Wohnimmobilien – Preise und Mieten ziehen auch im ersten Quartal 2013 an

7.März 2013   

Wohnimmobilien sind die Assetklasse der Stunde. Sie stehen für Sicherheit und stabilen cashflow bei vergleichsweise geringen Renditen – zumindest in den Ballungszentren. F+B hat für das erste Quartal 2013 einen Preis- und Mietanstieg bei seinem F+B-Wohn-Index von 2,9 Prozent festgestellt. Damit notiert der Index derzeit bei 104,8 Punkten. Damit steigt der Index unvermindert seit nunmehr drei Jahren. Vor allem in den Großstädten stiegen die Preise für Eigentumswohnungen deutlich um 5,1%. Einfamilienhäuser verteuerten sich nur um 2% und Mehrfamilienhäuser um 1,9%. Bei den Neuvermietungsmieten registrierte F+B einen Anstieg von 2,6% und bei Bestandsmiteten 0,8%.Deutlich wird, dass nicht nur die Neuvertragsmieten in den Citylagen steigen, sondern auch die Randlagen nachziehen.

So liegt die derzeitige Neuvertragsmiete bspw. in Hamburg bei 9,20 Euro/qm. Vor 5 Jahren noch lag sie bei 7,60 Euro/qm. In den Gemeinden an der Stadtgrenze ziehen die Preise im Fünfjahresvergleich ebenfall um 11 bis 17% zu. Selbst im Umland sind Preissteigerungen von 9 bis 12% drin. So verzeichnen die angrenzenden Städte Wedel, Norderstedt, Ahrensburg, Reinbek und Seevetal seit 2007 durchschnittliche Zuwächse im Mietenniveau von 7,20 bis 7,40 €/m² auf 8,20 bis 8,50 €/m². In den Städten in größerer Entfernung, zum Beispiel in Pinneberg und
Elmshorn oder Winsen und Lüneburg, wurden Ende 2007 noch zwischen 6,40 bis 7,00 €/m² bei Neuvermietung verlangt, heute sind es 6,60 bis 7,70 €/m².

In Berlin fällt die Steigerung moderater aus. Derzeit liegt die durchschnittliche Neuvertragsmiete bei 6,70 Euro/qm. Das sind 3,7% mehr als 2012. Vor 5 Jahren lag die Miete bei 5,60 Euro/qm, also knapp 20% unter dem heutigen Wert. Am moderatesten steigen die Preise in Hennigsdorf. Seit 2007 stiegen die Preise um 7%. In Oranienburg hingegen stagnieren sie sogar.

Selbst in München können die Preise angesichts der hohen Preise noch weiter steigen. 2012 stiegen die Neuvertragsmieten um 4%. Im Fünfjahresvergleich sogar um 15%. Neumieter müssen derzeit im Schnitt 12,50 Euro/qm berappen. Im Umland liegen die Preise zwischen 9,30 Euro/qm (Erding, Fürstenfeldbruck)) und 10,70 Euro/qm (Unterschleißheim).

In Frankfurt am Main legten die Preise 2012 um 3% zu. Derzeit liegen sie somit bei 10,10 Euro/qm. Im Fünfjahresvergleich sind die Preise um 13,5% gestiegen. Im nördlichen Randgebiet der Mainmetropole müssen Mieter 9,50 Euro/qm zahlen. In den südlichen Gebieten liegen die Mieten zwischen 8,80 Euro/qm (Neu Isenburg) und 8,50 Euro/qm (Dreieich). Am günstigsten wohnt man im Frankfurter Osten. In Mühlheim liegen die Mieten bei 7,70 Euro/qm, jedoch stiegen auch hier die Preise um bis zu 12%. Offenbach bildet mit 7 Euro/qm das Schlusslicht.

Der Anstieg der Verbraucherpreise lag 2012 bei rund 2 Prozent. Die Steigerung für Preise und Mieten für Wohnungen beträgt damit nur 0,9 Prozentpunkte mehr als der Verbraucherpreisindex. Bezogen auf den Beginn der Datenerfassung 2004 zeigt der Index einen Immobilienpreisanstieg von 4,8 Prozent auf. Dagegen haben die Verbraucherpreise seit Mitte des Jahrzehnts um rund 16 Prozent zugenommen, deutlich stärker als der F+B-Wohn-Index (+10 Prozent). Dies bedeutet, dass sich die Immobilienpreise, gerechnet in konstanten Preisen, im bundesweiten Durchschnitt
verringert haben.

Fazit: Von Blasenbildung kann keine Rede sein.

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