bee smart City Plattform gegründet – das „google für Städte“

20.Februar 2018   

Kategorie: News

Smart City beschreibt die Vision einer intelligenten Kommune, in der Digitalisierung das Leben prägt und angenehmer machen soll. Das Themenfeld Smart City ist komplex und intransparent. Deswegen suchen Kommunen nach bewährten Lösungen und Initiativen, um vielfältige Herausforderungen und Probleme zu bewältigen, die Effizienz zu erhöhen und Kosten einzusparen. Die bee smart city GmbH aus Mülheim an der Ruhr hat eine digitale Plattform gestartet, um Kommunen auf ihrem Weg zur Smart City zu unterstützen. Auf der Plattform haben Nutzer die Möglichkeit, nach Smart-City-Lösungen zu suchen, sich über diese zu informieren und weitere Lösungen und Initiativen einzustellen. Unkompliziert und kostenfrei.

Die Plattform: Das „Google für Städte“

Stimmen aus der erfolgreichen Pilotphase mit über 100 internationalen Nutzern beschreiben die Plattform als das „Google für Städte“ und eine „leicht bedienbare Schatzkiste voller Inspirationen“. Mittlerweile zählt die Plattform knapp 700 internationale Nutzer, bestehend aus Lösungsanbietern, Stadtbediensteten, Forschern und engagierten Bürgern. Bee smart city rechnet mit 10.000 Nutzern bis Jahresende 2018 und einem organischen Wachstum der Lösungsdatenbank.

 „Als Praktiker definieren wir Smart City als Ökosystem aus Lösungen und Initiativen. Dies gilt für urbane und ländliche Lebensräume, technologische und nicht-technologische Ansätze. Erfolgsfaktoren auf dem Weg zu einer intelligenten Kommune sind Kollaboration und Adaption – Schwarmintelligenz deren Beschleuniger. Die Lösungsdatenbank simplifiziert das Geschäftsfeld Smart City und macht es anschaulich. Gemeinsam gestalten und formen wir unsere Zukunft“, führt Bart Gorynski, Geschäftsführer der bee smart city GmbH, aus.


Smart City: Ein Ökosystem aus Lösungen

Auf der Plattform lässt sich das Ökosystem Smart City anhand von sechs Indikatoren erkunden:  Smart Economy, Smart Environment, Smart Government, Smart Living, Smart Mobility und Smart People. Zudem werden auf der Startseite fünf intelligente Kommunen mit den meisten auf der Plattform befindlichen Lösungen und Initiativen benannt. Zurzeit führt die holländische Hauptstadt Amsterdam die Bestenliste an.

Eine Schlagwortsuche ermöglicht ein effizientes Finden von Smart-City-Initiativen und -Lösungen. Versuchsreihen mit städtischen Mitarbeitern und Studenten haben ergeben, dass ein Nutzer mit marktüblichen Suchmaschinen knapp fünf Stunden für die Suche, das Verständnis und die Aufbereitung einer Smart-City-Lösung aufbringen muss. Die Plattform reduziert diesen zeit- und kostenaufwendigen Prozess auf wenige Minuten.


Starke Ideen – Starke Partner

Alleine im ersten Monat wurden fünf nationale und internationale Partnerschaften geschlossen. Neben kostenfreien Kollaborationspartnerschaften für Non-Profit-Organisationen wird ein Partnerschaftsprogramm für Unternehmen angeboten. Startups, KMUs und Konzerne entwickeln eine Fülle von intelligenten Lösungen, welche oft keine oder nur geringe Sichtbarkeit über Bundesland- oder Ländergrenzen hinausfinden. Mit der Plattform (https://www.beesmart.city/) und über ihr globales Smart-City-Informationsportal (https://hub.beesmart.city/), mit laufenden Neuigkeiten und Einblicken in erfolgreiche Smart-City-Strategien, führenden Smart-City-Initiativen und Projekten von Städten und Gemeinden aus der ganzen Welt, bietet eine Partnerschaft mit bee smart cityviele Vorteile durch ein umfangreiches Zusatzangebot.


Beispiel: Schwarmintelligenz ermöglicht effiziente Adaption

Welches Potenzial die Plattform konkret mit sich bringt, lässt sich schnell erkennen. Dass der mehrspurige Radschnellweg im Ruhrgebiet durch die Entwicklung von E-Bikes und mit Hinblick auf gewollte CO2-Reduktion sowie vermehrt auftretender Verkehrsstaus eine intelligente Mobilitätslösung darstellt, ist selbsterklärend. Das Ruhrgebiet mit seinem sogenannten RS1, welcher mit 101 Kilometern Länge von Hamm über Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen, Essen und Mülheim an der Ruhr nach Duisburg reichen wird, sowie die geplante Y-Trasse in Berlin, stellen weltweit replizierbare Lösungsansätze dar. Hiervon profitierte jüngst die Stadt Jönköping aus Schweden, welche nach Lösungsansätzen für Radschnellwege suchte.

Dass die Plattform keine Einbahnstraße darstellt, zeigt sich darin, dass die oben genannten deutschen Kommunen bei demselben Lösungsansatz wiederum von anderen Städten lernen können: Denn wie ist es um die Sicherheitsaspekte der Radschnellwege bei Dämmerung und Nacht bestellt? Kamerasysteme, wie sie überwiegend in asiatischen Ländern verwendet werden, sind in Deutschland gesellschaftlich nicht akzeptiert. Umfangreiche Erdarbeiten, Kabelverlegung und Stromanschluss bei voller Beleuchtung während der ganzen Nacht sind kostenintensiv, zeitaufwendig, nicht umweltfreundlich und somit nicht „smart“. Die Plattform bringt eine weitere Option zum Vorschein: Im Jahr 2016 startete die Stadt Amsterdam den sogenannten „selbst beleuchtenden Radweg“. Das System mit LED-Beleuchtung wird über Niederspannungs-Gleichstrom betrieben, welches weniger Energieverlust, geringere Komplexität und reduzierte Wartungsarbeiten im Vergleich zum Wechselstrom bedeutet. Das System funktioniert vollständig autonom über Sonnenkollektoren und eine kleine Windkraftanlage. Das Licht wird nur aktiviert, wenn die Sensoren des Systems einen Fahrradfahrer registrieren oder Nutzer manuell die Lichteinstellungen mithilfe einer Smartphone-App steuern.

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