Statement zur Mipim: Wieder mehr Bewegung im Markt

24.März 2010   

Kategorie: Der Immobilienbrief

Peter Tzeschlock

Peter Tzeschlock

von Peter Tzeschlock, Mitglied des Vorstands der Drees & Sommer AG

 

 

Auch wenn die MIPIM in Cannes in diesem Jahr erneut weniger Besucher verzeichnet hat, kann optimistisch in die Zukunft geblickt werden. Peter Tzeschlock, Vorstand der Drees & Sommer AG, ist davon überzeugt, dass der Markt allgemein wieder anzieht. Schwerpunkte sieht Tzeschlock in der Bestandssanierung, dem Bereich Handelsimmobilien, in der umfassenden und technisch ausgerichteten Immobilienberatung sowie in Infrastrukturprojekten.

Fokus auf dem Bestand: Investitionen in Revitalisierungen  

In Deutschland zeichnet sich ab, dass Eigentümer von Bestandsimmobilien bereit sind, große Summen zu investieren, um ihr Objekt fit für die Zukunft zu machen. Gerade die Realisierung großer Bauvorhaben in Toplagen werde zunehmen, sagt Peter Tzeschlock. Dabei stehen die Aspekte der Nachhaltigkeit im Vordergrund. Das heißt, es sollen Betriebskosten und Prozesse optimiert werden, was die Wirtschaftlichkeit erhöht. Darüber hinaus zählen ökologische Vorteile sowie die Steigerung der Behaglichkeit im Gebäude, das heißt zum Beispiel bei Bürogebäuden die Arbeitsplatzqualität.

Was die Umsetzung angeht, stellen Bestandssanierungen eine Herausforderung dar. Es handelt sich in der Regel um äußerst komplexe Bauvorhaben, da der Umbau zumeist bei laufendem Betrieb erfolgt. In der Bauphase müssen die Gewerke optimal ineinandergreifen. Nur bei einer integralen Arbeitsweise kann die Beeinträchtigung für die Mieter so minimal wie möglich gehalten werden.

Fokus auf neuen Projekten: internationale Handelsimmobilien  

Es bahnen sich wieder konkretere Projekte an. Das zeigt die Zunahme von Wettbewerben. Gerade im Bereich der Handelsimmobilien verzeichnet Drees & Sommer ein aktives Marktumfeld. Zahlreiche Projekte in der Türkei sowie Shopping-Center in Belgien und das Projekt Las Arenas in Barcelona zeugen von dem Trend hin zu innerstädtischen Handelsimmobilien bei denen Wert auf hochwertige Architektur und stimmige Konzepte gelegt wird. Weltweit wird mit einer Zunahme an Infrastruktur-Projekten gerechnet – sei es der Bau von Flughäfen oder Autobahnen. Dies wird gerade in Märkten wir Polen künftig ein großes Thema sein.

Fokus auf den Industriegebäuden: Potenzial nutzen

In der Industriebranche wächst die Nachfrage nach einer Optimierung von Prozessen. Neben der effizienteren Gestaltung von Produktionsabläufen, rücken die Einsparpotenziale rund um die Immobilie in den Vordergrund – Ziel ist es, Betriebskosten zu reduzieren. Das bedeutet wiederum, dass die Nachfrage an Facility Management Consulting für Produktionsstätten wächst.

Fokus auf Immobilienberatung: Bestand aktiver steuern

Nach dem Motto: „Besitz verpflichtet“, müssen gerade die Bestandshalter von großen Immobilienportfolios in Deutschland ihren Bestand aktiver steuern. Um am Markt bestehen zu können, ist eine langfristig ausgelegte und umfassende Herangehensweise nötig.
Drees & Sommer unterstützt die Besitzer hinsichtlich einer Immobilienstrategie. Dabei wird aktuell deutlich, dass das Gebäude an sich mehr in den Fokus rückt. Es ist vor allem technische Immobilienkompetenz gefragt und weniger kaufmännische Beratung. Nachhaltige Bewirtschaftungsstrategien im Bereich des Facility Management Consulting runden den umfassenden Ansatz ab. In dieser Sparte werden die Disziplinen Nachhaltigkeitsmanagement und Life Cycle Engineering die Zukunft bestimmen. Sie erweitern den quantitativen Blickwinkel der Lebenszykluskosten um qualitative Aspekte, was zu einer ganzheitlichen Betrachtung führt.

Fokus auf internationalen Märkten: Belgien, Skandinavien und Polen sind im Kommen

Innerhalb Europas steuert Drees & Sommer die Märkte Belgien, Skandinavien und Polen an. Dort wird ein großer Bedarf an dem umfassenden Leistungsportfolio gesehen. In Russland ist Drees & Sommer bereits mit einem Standort etabliert und konnte dort Projekterfolge erzielen. So sind die Kollegen vor Ort beispielsweise im Vorfeld der Olympischen Winterspielen in Sotchi 2014 als Berater tätig und im russischen Green Building Council aktiv.

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