieht Lange im Ausland oder durch Konsolidierung des Marktes. Die RGM selbst sei dabei kein Übernahmekandidat, so Lange. Eher im Gegenteil. So hat das Unternehmen erst kürzlich mit der M&B Gesellschaft für Elektrotechnik einen FM Dienstleister mit Schwerpunkt im Bereich Mess- und Regeltechnik übernommen. „Aufgrund des sehr guten Verlaufs des ersten Quartals 2015 sehen wir gute und realistische Chancen, den Leistungsrückgang bereits im Geschäftsjahr 2015 wieder aufzuholen“, erläutert Lange. Wachsen sollen dabei auch die neu geschaffenen Bereiche im Ausland. So ist die einst als türkisches Joint-Venture gestartete Beteiligung RGM Turkey A.S. mittlerweile ganz im Besitz der RGM. Zwar ist der Umsatzanteil mit erwarteten 7 Mio. Euro in diesem Jahr noch verhältnismäßig gering, 2017 jedoch erwartet Lange bereits zweistellige Millionenumsätze. Auch die Beteiligungen in der Schweiz und Luxemburg hätten sich positiv entwickelt. Für die Schweiz rechnet Lange mit einem Umsatz von 6 Mio. Euro in 2015.

„Facility Management wird heute immer noch unterschätzt“, so Steffen Uttich, Fondsmanager bei BEOS. Uttich hielt auf der diesjährigen Bilanz-PK der Dortmunder RGM, die im Rahmen eines Mittagessens in Frankfurt am Main stattfand, die Dinnerspeach. In Deutschland sei das Thema Facility Management auch medial noch unterbesetzt, so Uttich. Dabei könne ein guter Facility Manager dafür sorgen, dass der Mieter langfristig im Objekt bleibt oder aber auch auszieht, so Uttich. BEOS arbeitet seit kurzem erstmals mit der RGM bei einem Berliner Objekt zusammen, dass erst kürzlich erworben wurde.

„Nach einem stetigen Wachstum in den letzten acht Jahren haben wir uns durch ein aktives Auftragsbestandsmanagement bewusst von unprofitablen Aufträgen getrennt. Für uns steht Ergebniswachstum vor Umsatzwachstum“, resümiert Lange. Er geht davon aus, dass sich im harten Wettbewerb Service Excellence und eine hohe technische Kompetenz durchsetzen werden. Die RGM, die seit Anfang des Jahres mit der Georgsmarienhütte Holding einen neuen Mehrheitsgesellschafter (90%) hat, werde künftig den Wachstumskurs trotz des schwierigen Marktes wie geplant fortsetzen können, so Lange. (AE)

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